Critical Infrastructure Technologies WKN: A3D7R8 ISIN: CA2267401081 Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion
Beamer blickte auf das Papier, dann auf den Mann. „Und wo“, fragte Beamer, und seine eigene Stimme kam ihm fremd und staubig vor, „wo stehen diese Masten? Wer kauft sie jetzt, in dieser Minute?“ Der freundliche Herr lachte leise, ein Geräusch wie das Rascheln von trockenem Pergament. „Abnehmer? Käufer? Mein lieber Herr, Sie denken in den Kategorien des gestrigen Tages. Das Zusammenschweißen der Gestelle – das ist eine bloße Formalität, die im fernen Westen Australiens oder in den kanadischen Weiten stattfindet. Oder auch nicht. Das Wesen des Geschäfts liegt nicht im schnöden Tausch von Ware gegen Münze. Das Wesen ist die Meldung über das Geschäft. Wir verkaufen nicht die Masten, wir verkaufen die Erwartung der Masten. Die Lieferungen beginnen sofort, man muss nur fest genug daran glauben. Es ist eine neue Ära!“ Er sprach mit so warmen, betörenden Worten, sprach von „souveränen Kapazitäten“ und „resilienten Missionsumgebungen“, dass Beamer das Gefühl überkam, er würde dem Mann Unrecht tun, wenn er zweifelte. Es war, als würde der Herr an der Tür eine metaphysische Wahrheit verkünden, die über den profanen Dingen wie Fabrikhallen, Schweißgeräten oder echten Verträgen stand. In der Welt dieses Mannes existierte das Geschäft als reiner, unbefleckter Geist – ein Geschäft ohne das lästige Wesen eines tatsächlichen Geschäftsmodells. Ein wunderbares Gebilde aus Luft, kanadischen Registrierungsnummern und dem Versprechen, dass irgendwo ein gigantischer Apparat für einen lief, den man selbst nie zu Gesicht bekommen würde. Vom Gefühl einer unerklärlichen Schuld getrieben – der Schuld, die das bloße Dasein vor einer so großartigen Verheißung empfindet –, griff Beamer in seine Manteltasche. Er holte die zweihundert Scheine zu je einhundert Euro heraus. Es war sein gesamtes Erspartes, die glatten, kühlen 20.000 €, die er für unvorhergesehene Notfälle aufbewahrt hatte. Er drückte das Geld dem Besucher in die Hand. Die Scheine verschwanden mit einer unheimlichen Geschwindigkeit in den weiten Taschen des grauen Gehrocks, als hätten sie dort ihren natürlichen, endgültigen Bestimmungsort gefunden. „In der Hoffnung, dass alles gut wird“, murmelte Beamer und suchte im Gesicht des Fremden nach einer Bestätigung, nach einem Funken von realer Partnerschaft. Der Herr lächelte, strich das blaue Papier mit den Goldlettern glatt, ließ es auf dem Dielentisch liegen und sagte: „Sie haben den Sprung auf ein neues Level geschafft. Er machte eine kurze, militärisch anmutende Kehrtwendung, öffnete die Haustür und trat hinaus in den herbstlichen Nebel. Die Tür fiel hinter ihm ins Schloss, ohne dass die Klinke ein Geräusch von sich gab. Beamer stand noch lange im dunklen Flur. Am nächsten Tag, und auch an allen darauffolgenden Tagen, Wochen und Monaten blickte er aus dem Fenster. Den freundlichen Besucher sah er nie wieder. Auf dem Dielentisch lag nur noch das bläuliche Papier, das im Laufe der Wochen verblich, bis die goldenen Lettern nicht mehr lesbar waren und nur ein nasser, grauer Fleck zurückblieb, der nach absolut nichts schmeckte oder roch. Beamer verstand erst spät, dass er nicht in ein Unternehmen investiert hatte, sondern in das endlose, bürokratische Nichts einer Illusion, die im fernen Kanada als Aktie registriert war, um im Nebel zu verschwinden. Klasse, oder? Das ist natürlich nur eine erfundene Geschichte, eine Ähnlichkeit mit irgendwelchen Personen ist rein zufällig.
