ALTIMMUNE INC. DL-,0001 WKN: A2N5Z6 ISIN: US02155H2004 Kürzel: ALT Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion

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Kommentare 11.702
S
Schotten, 28.06.2025 15:37 Uhr
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Würde Altimmune den auch ohne signifikante Fibroseverbesserung eine Zulassung bekommen wenn die Dazen weiter so bleiben?

Nach dem, was ich bisher gelesen habe, ja!
smileAndi
smileAndi, 28.06.2025 15:37 Uhr
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OK-Super. Vielen Dank für die aufschlussreiche Info! Ich dachte rein bezogen auf Placebo, wie kann es sein, dass bei einer Leberfettreduzierung von 16% die Fibrose sich um 26% verbessert und das in diesem kurzen Zeitraum. Natürlich hast Du recht, wenn Du auf die anderen Parameter verweist. Da fehlt mir als Laie der Hintergrund.

kein Problem, Schotten. Es ist doch auch nicht schlimm; man kann doch nicht alles wissen und jeder ist eben auf seinem Gebiet (u.a. beruflich bezogen) ein Experte. Die Daten/Studien und Interpretation sind ja auch komplex und müssen sehr gut betrachtet werden. Genau das ist aber auch das Problem (meine Meinung), warum der Kurs so abgestürzt ist, trotz sehr guter Ergebnisse. Denn Finanzexperten verstehen/sehen und präsentieren solche Daten anders als Wissenschaftler; da entstehen Missverständnisse meiner Meinung nach. schönes Wochenende
smileAndi
smileAndi, 28.06.2025 15:42 Uhr
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Würde Altimmune den auch ohne signifikante Fibroseverbesserung eine Zulassung bekommen wenn die Dazen weiter so bleiben?

Ja, eine Zulassung ist prinzipiell möglich, auch ohne signifikante Fibroseverbesserung – wenn andere Kriterien erfüllt sind. Was verlangt die FDA bei MASH? Die US-Zulassungsbehörde FDA hat 2 primäre Zulassungspfade (Surrogatendpunkte) für MASH-Medikamente: A. MASH-Auflösung ohne Verschlechterung der Fibrose. B. Verbesserung der Fibrose um ≥1 Stufe ohne Verschlechterung der MASH. Ein Medikament muss nur einen der beiden erreichen, nicht beide. Altimmune hat in Phase 2b A erreicht – also MASH-Auflösung ohne Fibroseverschlechterung Das ist ein von der FDA akzeptierter Endpunkt für eine Zulassung. Obwohl Altimmune diesen primären Endpunkt (MASH-Auflösung) in der 2.4 mg Gruppe signifikant erreicht hat, war die Fibroseverbesserung nur bei ~32–34 % vs. 26 % in der Placebogruppe, nicht signifikant. Ja, Altimmune könnte eine Zulassung bekommen, auch ohne signifikante Fibroseverbesserung – wenn die MASH-Auflösung bestehen bleibt und Sicherheit passt. Schaut euch mal die Ergebnisse und Zulassung von Intercept, Madrigal und Akero an. Intercept wurde wegen Safety-Problemen abgelehnt.
smileAndi
smileAndi, 28.06.2025 15:49 Uhr
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Sehr aufschlussreich, allerdings wird es dann ja kein Medikament schaffen eine so deutliche Verbesserung hinzubekommen, auch nicht nach 48 Wochen, da die Lebensstilveränderung ja auch 48 Wochen Zeit hat oder?

Naja, eher nein. Denn einige Medikamente haben bereits signifikante Fibroseverbesserung gezeigt – trotz Placeboeffekten: Resmetirom (Madrigal, 52 Wochen), Efruxifermin (Akero, 48 Wochen, Ph3 läuft noch), Obeticholsäure (Intercept, 72 Wochen, FDA hat abgelehnt wegen Safety Problemen). Ja, Placebo (Lebensstil) hat Einfluss – aber mehrere Medikamente haben gezeigt, dass sie trotzdem signifikant bessere Ergebnisse erzielen können, auch in Bezug auf Fibrose und es ist nicht unmöglich, sondern eher herausfordernd – besonders für Medikamente mit nur moderatem Effekt oder bei kleinen Stichproben.
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Thomas142, 28.06.2025 15:51 Uhr
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Hatte Intercept die Sicherheitsproblem schon in Phase 2? Oder wurden sie erst in 3 abgelehnt?
T
Thomas142, 28.06.2025 15:33 Uhr
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Würde Altimmune den auch ohne signifikante Fibroseverbesserung eine Zulassung bekommen wenn die Dazen weiter so bleiben?
smileAndi
smileAndi, 28.06.2025 15:31 Uhr
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Also bisher bin ich von Pemvidutide sehr überzeugt und behalte meine stocks -denn rein aus wissenschaftlicher Sicht bin ich davon sehr überzeugt (das ist aber nur meine Meinung!). Denn Pemvidutide ist ein dualer GLP 1/Glucagon-Rezeptor-Agonist (1:1) – es aktiviert sowohl den GLP 1-Rezeptor als auch den Glucagon-Rezeptor gleichzeitig. GLP 1 Wirkung: hemmt Appetit, fördert Gewichtsverlust, verbessert Insulinsensitivität. Glucagon-Wirkung: steigert den Energieverbrauch, reduziert Leberfett und wirkt potenziell direkt antifibrotisch. Damit ahmt Pemvidutide gewissermaßen die kombinierten Effekte von Diät und Bewegung nach – effizienter als reine GLP 1-Therapien. USP (Unique Selling Proposition - Alleinstellungsmerkmal) – warum Pemvidutide hervortritt? 1. Dualer Rezeptor-Ansatz statt GLP 1-Monotherapie 2. Preservation der fettfreien Körpermasse (Lean Mass) 3. Keine Dosis-Steigerung (No Titration notwendig) 4. Best-in-class Verträglichkeit & Sicherheit 5. Vielseitiges Indikationsprofil (Entwickelt für MASH, Fettleibigkeit, Alkoholgebrauchsstörung (AUD) und alkoholbedingte Lebererkrankung (ALD) – erweitert die potenzielle Einsatzbasis deutlich). Altimmune bringt mit Pemvidutide einen Mechanismus (GLP 1 + Glucagon) in den Ring, der sich klar von reinen GLP 1- oder GLP 1/GIP-Konkurrenten abhebt. Sprich gezielter Leberfettabbau, Schutz der Muskelmasse, einfache Dosierung, erstklassige Verträglichkeit, breites indikatives Potenzial. Solch ein Profil ist speziell bei MASH/Leberfibrose und begleitender Fettleibigkeit ein starkes Differenzierungsmerkmal – sofern die bereits kommunizierten Vorteile in der späteren Entwicklung bestätigt werden. Novo Nordisk (Semaglutide) und Eli Lilly (Tirzepatide/Mounjaro): starke Gewichtsverluste, aber keine Glucagon-Komponente. Boehringer Ingelheim (Survodutide) hat ebenfalls einen dualen Ansatz GLP 1/Glucagon, aber ist zumindest beim Leberfokus weniger weit in der Entwicklung. Daneben gibt es weitere Ansätze (z. B. Akero, 89bio), aber die meisten zielen nicht simultan auf Gewicht, Leber & Muskelmasse.
