ROUNDUP/Teurere Tickets verdoppeln Gewinn von Ryanair - Aktie auf Rekordhoch 21.07.2025, 11:05 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Ryanair Holdings 27,21 EUR -1,70 % Lang & Schwarz

DUBLIN (dpa-AFX) - Der späte Ostertermin und höhere Ticketpreise beflügeln Europas größten Billigflieger Ryanair . Im ersten Geschäftsquartal bis Ende Juni verdiente das Unternehmen mit 820 Millionen Euro mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Auch für den Sommer zeichnen sich gute Geschäfte ab, auch wenn die Ticketpreise nicht ganz so stark steigen dürften wie in den vergangenen Monaten. Die Ryanair-Aktie sprang nach den Neuigkeiten auf ein Rekordhoch.

In Dublin legte das Papier zeitweise um fast zehn Prozent auf 25,40 Euro zu und wurde damit so teuer gehandelt wie nie zuvor. Zuletzt lag ihr Kurs noch mit rund sechs Prozent im Plus bei 24,52 Euro. Die Aktie der Konkurrentin Lufthansa gewann zugleich gut ein Prozent an Wert.

Damit enteilen die Iren dem deutschen Luftverkehrskonzern an der Börse noch weiter: Mit einer Marktkapitalisierung von rund 26 Milliarden Euro liegt Ryanair weit vor dem Lufthansa-Konzern, der samt seinen Töchtern wie Swiss, Austrian, Brussels und Eurowings auf gerade mal 9 Milliarden Euro kommt.

Im ersten Geschäftsquartal bis Ende Juni verdiente Ryanair 128 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Vorstandschef Michael O'Leary erwartet, dass der Gewinn auch im gesamten Geschäftsjahr bis Ende März 2026 ordentlich steigt und damit die 1,6 Milliarden Euro aus dem Vorjahr übertrifft. Für eine konkrete Prognose sei es jedoch noch zu früh, erklärte er bei der Zahlenvorlage am Montag in Dublin.

In den Monaten April bis Juni beförderte Ryanair 57,9 Millionen Passagiere und damit vier Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Dabei profitierte die Gesellschaft davon, dass der Ostertermin diesmal anders als im Vorjahr in den April fiel. Die Ticketpreise zogen sogar um 21 Prozent an, und der Umsatz stieg in Summe um 20 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. Zugleich hielt Ryanair die eigenen Kosten im Griff: Sie wuchsen lediglich um fünf Prozent.

Mit Blick auf die Hauptreisezeit im Sommer berichtete Ryanair von einer starken Ticketnachfrage. Die Ryanair-Spitze erwartet, dass die Tickets dann im Schnitt höchstens das Niveau aus dem Sommer 2023 erreichen. Im Sommer 2024 und auch im gesamten vergangenen Geschäftsjahr seien sie nämlich um sieben Prozent gesunken.

Zu gern würde O'Leary Ryanairs Flugangebot schneller und kräftiger ausbauen, doch dem Unternehmen fehlt es an genügend neuen Jets. So rechnet der Manager für das laufende Geschäftsjahr bis Ende März 2026 lediglich mit einem Anstieg um drei Prozent auf 206 Millionen Passagiere.

Denn Ryanair leidet weiterhin unter den Problemen des kriselnden US-Flugzeugbauers Boeing . Dieser hängt mit der Auslieferung neuer Maschinen wegen Qualitätsmängeln, zwei Abstürzen und eines Beinahe-Unglücks seit Jahren deutlich hinterher.

O'Leary erwartet nun, dass der Hersteller seinen Rückstand bis kommenden Sommer ein gutes Stück aufholt. Die noch fehlenden 29 Maschinen vom Typ 737 aus einem Großauftrag sollten nun vor Sommer 2026 bei Ryanair eintreffen.

Zudem hofft der Manager, dass Boeing Ende des laufenden Jahres die schon lange ersehnte Zulassung für die Langversion der 737 Max erhält. Die ersten 15 Exemplare für Ryanair sollen demnach im Frühjahr 2027 an die Iren ausgeliefert werden.

O'Leary hatte in den vergangenen Jahren mehrfach damit geliebäugelt, zu einem anderen Flugzeugbauer zu wechseln. Doch der weltgrößte Hersteller Airbus aus Europa ist mit seinen Jets aus der Modellfamilie A320neo bis ins nächste Jahrzehnt hinein ausgebucht. Weitere Alternativen gibt es bisher faktisch nicht: Das chinesische Modell C919 des Herstellers Comac ist bisher nur für den Einsatz in seinem Heimatland zugelassen./stw/mne/mis

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 4,20
Hebel: 6
mit moderatem Hebel
Smartbroker
Morgan Stanley
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: MN0ZZ4. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Weitere News
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer