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VW-Betriebsratschefin

Aktionäre müssen Beitrag leisten 21.09.2026, 13:22 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Name Aktuell Diff. Börse
Volkswagen (VW) Vz 75,54 EUR -0,93 % Lang & Schwarz
Porsche Holding SE 27,59 EUR -2,27 % Lang & Schwarz

Angesichts der Krise bei Europas größtem Autobauer fordert VW DE0007664039-Betriebsratschefin Daniela Cavallo einen Beitrag der Anteilseigner. "Auch unsere Aktionärinnen und Aktionäre müssen ihren Teil zur Krisenbewältigung beisteuern. Dazu gehört, dass so viel Geld wie möglich im Unternehmen bleibt, um die teure Transformation zu finanzieren", sagte Cavallo laut Mitteilung bei einer Aktion im VW-Stammwerk in Wolfsburg. Sie dürften nicht nur in Richtung Belegschaften schauen und dort Verzicht verlangen. Größter VW-Anteilseigner ist die Eigentümerfamilie Porsche-Piech, die ihre Aktien in der Beteiligungsgesellschaft Porsche SE DE000PAH0038 gebündelt hat. Zweitgrößter Aktionär ist das Land Niedersachsen.

Nach Cavallos Darstellung können Großaktionäre derzeit nicht steuerfrei auf Teile der Gewinnausschüttung verzichten. "Man kann nämlich nicht von Teilen seiner Dividende zurücktreten und sie im Unternehmen lassen - weil dann trotzdem volle Steuern darauf anfallen", sagte Cavallo. Aus dem Verzicht würde sogar ein Negativ-Geschäft werden. Sie erwarte deshalb von der Politik, den "Weg freizumachen dafür, dass beim Verzicht auf Teile der Dividende keine Steuer anfällt. Das wäre ein gutes, neues Instrument, das in diese Zeit passt."

Zehntausende Stellen bei VW bedroht

Cavallo sprach den Angaben nach im Stammwerk vor Tausenden Beschäftigten, die per Sternmarsch in eine Halle im Zentrum des Werks gekommen waren. Im Anschluss fand dort eine reguläre Betriebsversammlung statt. Volkswagen DE0007664039 steht aktuell im Fokus der Branchenkrise: Neben dem bereits vereinbarten Abbau von 50.000 Stellen in Deutschland will der Konzernvorstand weitere 50.000 Jobs weltweit streichen. Außerdem ist die Zukunft der VW-Werke in Emden, Hannover und Zwickau sowie des Audi-Standorts Neckarsulm offen.

Die IG Metall hat am Montag zu Aktionen an bundesweit mehr als 200 Orten aufgerufen. Erwartet wurden über 100.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Medien waren bei der Aktion auf dem VW-Werksgelände in Wolfsburg nicht zugelassen. Das hatte das Management um Konzernchef Oliver Blume nach Angaben von Betriebsrat und IG Metall in der vergangenen Woche verfügt.

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