T
Thomas142, 28.06.2025 15:30 Uhr
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Sehr aufschlussreich, allerdings wird es dann ja kein Medikament schaffen eine so deutliche Verbesserung hinzubekommen, auch nicht nach 48 Wochen, da die Lebensstilveränderung ja auch 48 Wochen Zeit hat oder?
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Schotten, 28.06.2025 15:26 Uhr
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Die Frage ist absolut berechtigt, Schotten – auf den ersten Blick scheint es widersprüchlich. Gehen wir mal systematisch vor: Was sagen die Studiendaten konkret? Laut den veröffentlichten Phase-2b-Daten von Altimmune (Pemvidutide bei MASH): Placebo – Fibroseverbesserung ca. 26%, Leberfett-reduzierung ca. 16%; Pemvidutide (2.4 mg) – Fibroseverbesserung ca. 32-34%, Leberfett¬reduzierung ca. 58%. Ist das ungewöhnlich? Ja. Aber nicht unbedingt ein Fehler. Es wirkt kontraintuitiv – aber Placeboarme in NASH/MASH-Studien zeigen häufiger solche Effekte, und zwar aus mehreren Gründen: 1. Placeboeffekte und Lebensstiländerungen (Auch Placebopatienten erhalten oft Ernährungs- und Bewegungsberatung; Bereits 5–10 % Gewichtsverlust kann Leberfett UND Fibrose verbessern – auch ohne Wirkstoff; In manchen Studien erreichen erstaunlich viele Placebopatienten diese Schwelle) 2. Fibroseverbesserung ist ein launischer Endpunkt (Die histologische Auswertung basiert auf Biopsien, die: nur einen kleinen Leberbereich erfassen; von der Beurteilung des Pathologen abhängen (Variabilität!); durch Sampling-Fehler verzerrt sein können) 3. Regression zur Mitte (Bei kleinen Stichproben (wie hier) kann es rein statistisch zu „scheinbaren Verbesserungen“ kommen, die nicht durch die Therapie bedingt sind) Warum ist das problematisch für Altimmune? Weil das Ziel nicht nur ist, "besser zu sein als Placebo", sondern "signifikant besser" – d.h. mit statistischer Überlegenheit. Wenn Placebo von Natur aus hohe Verbesserung zeigt (z. B. 26 %), dann wird es schwierig, mit 32–34 % einen statistisch signifikanten Unterschied zu erzielen. Liegt ein Berechnungsfehler vor? Nein, es liegt sehr wahrscheinlich kein Rechenfehler vor, sondern: ein statistisch unerwartetes, aber mögliches Ergebnis in der Placebogruppe, verstärkt durch die geringe Stichprobengröße (die Altimmune-Studie hatte unter 100 Patienten je Arm), sowie durch biologische und methodische Schwankungen bei der Leberbiopsie. Also eher kein Fehler, sondern eher um ein Zusammenspiel von: Biopsie-Variabilität, Lebensstilfaktoren, Kleiner Stichprobe

