Kann die BASF-Aktie wieder alte Höchstkurse erreichen? 25.05.2023, 08:05 Uhr von Aktienwelt360

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
BASF 53,01 EUR +0,89 % Lang & Schwarz

Kann die BASF-Aktie (WKN: BASF11) wieder alte Höchststände erreichen? Das ist eine Frage, die wahrscheinlich viele Anleger beschäftigt – insbesondere jene, die die Aktie selbst besitzen.

Blickt man auf die alten Höchststände aus dem Jahr 2017/2018 von fast 100 Euro, so ergibt sich – gemessen am aktuellen Aktienkurs von weniger als 50 Euro – ein Potenzial von mehr als 100 %.

Widmen wir uns heute einmal der oben beschriebenen Eingangsfrage, ob die BASF-Aktie Erholungspotenzial besitzt. Als Erstes sollten wir diesbezüglich einen Blick auf das letzte Zahlenwerk werfen.

Und hier gab es im ersten Quartal 2023 vorerst Ernüchterung: Die Umsätze fielen um 13,4 % auf 20 Mrd. Euro, das bereinigte EBIT sank dabei um fast ein Drittel auf 1,9 Mrd. Euro.

In Summe war das Management jedoch zufrieden mit der Entwicklung. Schließlich befindet man sich in einem stagnierenden Umfeld und es belasten hohe Energiekosten.

Ausblick für 2023 sieht verhalten aus

Spannend wird es beim Ausblick für 2023: Dieser sieht einen Umsatz zwischen 84 und 87 Mrd. Euro bei einem bereinigten EBIT zwischen 4,8 und 5,4 Mrd. Euro vor.

Im Verhältnis zum Vorjahr entspricht die Entwicklung zwar einem negativen Wachstum. Beispielsweise wurde im Vorjahr ein Umsatz von 87,3 Mrd. Euro bei einem EBIT vor Sondereinflüssen von 6,9 Mrd. Euro erreicht. Das Geschäftsjahr 2022 zeichnete sich jedoch durch außerordentlich hohe Energiepreise aus, die zu einer ebenfalls hohen Umsatzbasis führten.

Betrachtet man die Kennzahlen aus dem Jahr 2017, in dem die BASF-Aktie zuletzt ein neues Allzeithoch erlangte, so wurde hier ein Umsatz von knapp 61 Mrd. Euro bei einem EBIT vor Sondereinflüssen von 6,3 Mrd. Euro erreicht. Das Nettoergebnis lag damals bei rund 6 Mrd. Euro. Zum Vergleich: Im Geschäftsjahr 2022 wurde aufgrund der Abschreibungen russischer Geschäftsaktivitäten ein Verlust von 627 Mio. Euro ausgewiesen.

BASF-Aktie: Distanz zum Allzeithoch gerechtfertigt

Die Werte zeigen, dass ein Abschlag durchaus gerechtfertigt sein kann. Jedoch wird an der Börse auch die Zukunft gehandelt. Und diesbezüglich muss man eingestehen, dass es durchaus möglich ist, wieder an das alte hohe Ertragsniveau anzuschließen. Allein der neue Verbundstandort in China sollte für zusätzliche Milliardenumsätze stehen.

Das Hauptproblem der Ludwigshafener scheint derzeit wohl tendenziell die fragile Konjunktur zu sein. Insbesondere die Automobilindustrie ist ein wesentlicher Treiber für die Umsätze und Erträge.

Hohe Energiepreise belasten

Aber auch der Energiemarkt selbst besitzt einen nennenswerten Einfluss auf die Ertragssituation, denn hohe Gaspreise stellen für einen Konzern mit einem großen Produktionsstandort in Europa eine wesentliche Herausforderung dar. Hier gab es zuletzt jedoch einige Zeichen der Entspannung zu vernehmen, was sich positiv auf das zukünftige Zahlenwerk bzw. die Prognose auswirken könnte.

Bewertung der BASF-Aktie ist günstig

Es bleibt zuletzt der Blick auf die aktuelle Bewertung. Momentan wird der weltweit führende Chemiekonzern mit einem erwarteten KGV von 10,6 gehandelt, was deutlich weniger ist als der Durchschnitt der letzten fünf Jahre von 12,7 (Stand: 24.05.23, Morningstar).

Viele Risiken sind eingepreist

Es werden somit viele Risiken bereits eingepreist. Dabei dürfte weiterhin Rückschlagpotenzial bestehen, sollte sich die Annahme der Märkte bezüglich einer sanften Landung der Wirtschaft nicht bestätigen.

Es bleibt also spannend bei der BASF-Aktie. Insbesondere sollten Investoren den Blick auf die gesamtwirtschaftliche Lage richten, denn der global aufgestellte Chemie-Riese gilt als ein Fieberthermometer der Weltwirtschaft.

Der Artikel Kann die BASF-Aktie wieder alte Höchstkurse erreichen? ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.

15 Bilanzkennzahlen, die dich zu einem besseren Anleger machen

Hohe Inflation, drohende Rezession, wackelnde Banken: Die Liste der Bedrohungen für den Aktienmarkt ist lang. In unsicheren Zeiten wie diesen ist es besonders wichtig, Aktien finanziell gesunder Unternehmen zu halten.

Das nötige Grundwissen und das passende Handwerkszeug erhältst du in unserem exklusiven und kostenlosen Sonderbericht „15 Bilanzkennzahlen, die dich zu einem besseren Anleger machen”.

Klicke hier, um diesen Bericht jetzt gratis herunterzuladen.

Frank Seehawer besitzt Aktien von BASF. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.

Aktienwelt360 2023

Autor: Frank Seehawer, Investmentanalyst


Jetzt den vollständigen Artikel lesen

Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter aufwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 0,31
Hebel: 18
mit starkem Hebel
Ask: 0,94
Hebel: 5
mit kleinem Hebel
Smartbroker
Morgan Stanley
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: MN7K6P MM9A5V. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer