Unsere letzte Kommentierung zu den drei heutigen Protagonisten Nvidia, AMD und Intel überschrieben wir am 16.09. mit „Trauerspiel setzt sich fort. Weitere Kursdebakel möglich.“. Zu den zuletzt befürchteten Kursdebakel kam es nicht; noch nicht, denn die Fortsetzung der Korrektur ist als mögliches Szenario weiterhin im Spiel.

Gestern (21.09.) gab die US-Notenbank ihre Leitzinsentscheidung bekannt. Der Zinsschritt in Höhe von 75 Basispunkten wurde mehrheitlich erwartet. Dennoch reagierten die US-Aktien und hier vor allem die Technologiewerte mit zum Teil deutlichen Abschlägen. Bleiben wir zunächst bei AMD.

Advanced Micro Devices (AMD) – Juli-Tief im Visier

Advanced Micro Devices (WKN: 863186 | ISIN: US0079031078 | Ticker-Symbol: AMD) musste zuletzt den Bruch der eminent wichtigen Unterstützung von 80 US-Dollar hinnehmen. Von diesem Rückschlag hat sich die Aktie bislang nicht erholen können.

Advanced Micro Devices

Der Bruch der 80 US-Dollar eröffnet AMD nun weiteres Potential auf der Unterseite. Ein Anlaufen des Juni-Tiefs, das damals im Bereich von 71,6+ US-Dollar markiert wurde, scheint unausweichlich. Sollte es für AMD darunter gehen, ist Obacht geboten. In diesem Fall würde eine Neubewertung der Lage notwendig werden. Hingegen gilt: Ein Comeback der AMD-Aktie oberhalb von 80 US-Dollar würde das Chartbild entspannen. Die Aktie des Mitbewerbers Nvidia befindet sich in einer sogar noch bedrohlicher wirkenden Lage.

Nvidia – Abwärtsrisiken bestehen weiterhin

Nvidia (WKN: 918422 | ISIN: US67066G1040 | Ticker-Symbol: NVD) hängt aus charttechnischer Sicht der Bruch der Unterstützung bei 140,5+ US-Dollar (markantes Juli-Tief)  noch nach.

NVIDIA

Das daraus resultierende Verkaufssignal entfaltete seine Wirkung. Bis auf knapp 125 US-Dollar dehnte Nvidia die Abwärtsbewegung aus. In diesem Bereich setzten erste Stabilisierungsversuche ein, die bislang aber noch mit Vorsicht zu genießen sind. Erst, wenn etwaige Vorstöße auf der Oberseite Nvidia zurück über die 140,5 US-Dollar – idealerweise über die 153 US-Dollar – führen würden, würde sich das Chartbild aufhellen. In der aktuellen Konstellation droht Nvidia unverändert ein Test des März-Tiefs bei 115+ US-Dollar.

Intel – Schwierige Wochen voraus.

Hinter der Intel-Aktie (WKN: 855681 | ISIN: US4581401001 | Ticker-Symbol: INL) liegen bereits schwierige Handelswochen und der Blick auf den Chart offenbart, dass die nächsten Handelswochen wohl nicht leichter werden dürften.

Intel

Aus charttechnischer Sicht manifestierte sich zuletzt der Bruch der wichtigen Marke von 30 US-Dollar. Das daraus resultierende Verkaufssignal wirkt noch immer. Bislang scheiterten Versuche der Intel-Aktie, dieses zu neutralisieren. Hierzu bedarf es eines signifikanten Vorstoßes über die 30 US-Dollar. Aktuell versucht sich Intel an einer Stabilisierung im Bereich von 28+ US-Dollar. Sollte dieses Unterfangen misslingen, könnte es zu einer weiteren Ausdehnung der Bewegung in Richtung 27 US-Dollar / 26 US-Dollar kommen.

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Allianz – Aktie mit Drahtseilakt. Münchener Rück – Das darf jetzt nicht passieren!

Der Dax sieht sich im heutigen Mittwochshandel (21.09.) einer prekären, um nicht zu sagen brenzligen Gemengelage ausgesetzt. Die Leitzinsentscheidung der US-Notenbank steht im weiteren Tagesverlauf an. Doch nicht nur die Leitzinsentscheidung als solches dürfte im Fokus stehen. Vielmehr dürften die Marktakteure auch gebannt auf die (aktualisierten) Projektionen / Prognosen der Fed hinsichtlich des Wirtschaftswachstums, der Inflation etc. für die nächsten zwei Jahre blicken.

Zusätzlich zum Fed-Termin ordnen die Aktienmärkte gegenwärtig die geopolitische Lage (neu) ein, die sich mit der Ausrufung der Teilmobilmachung in Russland ergibt. Der Dax lief in einer ersten Reaktion auf die neue Gemengelage bedrohlich dicht an die wichtige Unterstützungszone 12.500 Punkten / 12.400 Punkten heran. Diese sollte der Index tunlichst nicht unterschreiten. Anderenfalls müsste die Lage neu bewertet werden.

Auch unsere beiden heutigen Protagonisten Münchener Rück (Munich Re) und Allianz laufen gegenwärtig wichtige Unterstützungen an. Bleiben wir gleich bei der Allianz. weiterlesen

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