OK-Super. Vielen Dank für die aufschlussreiche Info! Ich dachte rein bezogen auf Placebo, wie kann es sein, dass bei einer Leberfettreduzierung von 16% die Fibrose sich um 26% verbessert und das in diesem kurzen Zeitraum. Natürlich hast Du recht, wenn Du auf die anderen Parameter verweist. Da fehlt mir als Laie der Hintergrund.
smileAndi
smileAndi, 28.06.2025 15:17 Uhr
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Wie kann es sein, dass Fibrose sich bei Placebopatienten um 26% verbessert, obwohl die Fettleberreduzierung nur 16% beträgt. Nicht-Placebo dagegen 58% Fettleberreduzierung und 30% Fibroseverbesserung. Liegt da ein Berechnungsfehler vor?

Die Frage ist absolut berechtigt, Schotten – auf den ersten Blick scheint es widersprüchlich. Gehen wir mal systematisch vor: Was sagen die Studiendaten konkret? Laut den veröffentlichten Phase-2b-Daten von Altimmune (Pemvidutide bei MASH): Placebo – Fibroseverbesserung ca. 26%, Leberfett-reduzierung ca. 16%; Pemvidutide (2.4 mg) – Fibroseverbesserung ca. 32-34%, Leberfett¬reduzierung ca. 58%. Ist das ungewöhnlich? Ja. Aber nicht unbedingt ein Fehler. Es wirkt kontraintuitiv – aber Placeboarme in NASH/MASH-Studien zeigen häufiger solche Effekte, und zwar aus mehreren Gründen: 1. Placeboeffekte und Lebensstiländerungen (Auch Placebopatienten erhalten oft Ernährungs- und Bewegungsberatung; Bereits 5–10 % Gewichtsverlust kann Leberfett UND Fibrose verbessern – auch ohne Wirkstoff; In manchen Studien erreichen erstaunlich viele Placebopatienten diese Schwelle) 2. Fibroseverbesserung ist ein launischer Endpunkt (Die histologische Auswertung basiert auf Biopsien, die: nur einen kleinen Leberbereich erfassen; von der Beurteilung des Pathologen abhängen (Variabilität!); durch Sampling-Fehler verzerrt sein können) 3. Regression zur Mitte (Bei kleinen Stichproben (wie hier) kann es rein statistisch zu „scheinbaren Verbesserungen“ kommen, die nicht durch die Therapie bedingt sind) Warum ist das problematisch für Altimmune? Weil das Ziel nicht nur ist, "besser zu sein als Placebo", sondern "signifikant besser" – d.h. mit statistischer Überlegenheit. Wenn Placebo von Natur aus hohe Verbesserung zeigt (z. B. 26 %), dann wird es schwierig, mit 32–34 % einen statistisch signifikanten Unterschied zu erzielen. Liegt ein Berechnungsfehler vor? Nein, es liegt sehr wahrscheinlich kein Rechenfehler vor, sondern: ein statistisch unerwartetes, aber mögliches Ergebnis in der Placebogruppe, verstärkt durch die geringe Stichprobengröße (die Altimmune-Studie hatte unter 100 Patienten je Arm), sowie durch biologische und methodische Schwankungen bei der Leberbiopsie. Also eher kein Fehler, sondern eher um ein Zusammenspiel von: Biopsie-Variabilität, Lebensstilfaktoren, Kleiner Stichprobe
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Thomas142, 28.06.2025 15:12 Uhr
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Danke Euch für die Infos, ich bin positiv und werde es bleiben! Selbst wenn das Medikament nicht zugelassen wird, wird Altimmune sich was einfallen lassen um weiter zu existieren.
smileAndi
smileAndi, 28.06.2025 15:07 Uhr
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Moin Thomas. Auch diese Möglichkeit besteht natürlich. Wobei ich dann nicht verstehe, wieso Sie das bei 8.50€ getan haben und nicht eventuell bei viel höherem Preis… Das wird man spätestens ja bei den Q2 Zahlen sehen, ob sie verwässert haben oder nicht.

Hallo zusammen. Ja, Altimmune hat durch frühere Kapitalmaßnahmen wie ATM‑Verkäufe verwässert – aber der massive Kursrückgang dieser Woche basiert vor allem auf enttäuschenden Fibrose-Ergebnissen, nicht auf aktueller Verwässerung - Stattgefunden durch frühere ATM‑Verkäufe (Q4 2024), nicht durch diese Kursbewegung. Meines Wissens nach existiert bis heute (28. Juni 2025) kein Hinweis auf neue Aktienausgaben oder Kapitalerhöhungen im Zusammenhang mit den MASH‑Daten. Die letzte bekannte Maßnahme war eine ATM‑Runde (vermutlich im Q4 2024) über 160 Mio $ . Im Q1 2025 gab es eine Finanzierungslinie über 100 Mio $ mit Hercules Capital, jedoch keine neue Aktienausgabe . Das ist nur was ich finden konnte; korrigiert mich gerne, wenn mir hier Infos fehlen sollten.
S
Schotten, 28.06.2025 15:05 Uhr
1
Finde ich seltsam. Wird auch bei Stocktwits in Frage gestellt.
S
Schotten, 28.06.2025 15:04 Uhr
1
Wie kann es sein, dass Fibrose sich bei Placebopatienten um 26% verbessert, obwohl die Fettleberreduzierung nur 16% beträgt. Nicht-Placebo dagegen 58% Fettleberreduzierung und 30% Fibroseverbesserung. Liegt da ein Berechnungsfehler vor?
E
EmreMor, 28.06.2025 14:53 Uhr
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Wie Kommen dann die Investoren darauf, dass es bei Altimmune anders sein soll als bei Anderen? Kann es nicht auch sein, dass Alt mehr Aktien rausgegeben hat und deswegen der extreme Kurzrückgang kam? (Verwässerung)

Moin Thomas. Auch diese Möglichkeit besteht natürlich. Wobei ich dann nicht verstehe, wieso Sie das bei 8.50€ getan haben und nicht eventuell bei viel höherem Preis… Das wird man spätestens ja bei den Q2 Zahlen sehen, ob sie verwässert haben oder nicht.
T
Thomas142, 28.06.2025 14:25 Uhr
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Wie Kommen dann die Investoren darauf, dass es bei Altimmune anders sein soll als bei Anderen? Kann es nicht auch sein, dass Alt mehr Aktien rausgegeben hat und deswegen der extreme Kurzrückgang kam? (Verwässerung)
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