Beamer blickte auf das Papier, dann auf den Mann. „Und wo“, fragte Beamer, und seine eigene Stimme kam ihm fremd und staubig vor, „wo stehen diese Masten? Wer kauft sie jetzt, in dieser Minute?“ Der freundliche Herr lachte leise, ein Geräusch wie das Rascheln von trockenem Pergament. „Abnehmer? Käufer? Mein lieber Herr, Sie denken in den Kategorien des gestrigen Tages. Das Zusammenschweißen der Gestelle – das ist eine bloße Formalität, die im fernen Westen Australiens oder in den kanadischen Weiten stattfindet. Oder auch nicht. Das Wesen des Geschäfts liegt nicht im schnöden Tausch von Ware gegen Münze. Das Wesen ist die Meldung über das Geschäft. Wir verkaufen nicht die Masten, wir verkaufen die Erwartung der Masten. Die Lieferungen beginnen sofort, man muss nur fest genug daran glauben. Es ist eine neue Ära!“ Er sprach mit so warmen, betörenden Worten, sprach von „souveränen Kapazitäten“ und „resilienten Missionsumgebungen“, dass Beamer das Gefühl überkam, er würde dem Mann Unrecht tun, wenn er zweifelte. Es war, als würde der Herr an der Tür eine metaphysische Wahrheit verkünden, die über den profanen Dingen wie Fabrikhallen, Schweißgeräten oder echten Verträgen stand. In der Welt dieses Mannes existierte das Geschäft als reiner, unbefleckter Geist – ein Geschäft ohne das lästige Wesen eines tatsächlichen Geschäftsmodells. Ein wunderbares Gebilde aus Luft, kanadischen Registrierungsnummern und dem Versprechen, dass irgendwo ein gigantischer Apparat für einen lief, den man selbst nie zu Gesicht bekommen würde. Vom Gefühl einer unerklärlichen Schuld getrieben – der Schuld, die das bloße Dasein vor einer so großartigen Verheißung empfindet –, griff Beamer in seine Manteltasche. Er holte die zweihundert Scheine zu je einhundert Euro heraus. Es war sein gesamtes Erspartes, die glatten, kühlen 20.000 €, die er für unvorhergesehene Notfälle aufbewahrt hatte. Er drückte das Geld dem Besucher in die Hand. Die Scheine verschwanden mit einer unheimlichen Geschwindigkeit in den weiten Taschen des grauen Gehrocks, als hätten sie dort ihren natürlichen, endgültigen Bestimmungsort gefunden. „In der Hoffnung, dass alles gut wird“, murmelte Beamer und suchte im Gesicht des Fremden nach einer Bestätigung, nach einem Funken von realer Partnerschaft. Der Herr lächelte, strich das blaue Papier mit den Goldlettern glatt, ließ es auf dem Dielentisch liegen und sagte: „Sie haben den Sprung auf ein neues Level geschafft. Er machte eine kurze, militärisch anmutende Kehrtwendung, öffnete die Haustür und trat hinaus in den herbstlichen Nebel. Die Tür fiel hinter ihm ins Schloss, ohne dass die Klinke ein Geräusch von sich gab. Beamer stand noch lange im dunklen Flur. Am nächsten Tag, und auch an allen darauffolgenden Tagen, Wochen und Monaten blickte er aus dem Fenster. Den freundlichen Besucher sah er nie wieder. Auf dem Dielentisch lag nur noch das bläuliche Papier, das im Laufe der Wochen verblich, bis die goldenen Lettern nicht mehr lesbar waren und nur ein nasser, grauer Fleck zurückblieb, der nach absolut nichts schmeckte oder roch. Beamer verstand erst spät, dass er nicht in ein Unternehmen investiert hatte, sondern in das endlose, bürokratische Nichts einer Illusion, die im fernen Kanada als Aktie registriert war, um im Nebel zu verschwinden. Klasse, oder? Das ist natürlich nur eine erfundene Geschichte, eine Ähnlichkeit mit irgendwelchen Personen ist rein zufällig.
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