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WDH/ROUNDUP/Aktien New York

Erholung stockt - Nasdaq rutscht deutlich ins Minus 09.06.2026, 17:27 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Dow Jones 50.817,98 PKT -0,01 % Ariva Indikation
US Tech 100 28.934,73 PKT -1,66 % Ariva Indikation
S&P 500 7.365,89 PKT -0,60 % Ariva Indikation

(Redigierfehler im 2. Satz behoben)

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Aktienmärkte haben am Dienstag nach einem freundlichen Start deutlich an Schwung verloren. Insbesondere die Erholung an der Technologiebörse Nasdaq geriet ins Stocken. Der Auswahlindex Nasdaq 100 US6311011026 gab seine Gewinne ab und büßte zuletzt 0,79 Prozent auf 29.182 Punkte ein. Hier stach hauptsächlich die erneute Schwäche in der am Vortag deutlich erholten Halbleiterbranche ins Auge.

Das Börsenbarometer war am Freitag angesichts wachsender Zinsängste nach einem soliden US-Arbeitsmarktbericht abgesackt, hatte aber schon am Montag wieder Boden gutgemacht. "Die Stimmung im Technologiesektor ist nervös, aber weiter optimistisch", schrieb Chef-Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets am Dienstag noch vor Handelsbeginn.

Der marktbreite S&P US78378X1072 verlor zuletzt 0,22 Prozent auf 7.389 Punkte. Am besten hielt sich der Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048, der ein Plus von 0,30 Prozent auf 50.940 Punkte behauptete. Er hatte vor dem Wochenende zunächst noch ein Rekordhoch erreicht, war dann aber unter Druck geraten und hatte zuletzt geschwächelt.

Die zwar prekäre, aber einigermaßen stabile Lage im Iran-Krieg erwies sich als anhaltende Kursstütze zumindest für die Standardwerte. Nach einer Eskalation im Konflikt zwischen dem Iran und Israel stellten die Erzfeinde ihre wechselseitigen Angriffe vorerst wieder ein. Beide Seiten warnten jedoch vor noch härteren Kämpfen im Fall von Verstößen gegen ihre jeweiligen Bedingungen. Die ersten gegenseitigen Angriffe seit zwei Monaten drohten US-Präsident Donald Trumps Bemühungen zur Beendigung des Iran-Kriegs zu untergraben. Am Ölmarkt gaben die Notierungen nach.

Der am Freitag anstehende Rekord-Börsengang der Weltraumfirma SpaceX US84615Q1031 wirft derweil seine Schatten voraus. Aus Sicht von Consorsbank-Chefmarktanalyst Jochen Stanzl dürfte dieser ebenso wie die Kapitalerhöhung von Google-Mutter US02079K1079 Alphabet US02079K3059 und Gerüchte über eine Kapitalerhöhung bei Meta US30303M1027 die KI-Rally auf die Probe stellen. "Es bleibt zu beobachten, ob durch das enorme zusätzliche Aktienangebot eine Sättigung der Nachfrage eintreten wird", schrieb Stanzl. Die Unsicherheit darüber sorge für eine höhere Volatilität, die wohl anhalten werde.

Neben SpaceX drängen auch KI-Unternehmen an die Börse. Nach Anthropic hat ChatGPT-Erfinder OpenAI eine Aktienplatzierung beantragt. Ähnlich wie beim Rivalen bleiben Details aber zunächst unter Verschluss. OpenAI betonte zudem, dass es bis zu dem Börsengang noch dauern könne. Mit Blick auf milliardenschwere Investitionen in KI-Rechenzentren wachsen Zweifel, ob dieses Geld letztlich verdient werden kann. Daher gelten die Börsengänge als Test für die Bereitschaft der Anleger, weiter in die KI-Branche zu investieren.

Im Halbleitersektor stachen insbesondere die Verluste der zuletzt besonders gut gelaufenen Aktien ins Auge. So büßten Marvell Technology US5738741041 als Nasdaq-100-Schlusslicht 8 Prozent ein. Für Arm Holdings US0420682058 und Qualcomm US7475251036 ging es fast ebenso deutlich bergab. Die Branchenriesen Micron US5951121038, Intel US4581401001 und Nvidia US67066G1040 mussten Kursverluste von bis zu 2 Prozent verkraften.

Für die Aktien von Applied Digital US0381692070 ging es indes um 2,6 Prozent hoch. Das Neocloud-Unternehmen vermeldete einen Mindestabnahme-Vertrag mit einem KI-Hyperscaler aus den USA.

Die Aktien von Nuvalent US6707031075 schnellten um 39 Prozent auf knapp 123 Dollar nach oben. Der britische Pharmakonzern GSK GB0009252882 will das US-Biotech-Unternehmen für rund 10,6 Milliarden beziehungsweise 124 Dollar je Aktie übernehmen und damit sein Krebsgeschäft ausbauen.

Vail Resorts US91879Q1094 büßten nach der Erholung der vergangenen Wochen 5,5 Prozent ein. Der Betreiber von Skigebieten kappte seine Gewinnprognose für das laufende Jahr wegen schwieriger Wetterbedingungen im Westen der USA.

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