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Dax flirtet mit Rekordhoch 15.08.2025, 15:07 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der jüngsten Erholung des Dax steuert der deutsche Leitindex in der neuen Börsenwoche auf ein weiteres Rekordhoch zu. Die bisherige Bestmarke bei 24.639 Punkten hält seit Anfang Juli und liegt in Schlagdistanz. Die weitere Richtung des Dax dürfte auch vom Gipfeltreffen des US-Präsidenten Donald Trump mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin an diesem Freitag zum Thema Ukraine abhängen.

Trump will den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine so rasch wie möglich beenden und fordert eine Waffenruhe. Unklar ist weiterhin, ob Putin zu einem Waffenstillstand und perspektivisch zu einem Frieden bereit ist und zu welchen Bedingungen. Bislang hatte Russland stets deutlich gemacht, dass es die annektierten ukrainischen Gebiete nicht hergibt. Insofern könnte sich das Treffen als reine PR-Aktion herausstellen oder aber den Auftakt zum Ende des Krieges in der Ukraine einläuten.

"Auch wenn wir keine entscheidenden belastbaren Ergebnisse erwarten, dürfte es zumindest Erkenntnisse über die Richtung weiterer Gespräche geben. Hier ist zunächst - je nach Ausgang - mit reflexartigen Bewegungen am Aktienmarkt zu rechnen", glaubt Finanzanalyst Martin Hartmann von der Commerzbank. Nachhaltige Bewegungen dürften sich erst bei konkreten Vereinbarungen abzeichnen.

"Die Märkte gehen ohnehin wohl mit gemischten Gefühlen in die nächste Woche. Unsicherheit besteht nämlich weiterhin in Sachen Zollpolitik", ergänzte Hartmann. Zwar seien die US-Zölle auf chinesische Güter noch einmal für 90 Tage ausgesetzt worden, der Ausgang der Verhandlungen bleibe aber höchst ungewiss. Zudem stünden Zölle für die Schweiz in Höhe von 39 Prozent im Raum. Ferner sei noch unklar, welche Zölle auf Produkte aus der Pharmabranche erhoben werden.

Unterdessen flaut der Rückenwind von Quartalszahlen der Unternehmen in der neuen Woche deutlich ab. Die Experten der Landesbank Baden-Württemberg zeichneten ein gemischtes Bild von der Berichtssaison. Zwar sei es den Unternehmen häufig gelungen, die Durchschnittsprognosen der Analysten zu übertreffen. Betrachte man jedoch die Kombination aus Umsätzen, Roherträgen, Margen und Jahresausblicken, ergebe sich ein deutlich differenzierteres Bild.

Nachdem bereits alle 40 Dax-Konzerne über ihre Geschäftsentwicklung berichtet haben, stehen in der neuen Woche nur noch die Resultate einiger Unternehmen aus der zweiten und dritten Reihe auf der Agenda. So berichten am Dienstag das Diagnostik-Unternehmen Stratec und der Agrarkonzern Baywa über ihre Zahlen. Am Donnerstag informiert der Ticketvermarkter und Konzertveranstalter CTS Eventim über seine Performance im ersten Halbjahr.

Die Aufmerksamkeit der Anleger dürfte sich in der neuen Woche auch wieder auf die US-Geldpolitik richten. "Die jüngsten Verbraucherpreisdaten verstärken die Erwartungen, dass die US-Notenbank Fed bei ihrer nächsten Sitzung den Leitzins senken wird, wobei sogar ein großer Zinsschritt von einem halben Prozentpunkt für möglich gehalten wird", erklärte Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank. Allerdings sorgte der deutlich stärker als erwartete Anstieg der US-Erzeugerpreise bei vielen Investoren zuletzt wieder für nachlassenden Zinsoptimismus.

Dessen ungeachtet nimmt die politische Einflussnahme auf die Fed weiter zu. So forderte US-Finanzminister Scott Bessent jüngst eine Zinssenkung um 0,5 Punkte im September und sprach von einem Zinssenkungszyklus von mindestens 1,5 Prozentpunkten. Sollte sich auch US-Notenbankchef Jerome Powell mit einer lockereren Geldpolitik anfreunden, könnte dies ein Hauptthema auf dem am kommenden Freitag beginnenden Notenbanker-Treffen in Jackson Hole (US-Bundesstaat Wyoming) werden.

Weitere Aufschlüsse über den Fahrplan der Fed könnte die Veröffentlichung des Protokolls der letzten Fed-Sitzung am Mittwoch geben. Am Donnerstag stehen die August-Einkaufsmanagerindizes für Deutschland und den Euroraum an. Am Freitag folgen detailliertere Daten zur Entwicklung des deutschen Bruttoinlandsprodukts im zweiten Quartal./edh/la/jha/

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

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