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Weniger Tempo bei KI

Von der Leyen stellt sich gegen Trump 16.09.2026, 11:35 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen stellt sich bei der Diskussion um die Entwicklung Künstlicher Intelligenz gegen US-Präsident Donald Trump. In ihrer Rede zur Lage der Union in Straßburg betonte die Politikerin die Risiken von fortschrittlichen KI-Modellen und kündigte an, die wichtigsten Labore zu einer Diskussion darüber einzuladen, wie Europa die Industrie dabei unterstützen könne, bei der Entwicklung einen Gang zurückzuschalten. Trump hatte die Gefahren zuvor heruntergespielt und geschrieben, dass derzeit eine "kranke Verschwörung" gegen KI im Gange sei.

Zuletzt hatten die führenden Köpfe der Branche vor der Technologie gewarnt: Anthropic-Chef Dario Amodei forderte eine Verlangsamung des Tempos der Entwicklungen. Er sei besorgt, dass ein KI-Schwarm in der Lage sein könnte, das gesamte Internet zu übernehmen und potenziell Hunderte Milliarden Dollar Schaden zu verursachen. Von der Leyen sagte nun: "Wenn die Entwickler der Technologie sich so klar äußern, dann sollten wir das auch."

Zusammenarbeit mit anderen Ländern geplant

Ohne sich mit den Risiken auseinanderzusetzen, werde man niemals in der Lage sein, die Möglichkeiten der KI freizusetzen, betonte die Kommissionschefin. Dabei geht es um die sogenannten Frontier-Modelle, die sich an der "Grenze" des aktuell technisch Machbaren befinden. Sie entwickeln sich nicht mehr allein durch Programmierung weiter, sondern auch eigenständig durch Training. Die Kommissionschefin kündigte an, mit gleichgesinnten Partnern wie Kanada und dem Vereinigten Königreich in Bereichen wie Modellbewertung, Verifizierung, Frühwarnung und KI-Sicherheit zusammenzuarbeiten.

Die EU-Kommission werde außerdem Ideen dafür vorlegen, wie die europäische Rechenkapazität gesteigert werden könne. Es sollen neue Wege entwickelt werden, um öffentliche und private Mittel in vielversprechende Unternehmen zu investieren, so von der Leyen.

EU-Kommission plant große KI-Initiativen für Industrie

Im November will die Präsidentin darüber hinaus bedeutende Initiativen für die Nutzung von Künstlicher Intelligenz in Schlüsselbranchen präsentieren. Das größte Potenzial habe industrielle KI bei Gesundheit, Verkehr, Landwirtschaft und Lebensmitteln, moderner Produktion sowie Verteidigung und Weltraum, sagte von der Leyen.

"Wir wollen, dass die KI einen Mehrwert schafft", so die deutsche Politikerin. Dies solle auf verantwortungsvolle Weise, zu niedrigeren Kosten und mit geringerem Energieverbrauch geschehen. "Aber vor allem wollen wir eine KI, bei der der Mensch das Heft in der Hand behält", sagte von der Leyen. KI solle unterstützen, nicht Menschen ersetzen.

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