Wer im November 2022 genau 5.000 Euro in Disney (WKN: 855686) investierte, besitzt heute nur 5.460 Euro. Der S&P 500 hätte daraus im selben Zeitraum fast 8.500 Euro gemacht. Diese Lücke von über 3.000 Euro markiert das bittere Ende der zweiten Ära von Bob Iger. Doch ich sehe darin eine große Chance für die nächsten fünf Jahre. Ich kaufe Disney jetzt für 5.000 Euro, weil Josh D’Amaro das Ruder übernimmt. Der neue CEO erhält ein Vergütungspaket von 45 Mio. Dollar. Das ist viel Geld, aber er liefert seit Jahren die stabilsten Ergebnisse im Konzern. Ich setze auf ihn, weil er das Herzstück von Disney versteht: die Themenparks.
D’Amaro leitet seit 2020 die Sparte „Experiences“. Er steigerte den operativen Gewinn dieses Bereichs im letzten Jahr auf 10 Mrd. Dollar. Das entspricht rund 60 % des gesamten Konzernergebnisses von 17,6 Mrd. Dollar. Ich vertraue einem Mann, der das operative Geschäft von der Pike auf gelernt hat.
Die unaufhaltsame Park-Maschine
Die Themenparks sind heute Disneys wichtigste Gelddruckmaschine. Im ersten Quartal 2026 erzielte dieser Bereich einen Rekordumsatz von 10 Mrd. Dollar. Die Besucher in Walt Disney World geben heute 4 % mehr aus als im Vorjahr. Ich erwarte, dass der Gewinn der Parks bis 2028 auf 12,2 Mrd. Dollar klettern wird. Ein Wachstum von 22 % in drei Jahren ist für einen Konzern dieser Größe gewaltig. Ich blicke besonders gespannt auf Yas Island in Abu Dhabi. Dort entsteht derzeit das siebte Disney-Resort der Geschichte. Miral baut und betreibt die Anlage, während Disney für das Design kassiert.
Dieses Modell senkt das finanzielle Risiko für Disney massiv. D’Amaro sagt, dass auf jeden Besucher zehn weitere Menschen kommen, die Disney erleben wollen. Abu Dhabi erschließt diese neue Nachfrage im Nahen Osten. Ich halte diesen strategischen Schritt für ziemlich genial, um globales Wachstum ohne massive eigene Baukosten zu erzielen.
Noch vor drei Jahren verbrannte Disney mit seinen Streaming-Diensten 4 Mrd. Dollar pro Jahr. Heute schreibt die Sparte mit 1,3 Mrd. Dollar schwarze Zahlen. Disney+ zählt mittlerweile 132 Mio. Kernabonnenten. Ich erkenne hier den Beweis, dass Iger die schwerste Arbeit bereits erledigt hat. Der Umsatz im Streaming übertrifft nun erstmals das klassische, sterbende Fernsehen. Mit dem neuen Kurzvideoformat „Verts“ will Disney die Nutzer noch länger auf der Plattform halten. Das senkt womöglich die Kündigungsraten und stabilisiert die Einnahmen.
Die nackte Wahrheit der Bewertung
Disney wird aktuell mit einem Forward-KGV von rund 16 bewertet. Das liegt nur leicht über dem Durchschnitt der Branche. Für ein Unternehmen mit dieser Markenmacht ist das in meinen Augen günstig. Der S&P 500 ist im Schnitt deutlich teurer, bietet aber weniger Substanz. Ich ignoriere die kurzfristige Kritik am schwachen Filmgeschäft. Der Nettogewinn stieg im Geschäftsjahr 2025 um 170 % auf 12,4 Mrd. Dollar an. Das bereinigte Ergebnis je Aktie kletterte um 18 % auf 5,85 Dollar. Das sind Fakten, die Mr. Market noch nicht ausreichend honoriert.
Natürlich läuft nicht alles perfekt im Hause Micky Maus. Das klassische Fernsehen verliert weiter an Boden. Der operative Gewinn im linearen TV brach zuletzt um 21 % ein. Das ist ein strukturelles Problem, das auch ESPN trifft. Disney reagierte Anfang 2026 mit einem NFL-Deal. Die Football-Liga erhielt 10 % an ESPN für geschätzte 2,5 Mrd. Dollar. Das sichert langfristig die weltweit wichtigsten Sportrechte. Dennoch bleibt der Wandel zum reinen Digital-Sportangebot ein riskanter Balanceakt. Zudem dämpfen weniger internationale Besucher in den US-Parks das kurzfristige Wachstum. Ich beobachte diese Entwicklung genau, mache mir aber keine Sorgen. Disney gleicht das durch höhere Ausgaben der inländischen Gäste locker aus. Die Preismacht des Konzerns bleibt ungebrochen.
Mein Plan bis 2031
Ich gebe D’Amaro genau fünf Jahre Zeit für seinen Plan. Wer heute 5.000 Euro investiert, kauft ein Unternehmen im Umbau. Ich erwarte keine Wunder über Nacht. Aber ich erwarte, dass die Magie der Zahlen bis 2031 zurückkehrt.
Geduld ist an der Börse die wertvollste Währung. Disney hat die besten Marken, die profitabelsten Parks und ein gesundes Streaming-Geschäft. Ich bin überzeugt, dass die Aktie ihren Rückstand zum Index bald aufholt. In fünf Jahren möchte ich nicht zu denen gehören, die den Einstieg bei 104 Dollar verpasst haben.
Der Artikel S&P 500 schlägt Disney um 3.000 Euro: Warum ich jetzt trotzdem kaufe ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.
Nur 1.000 Euro im Monat? So sicherst du dir mehr, als die gesetzliche Rente je bieten kann!
Nur 1.000 Euro im Monat trotz jahrzehntelanger Arbeit – das ist alles, was die gesetzliche Rente vielen von uns bieten kann. Die Rentenlücke ist real – und größer, als viele denken. Doch: Es gibt clevere Wege, um vorzubeugen und sie zu schließen.
Unser exklusiver Sonderbericht enthält 10 konkrete Investment-Strategien für Jung und Alt, um mit Aktien, ETFs und Co. gezielt und erfolgreich vorzusorgen – und zeigt dir, warum gerade kleine Beträge über Zeit einen gewaltigen Unterschied machen können.
Lies den Bericht und gehe den ersten Schritt in Richtung finanziell sorgenfreier Ruhestand!
Henning Lindhoff besitzt keine der erwähnten Aktien. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Walt Disney.
Aktienwelt360 2026