EUTELSAT WKN: A0HGPT ISIN: FR0010221234 Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion
Hanwha-Ausstieg drückt Kurs, vergrößert aber den Streubesitz! Kurz nach der Orange-Meldung kündigte Hanwha Systems an, seine komplette Beteiligung von 5,4 Prozent für lediglich 78 Millionen Euro zu veräußern – ein deutlicher Abschlag gegenüber der einstigen OneWeb-Investition. Der Paketverkauf löste einen Kursrutsch aus, weil der Markt zunächst eine Kapitalflucht befürchtete. Strategisch bedeutet der Rückzug jedoch, dass künftig mehr Anteile frei handelbar sind; gleichzeitig steigt der Druck auf das Management, neue Ankerinvestoren für die Finanzierung der zweiten Leo-Satellitengeneration zu gewinnen. Langfristig könnte der höhere Streubesitz in der Theorie die Liquidität der Eutelsat-Aktie verbessern.
Einfach nachkaufen: Die Wahrscheinlichkeit, dass NATO oder EU-Staaten (insbesondere Frankreich) in Eutelsat investieren oder es indirekt über Förderprogramme unterstützen, ist relativ hoch – aber abhängig von mehreren politischen und strategischen Faktoren: ⸻ 🔹 1. Strategisches Interesse Europas an Satellitenautonomie • EU & NATO wollen Abhängigkeit von SpaceX/Starlink reduzieren, besonders nach den Unsicherheiten im Ukraine-Konflikt. • Eutelsat ist einer der wenigen europäischen Anbieter mit globalen Ambitionen (über OneWeb) – ein strategisches Asset. • Die EU investiert bereits massiv in das IRIS²-Projekt, an dem Eutelsat beteiligt ist. Öffentliche Gelder fließen also bereits indirekt. 📌 Fazit: Ein direktes oder indirektes Investment durch EU-Staaten ist politisch erwünscht und strategisch logisch. ⸻ 🔹 2. Bereitschaft einzelner Staaten – besonders Frankreich • Frankreich hält bereits ca. 14 % an Eutelsat und könnte laut Analysten bis zu 500 Mio. Euro zusätzlich investieren, ohne eine öffentliche Übernahme auszulösen. • Frankreich sieht Eutelsat als Teil seiner industriellen Souveränitätsstrategie („autonomie stratégique“). 📌 Fazit: Frankreich ist sehr wahrscheinlich bereit, notfalls einzugreifen, um Eutelsat zu stabilisieren. ⸻ 🔹 3. NATO selbst investiert nicht direkt in Firmen • Die NATO beschafft Dienste, finanziert aber keine Unternehmen direkt. • Die Allianz könnte mehr Verträge mit Eutelsat/OneWeb vergeben, was für stabile Umsätze sorgt – aber kein klassisches Investment ist. 📌 Fazit: Die NATO wird nicht direkt investieren, aber als strategischer Auftraggeber für Einnahmen sorgen können. ⸻ 🔹 4. EU-Finanzinstrumente wie „InvestEU“ oder „EDF“ • Die EU könnte über Fonds wie InvestEU, die Europäische Raumfahrtagentur (ESA) oder den European Defence Fund (EDF) zusätzliche Mittel freimachen – insbesondere, wenn IRIS² verzögert wird oder Eutelsat strategisch gefährdet ist. 📌 Fazit: Wahrscheinlich indirekte Unterstützung über Förderprogramme, insbesondere, wenn sicherheitsrelevante Projekte betroffen sind. ⸻ 🔸 Zusammengefasst: Wahrscheinlichkeiten Institution Investmenttyp Wahrscheinlichkeit Frankreich (Staat) direkte Kapitalhilfe Hoch EU (Kommission/Fonds) indirekte Förderung Mittel bis hoch NATO Dienstverträge, kein Kapital Mittel Andere EU-Staaten direkte Beteiligung Gering bis mittel
Einfach nachkaufen: Die Wahrscheinlichkeit, dass NATO oder EU-Staaten (insbesondere Frankreich) in Eutelsat investieren oder es indirekt über Förderprogramme unterstützen, ist relativ hoch – aber abhängig von mehreren politischen und strategischen Faktoren: ⸻ 🔹 1. Strategisches Interesse Europas an Satellitenautonomie • EU & NATO wollen Abhängigkeit von SpaceX/Starlink reduzieren, besonders nach den Unsicherheiten im Ukraine-Konflikt. • Eutelsat ist einer der wenigen europäischen Anbieter mit globalen Ambitionen (über OneWeb) – ein strategisches Asset. • Die EU investiert bereits massiv in das IRIS²-Projekt, an dem Eutelsat beteiligt ist. Öffentliche Gelder fließen also bereits indirekt. 📌 Fazit: Ein direktes oder indirektes Investment durch EU-Staaten ist politisch erwünscht und strategisch logisch. ⸻ 🔹 2. Bereitschaft einzelner Staaten – besonders Frankreich • Frankreich hält bereits ca. 14 % an Eutelsat und könnte laut Analysten bis zu 500 Mio. Euro zusätzlich investieren, ohne eine öffentliche Übernahme auszulösen. • Frankreich sieht Eutelsat als Teil seiner industriellen Souveränitätsstrategie („autonomie stratégique“). 📌 Fazit: Frankreich ist sehr wahrscheinlich bereit, notfalls einzugreifen, um Eutelsat zu stabilisieren. ⸻ 🔹 3. NATO selbst investiert nicht direkt in Firmen • Die NATO beschafft Dienste, finanziert aber keine Unternehmen direkt. • Die Allianz könnte mehr Verträge mit Eutelsat/OneWeb vergeben, was für stabile Umsätze sorgt – aber kein klassisches Investment ist. 📌 Fazit: Die NATO wird nicht direkt investieren, aber als strategischer Auftraggeber für Einnahmen sorgen können. ⸻ 🔹 4. EU-Finanzinstrumente wie „InvestEU“ oder „EDF“ • Die EU könnte über Fonds wie InvestEU, die Europäische Raumfahrtagentur (ESA) oder den European Defence Fund (EDF) zusätzliche Mittel freimachen – insbesondere, wenn IRIS² verzögert wird oder Eutelsat strategisch gefährdet ist. 📌 Fazit: Wahrscheinlich indirekte Unterstützung über Förderprogramme, insbesondere, wenn sicherheitsrelevante Projekte betroffen sind. ⸻ 🔸 Zusammengefasst: Wahrscheinlichkeiten Institution Investmenttyp Wahrscheinlichkeit Frankreich (Staat) direkte Kapitalhilfe Hoch EU (Kommission/Fonds) indirekte Förderung Mittel bis hoch NATO Dienstverträge, kein Kapital Mittel Andere EU-Staaten direkte Beteiligung Gering bis mittel
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