VW-Technikchef

Brauchen mehr Tempo bei Reformen 18.04.2026, 08:09 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Volkswagen (VW) Vz 92,00 EUR -0,31 % Lang & Schwarz

VW DE0007664039-Technikvorstand Thomas Schmall wünscht sich in Deutschland deutlich mehr Tempo bei Reformen. Technologisch sei Deutschland keineswegs abgehängt, sagt er im Vorfeld der Hannover Messe im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Doch damit das auch wirtschaftlich zum Tragen komme, müsste sich der Standort schneller anpassen und die Rahmenbedingungen ändern.

Die Messe, die kommenden Montag beginnt, will Schmall daher nutzen, um bei den dann zahlreich erscheinenden Politikern für mutigere Reformen zu werben. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wird die weltgrößte Industrieschau am Sonntagabend eröffnen, am Montag wird er zum Messerundgang erwartet. Weitere Bundespolitiker haben sich angekündigt, darunter Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU) und Digitalminister Karsten Wildberger (CDU).

Wachstumsmotor kommt ins Stottern

"Die Hannover Messe zeigt: Wir können Technologie", sagt Schmall. Das habe auch VW unter Beweis gestellt, etwa durch die Entwicklung der ersten eigenen Batteriezelle aus Salzgitter innerhalb von drei Jahren, die auch auf dem Messestand des Konzerns zu sehen sein wird. "Das ist der Beweis, dass wir Spitzentechnologie in kürzester Zeit können."

"Die Frage ist: Können wir das in Deutschland künftig noch wettbewerbsfähig herstellen bei den Kostenstrukturen und Rahmenbedingungen?" Hohe Energiepreise und zu viel Bürokratie bereiteten ihm Sorgen. Das habe den Innovations- und Wachstumsmotor ins Stottern gebracht.

Bürokratie bremst Innovationen

"Wir haben gerade im Umgang mit neuen Technologien eine Überregulierung", sagt Schmall. In Deutschland gebe es 60 bis 70 Prozent mehr Regulierungen als in anderen westeuropäischen Ländern. "Von China will ich gar nicht erst anfangen." Als Beispiel verweist er auf den Aufbau der eigenen Batteriefertigung. "In Salzgitter sollten zum Beispiel Brandschutzanlagen eingebaut werden, die es weltweit gar nicht gibt. Ich glaube, da überziehen wir deutlich."

Um das zu ändern, bedarf es nach Einschätzung Schmalls einer gemeinsamen Kraftanstrengung von Politik und Wirtschaft. "Wenn wir auch künftig Spitzentechnologie in Deutschland industrialisieren wollen, dann müssen Politik und Wirtschaft jetzt gemeinsam ein "Made-in-Europe"-Reformprogramm hinkriegen", sagt er. "Sonst wird es vermutlich sehr schwer, das Land wieder auf Wachstumskurs zu bringen."

Mehr Tempo bei Reformen gefordert

Auch die Unternehmen müssten hier ihren Beitrag leisten. Aber auch die Politik müsse für bessere Rahmenbedingungen sorgen. Und dabei vor allem mehr Tempo machen bei den Reformen. "Wir müssen die Handbremse lösen und wieder Geschwindigkeit aufnehmen", sagt Schmall. "Die Transformationsgeschwindigkeit, wie wir sie im Moment haben, wird nicht ausreichen."

Das eigene Unternehmen sieht Schmall hier inzwischen gut aufgestellt. "Volkswagen DE0007664039 hat sich bereits stark verändert. Bei den Schlüsseltechnologien der E-Mobilität sind wir gut unterwegs." Und mit den in den vergangenen Jahren aufgelegten Effizienzprogrammen sei der Konzern "heute robuster, handlungsfähiger und besser aufgestellt".

Zugleich bekenne sich das Unternehmen zum Standort Deutschland. "Wir stehen als Volkswagen für Wertschöpfung in Deutschland", betont Schmall. "Wir wollen hier weiter industrialisieren. Aber dafür müssen wir jetzt die Bedingungen schaffen, um es auch wirtschaftlich darstellen zu können."

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 0,00
Hebel: 19
mit starkem Hebel
Ask: 1,90
Hebel: 4
mit kleinem Hebel
Smartbroker
Morgan Stanley
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: MN51ND MM4WN6. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer