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1,7 Milliarden illegale Zigaretten verkauft 11.06.2025, 16:56 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Philip Morris International 133,85 EUR ±0,00 % Lang & Schwarz

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Der Konsum gefälschter und geschmuggelter Zigaretten ist nach Angaben des Marlboro-Herstellers Philip Morris International 2024 in Deutschland leicht gestiegen. Im vergangenen Jahr wurden schätzungsweise 1,7 Milliarden Zigaretten auf dem Schwarzmarkt verkauft, wie aus einer von dem Unternehmen in Auftrag gegebenen Untersuchung des Beratungsunternehmens KPMG hervorgeht. Das sei ein Anteil von 2,2 Prozent am gesamten Zigarettenkonsum. 2023 waren es 1,6 Milliarden illegal verkaufte Zigaretten, 2020 noch knapp 3,7 Milliarden.

Fast die Hälfte der Zigaretten, die in Deutschland auf dem Schwarzmarkt verkauft wurden, war dem Bericht zufolge Schmuggelware (45,7 Prozent). Der Rest seien entweder gefälschte Zigaretten (26,8 Prozent) oder sogenannte Illicit Whites - Zigaretten, die meist zwar legal hergestellt werden, aber illegal nach Deutschland gelangen (27,5 Prozent).

Der KPMG-Bericht wurde in Brüssel vorgestellt. Demnach wurden Daten zum illegalen Tabakhandel in 38 europäischen Ländern erhoben. Dazu wurden Müllsäcke durchsucht und auf Straßen weggeworfene Packungen eingesammelt, um zu untersuchen, ob es legal verkaufte Ware war. Hunderttausende Packungen seien überprüft worden.

Jede zehnte Kippe illegaler Herkunft

Laut dem Bericht stammte in den untersuchten Ländern jede zehnte gerauchte Zigarette aus einer illegalen Quelle, also insgesamt 52,2 Milliarden Stück. Besonders gravierend sei die Situation in Frankreich, wo inzwischen mehr als jede dritte Zigarette unerlaubter Herkunft sei.

Illegale Fabriken in Deutschland

Dabei spiele auch Deutschland eine wichtige Rolle. Bei einer Razzia in einer illegalen Zigarettenfabrik in Düsseldorf stellten Ermittler jüngst 32 Millionen unversteuerte gefälschte Zigaretten sicher. Die Fabrik wurde den Erkenntnissen zufolge wöchentlich mit Rohtabak und weiteren Vormaterialien versorgt.

"Deutschland entwickelt sich zu einem strategisch wichtigen Produktions- und Vertriebsstandort für die Organisierte Kriminalität und die Versorgung dieser Märkte", hieß es in einer Mitteilung von Philip Morris Deutschland. Nach Einschätzung der Autoren führte der illegale Zigarettenverkauf im vergangenen Jahr allein in Deutschland zu Steuereinbußen von rund 401 Millionen Euro.

Auch andere Tabakprodukte geraten der Erhebung zufolge zunehmend in den Fokus der Organisierten Kriminalität. So wurden in Deutschland im vergangenen Jahr 150 Millionen geschmuggelte Tabaksticks für Tabakerhitzer konsumiert./hdo/DP/men

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