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PVA Tepla kämpft trotz Auftragsrekord mit Ergebnisrückgang 05.11.2026, 11:20 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Das Technologieunternehmen PVA Tepla DE0007461006 hat weiter zu kämpfen. Trotz eines Auftragsrekords lag das operative Ergebnis beim Vakuumtechnologie- und Messtechnik-Spezialisten nach neun Monaten deutlich unter dem Vorjahr. Dabei verfehlten die Wettenberger erneut die Markterwartungen. Die Ergebnisentwicklung bleibe hinter den eigenen Erwartungen zurück, räumte auch Chefin Jalin Ketter am Donnerstag zur Zahlenvorlage ein. Sie sieht das Unternehmen gleichwohl auf einem guten Weg und rechnet mit einem starken Schlussquartal. Die im Sommer gesenkte Prognose bestätigte die Managerin. An der Börse konnten die Nachrichten aber nicht überzeugen.

In der Frühe rutschten die im SDax DE0009653386 notierten Papiere mit einem Abschlag von fast zehn Prozent auf ein Tief seit März, erholten sich dann aber bis zum späteren Vormittag. Zuletzt stand noch ein Minus von rund zwei Prozent auf 29,50 Euro zu Buche.

Dabei war der Kurs noch im Juli nah an die Marke von 47 Euro gekommen, danach ging es jedoch nahezu kontinuierlich bergab. Auch ein Erholungsversuch Anfang Oktober ist inzwischen verpufft. Dennoch steht die Aktie dank ihres guten Laufs bis zum Sommer seit Jahresbeginn noch mit rund 30 Prozent im Plus.

Die Quartalsbilanz biete ein gemischtes Bild, sagte ein Händler. Der Konzern leide weiter unter Projektverzögerungen. Hinzu kämen verhaltene Investitionen der Halbleiterindustrie und eine enttäuschend niedrige Kapazitätsauslastung. Einzig der Auftragseingang steche als Silberstreif heraus. So habe das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz erstmals seit Anfang 2023 wieder über der Marke von 1 gelegen.

"Der Ausbau unserer Organisation, unserer technologischen Kompetenzen und unserer internationalen Präsenz war mit erheblichen Vorleistungen verbunden, während sich Umsatz und Ergebnis bislang noch nicht im erwarteten Maße entwickelt haben", erläuterte Ketter in einem Brief an die Aktionäre.

Zugleich sieht sie aber die "richtigen Weichen für die Zukunft" gestellt: "Wir haben unser Technologieportfolio gezielt ausgebaut und uns in beiden Segmenten neue Anwendungsfelder erschlossen. Damit haben wir uns konsequent auf langfristiges Wachstum ausgerichtet." Der Auftragseingang auf Rekordniveau verdeutliche, dass die strategischen Initiativen bereits Wirkung zeigten.

PVA Tepla verzeichnete den Angaben zufolge in den ersten neun Monaten einen Auftragsrekord. Der Hersteller zog Bestellungen im Wert von 273,4 Millionen Euro an Land, gut die Hälfte mehr als vor einem Jahr. Zugpferd war dabei das Metrologie-Geschäft, das mehr als die Hälfte zum Ordereingang beitrug, wie das Unternehmen im hessischen Wettenberg mitteilte.

Allerdings lag nach neun Monaten der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) mit 10,4 Millionen Euro um mehr als 40 Prozent unter dem des Vorjahreszeitraums. Grund sind ein ungünstiger Produktmix und Probleme im Segment Material Solutions. Trotz auch dort deutlich angezogener Bestellungen kämpft der Geschäftsbereich weiterhin mit einer Unterauslastung und kann seine Fixkosten damit nicht decken. In dem Segment bietet PVA Tepla unter anderem Produkte für Vakuum-Schaltkammern an, die in elektrischen Schaltanlagen von Mittelspannungs- und Hochspannungsnetzen gebraucht werden.

Unter dem Strich wies der Konzern für die drei Quartale einen Nachsteuerverlust von rund 2 Millionen Euro aus, nach einem Gewinn von gut 6 Millionen vor einem Jahr. Beim Umsatz kam dank hoher Zuwächse im Metrologie-Geschäft immerhin noch ein Plus von rund vier Prozent auf knapp 182 Millionen Euro zusammen, dabei lief das dritte Quartal aber deutlich besser als das erste Halbjahr.

Für das vierte Quartal sei nun eine weitere deutliche Steigerung von Umsatz und Ergebnis zu erwarten, hieß es vom Konzern. Für das Gesamtjahr geht das Management um Ketter weiterhin von einem operativen Ergebnis in der unteren Hälfte der prognostizierten Bandbreite von 26 bis 31 Millionen Euro aus. Der Umsatz soll bei 255 bis 275 Millionen herauskommen. 2025 hatte PVA Tepla 244,3 Millionen erlöst und ein operatives Ergebnis von 25,3 Millionen Euro erzielt.

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