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Fresenius verdient überraschend viel - Hebt Ergebnisprognose 05.11.2025, 10:08 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Fresenius 46,47 EUR -0,50 % Lang & Schwarz

BAD HOMBURG (dpa-AFX) - Der Krankenhausbetreiber und Arzneimittelkonzern Fresenius hat dank einer guten Entwicklung bei seiner Arzneimittel- und Medizintechniktochter Kabi im dritten Quartal überraschend viel verdient. Konzernchef Michael Sen peilt nun für das Jahr ein noch höheres operatives Ergebnis an. Die Aktie stieg am Vormittag.

Nach mehreren schwachen Tagen ging es für das Papier kurz nach Handelsbeginn um 2,2 Prozent nach oben. Das Papier hat in diesem Jahr bereits mehr als 40 Prozent zugelegt. David Adlington von der US-Bank JPMorgan äußerte sich in einer ersten Reaktion lobend zu den Resultaten - Fresenius habe einmal mehr die Erwartungen getoppt und die Latte für das Jahr höher gesetzt. Das dritte Quartal wertete er als Beweis für den fortgesetzten Turnaround bei Fresenius.

Auf das gesamte Jahr gesehen soll das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern zu konstanten Wechselkursen um vier bis acht Prozent im Vergleich zu 2024 zulegen, wie der Dax-Konzern am Mittwoch in Bad Homburg mitteilte. Zuvor hatte die Führungsspitze noch einen Anstieg von drei bis sieben Prozent angepeilt. Das bereits im Sommer angehobene Ziel für den Umsatz bestätigte Fresenius, dieser soll aus eigener Kraft um fünf bis sieben Prozent wachsen.

Dabei rechnet Konzernlenker Sen nach dem unerwartet guten dritten Jahresviertel für das Schlussquartal mit einem beschleunigten Ergebniswachstum. Hierzu sollten Einsparungen im Klinikgeschäft und Produktanläufe bei Kabi beitragen. Zudem will der Manager nach längerem Sparzwang auch wieder Geld ausgeben. "Die gute Entwicklung in den ersten drei Quartalen bietet die Möglichkeit, im vierten Quartal einige gezielte Investitionen zu tätigen, beispielsweise in Forschung und Entwicklung", sagte er laut Mitteilung.

In den drei Monaten bis Ende September verbuchte Fresenius einen Umsatzanstieg von drei Prozent auf knapp 5,5 Milliarden Euro. Organisch - also ohne Wechselkurseffekte und Portfolioveränderungen - betrug das Plus sechs Prozent.

Kabi profitierte in dem Quartal insbesondere von einem starken Geschäft mit biotechnologisch hergestellten Nachahmerprodukten. Aber auch die Medizintechnik und das Geschäft mit klinischer Ernährung legten zu. Darüber hinaus sorgten Produktivitätssteigerungen für eine Margenverbesserung über den bisher vom Konzern vorgegeben Zielwert hinaus.

In seinem Klinikgeschäft konnte Fresenius dank gestiegenen Behandlungszahlen und höheren Preisen ebenfalls beim Umsatz zulegen. Zugleich ging das operative Ergebnis in der Sparte leicht zurück. Der Konzern verwies hier auf den Wegfall der Energiehilfen im deutschen Klinikgeschäft, von denen Fresenius ein Jahr zuvor noch profitiert hatte. Umfangreiche Ergebnisbeiträge durch das Sparprogramm bei Helios Deutschland würden nun für das vierte Quartal erwartet. Einige Einsparungen dürften sich aber in das Jahr 2026 verschieben, hieß es. In den spanischen Kliniken hatten sich unterdessen trotz der saisonal üblichen Schwäche im Sommer die Margen im dritten Quartal verbessert.

Konzernweit stieg das operative Ergebnis (bereinigtes Ebit) um vier Prozent auf 574 Millionen Euro, währungsbereinigt betrug das Plus sechs Prozent. Damit übertraf Fresenius die Erwartungen von Analysten. Nach Minderheiten erwirtschaftete Fresenius mit seinen beiden Standbeinen einen bereinigten Gewinn von 351 Millionen Euro nach 312 Millionen Euro vor einem Jahr. Hierzu trugen auch niedrigere Zinsaufwendungen bei.

Nach mehreren Gewinnwarnungen in der Corona-Pandemie hatte der seit Oktober 2022 amtierende frühere Eon- und Siemens-Manager Sen einen radikalen Umbau beim Konzern angestoßen. So wurden einige Randbereiche sowie größtenteils auch das Geschäft des österreichischen Klinikdienstleisters Vamed verkauft. Auch trennte sich Fresenius von den Kinderwunschkliniken der Eugin Gruppe.

Zudem rollte Sen bei Kabi und Helios umfassende Sparprogramme aus. Zum Umbau gehörte auch die Entflechtung von der früheren Tochter FMC im November 2023. Der Blutwäschespezialist wird inzwischen nur noch als Finanzbeteiligung gesehen. In diesem Frühjahr hatte sich Fresenius von FMC-Papieren für 1,1 Milliarden Euro brutto getrennt - einen Teil direkt, einen Teil in Form einer 2028 fälligen Umtauschanleihe. Sobald diese gewandelt werden, wird die Beteiligung an FMC auf 25 Prozent plus eine Aktie sinken./tav/lew/stk

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