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Scherzer & Co. AG (von GSC Research GmbH): Kaufen 13.05.2026, 16:06 Uhr von EQS Research Jetzt kommentieren: 0

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Original-Research: Scherzer & Co. AG - von GSC Research GmbH

13.05.2026 / 16:06 CET/CEST
Veröffentlichung einer Research, übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group.
Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw. Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.


Einstufung von GSC Research GmbH zu Scherzer & Co. AG

Unternehmen: Scherzer & Co. AG
ISIN: DE0006942808
 
Anlass der Studie: Geschäftszahlen 2025
Empfehlung: Kaufen
seit: 13.05.2026
Kursziel: 3,50 Euro
Kursziel auf Sicht von: 12 Monaten
Letzte Ratingänderung: 15.09.2021, vormals Halten
Analyst: Jens Nielsen

2025 mit deutlichem Gewinn abgeschlossen

Für das Geschäftsjahr 2025 konnte die Scherzer & Co. AG einen deutlichen Gewinn ausweisen. Dabei resultierte die erfreuliche Entwicklung daraus, dass sich die trotz temporärer Rückschläge insgesamt starke Performance der Aktienmärkte in hohen Zuschreibungen und deutlich unterdurchschnittlichen Abschreibungen auf die gehaltenen Wertpapierbestände niederschlug. Erträge aus Beteiligungen an Unternehmen in Sondersituationen wie angekündigte oder laufende Strukturmaßnahmen sowie aus Nachbesserungen spielten hingegen im vergangenen Jahr keine Rolle.

Dass der von Scherzer verfolgte Ansatz von Investitionen in (potenzielle) Abfindungswerte zunächst meist einen langen Atem erfordert, dann aber auch unter Umständen beträchtliche Gewinne abwerfen kann, zeigt sich jedoch aktuell wieder einmal: So können die Kölner im Zuge des kürzlich nach über 12 Jahren Verfahrensdauer endlich abgeschlossenen Spruchverfahrens zum Squeeze-out bei der Generali Deutschland Holding AG nun Ergebnisbeiträge von rund 3,3 Mio. Euro vereinnahmen. Damit verbunden ist auch ein positiver Effekt auf den NAV (Net Asset Value – innerer Wert) in Höhe von circa 0,10 Euro je Aktie.

Auch in drei weiteren Spruchverfahren, wo Scherzer über erhebliche Nachbesserungsrechte verfügt, wurde die Barabfindung 2024 bzw. 2025 – wie auch 2022 bei Generali – erstinstanzlich nennenswert angehoben, woraus bei einer Bestätigung in zweiter Instanz ebenfalls signifikante Ergebnisbeiträge resultieren würden: Audi (Squeeze-out 2020, Andienungsvolumen 16,9 Mio. Euro, potenzielle Nachbesserung ca. 2,2 Mio. Euro plus Zinsen), MAN (Squeeze-out 2021, Andienungsvolumen 14,0 Mio. Euro, potenzielle Nachbesserung ca. 1,8 Mio. Euro plus Zinsen) und Bank Austria Creditanstalt (Squeeze-out 2008, Andienungsvolumen 9,4 Mio. Euro, potenzielle Nachbesserung ca. 1,8 Mio. Euro plus Zinsen). In Summe entspräche dies nach unserer Berechnung 0,22 Euro zuzüglich Zinsen je im Umlauf befindlicher Scherzer-Aktie.

Darüber hinaus wurde auch im Rahmen des im Dezember abgehaltenen Kapitalmarkttages wieder einmal deutlich, welche teils erheblichen Wertsteigerungspotenziale insgesamt im Scherzer-Portfolio schlummern. Insbesondere bei den Schwergewichten Rocket Internet und DATA MODUL erwarten die Investmentspezialisten in der näheren Zukunft spannende Entwicklungen.

Dabei hat das breit in der Small- und Mid-Cap-Szene vernetzte Team, dessen Vorstand direkt und indirekt mit rund 1,3 Millionen Scherzer-Aktien entsprechend etwa 4,8 Prozent des Grundkapitals hinter der Gesellschaft steht, in der Vergangenheit immer wieder seinen guten Riecher vor allem auch im Bereich der Sondersituationen bewiesen.

Als positiv erachten wir zudem auch das kürzlich abgeschlossene Aktienrückkaufprogramm. In diesem Rahmen hat Scherzer insgesamt 746.873 eigene Anteilsscheine zu einem Durchschnittskurs von 2,43 Euro und damit gut 1 Euro unter dem zum 30. April 2026 gemeldeten NAV der Aktie von 3,45 Euro erworben. Dies bewerten wir auch im Sinne der Anteilseigner als ein sehr gutes Geschäft, da hieraus entsprechende positive Effekte auf den inneren Wert der im Umlauf verbleibenden Aktien resultieren.

Nachdem der NAV des Scherzer-Papiers im vergangenen Jahr um 12,3 Prozent von 3,02 auf 3,39 Euro gestiegen ist, kletterte er in den ersten vier Monaten 2026 weiter leicht um 1,8 Prozent auf die genannten 3,45 Euro. Zwar legte der Aktienkurs in diesem Zeitraum überproportional um 7,4 Prozent auf 2,60 Euro zu. Dabei belief sich der bereits seit Jahren sehr hohe Kursabschlag auf den inneren Wert aber immer noch auf stattliche 24,6 Prozent. Diese massive Unterbewertung ist für uns nicht nachvollziehbar.

In Anlehnung an den zuletzt publizierten inneren Wert von 3,45 Euro sowie unter Berücksichtigung des avisierten positiven NAV-Effekts von circa 0,10 Euro aus dem abgeschlossenen Generali-Spruchverfahren erhöhen wir unser Kursziel für die Scherzer-Aktie auf 3,50 Euro. Auf dieser Basis weist das Papier derzeit ein Upside-Potenzial von knapp einem Drittel auf.

Hinzu kommen noch die – jeweils nicht in die NAV-Berechnung einfließenden – Ertragschancen aus den verbleibenden Nachbesserungsrechten, die sich aktuell auf 123,7 Mio. Euro entsprechend 4,68 Euro je Aktie im Umlauf stellen dürften, sowie den PEAQ-Token, die gemäß den bestehenden Lock-Up- und Vesting-Vereinbarungen seit August 2025 sukzessive veräußert werden können.

Insgesamt bekräftigen wir daher erneut unsere „Kaufen“-Empfehlung für den Anteilsschein der Kölner Beteiligungsgesellschaft mit ihrer opportunistischen Anlagestrategie mit einem Mix aus chancen- und sicherheitsorientierten Investments. Als attraktiv erachten wir die Aktie dabei unverändert insbesondere für mittel- bis längerfristig orientierte Anleger und Investoren mit Interesse an Nachbesserungsthemen, die derartige Engagements nicht selbst eingehen können oder wollen.

Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden: 2026-05-13_Scherzer
Die Analyse oder weiterführende Informationen zu dieser können Sie hier downloaden: https://gsc-research.de

Kontakt für Rückfragen:
GSC Research GmbH
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D-40237 Düsseldorf

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E-Mail: info@gsc-research.de
Internet: www.gsc-research.de


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