Gerresheimer Private Forum WKN: A0LD6E ISIN: DE000A0LD6E6 Forum: Aktien User: Useyourillusion

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Kommentare 2.722
SenecAAA
SenecAAA, 6. Jun 9:58 Uhr
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Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Business Plan von Gerresheimer derart am Bedarf vorbei plant. Man kennt ja den Markt und die Kunden. Die ganzen Erweiterungspläne und Kapazitätsausweitungen mit neuen Produktlinien, neuen Produktionshallen überall auf der Welt, das wird sich in barer Münze auszahlen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man den Markt völlig falsch einschätzt. Zumal es nur wenige Anbieter gibt, die mit Reinräumen der höchsten Stufe im unmittelbaren Wettbewerb zu Gerrssheimer stehen. Lassen wir mal den Bormilo-Zukauf mit 800 Mio. Euro und die Investition in Höhe von 100 Mio. Euro in eine neue Hybridwanne plus neue Elektrik und Infrastruktur in Lohr außen vor, so hat man in den vergangenen Jahren extrem in o.g. neue Kapazitäten investiert, was sich ab 2026 und den Folgejahren auszahlen wird. Insgesamt hat man (ohne Bormioli-Übernahme) in den vergangenen 7 Jahren über 1,8 Mrd. Euro investiert. Ein Großteil davon in Erweiterungen, was zu mehr Umsatz führen wird. Primär alles in High-Value-Systeme bei Pharma und Biologika, was auch für einen Ausbau der zukünftigen EBITDA-Marge spricht. Hier die Investitionen der letzten Jahre: 110 Mio. Euro (2019) 190 Mio. Euro (2020) 200 Mio. Euro (2021) 240 Mio. Euro (2022) 330 Mio. Euro (2023) 370 Mio. Euro (2024) 370 Mio. Euro (ca. 2025) Man wird die Investitionen ab 2026 zurück fahren, denn der Fokus liegt ab sofort auf einem free Cash-flow. Aber die bisherigen Investitionen werden sich noch auszahlen, davon gehe ich fest aus. Hier nochmals einige Beispiele von Einzelinvestitionen der letzten 12 bis 24 Monate: Horsovsky, Tschechien 50 Mio. Euro (in Kapazitätsausweitungen) Peachtree, USA 170 Mio, Euro (in Kapazitätsausweitungen) Morganton, USA 100 Mio. Euro (in Kapazitätsausweitungen) Querétaro, Mexiko 100 Mio. Euro (in Kapazitätsausweitungen) Skopje, Nordmazedonien 100 Mio. Euro (in Kapazitätsausweitungen) Wertheim, Deutschland 30 Mio. Euro (in Kapazitätsausweitungen) Lohr, Deutschland 100 Mio. Euro (Instandhaltung/Modernisierung mit neuer Hybridwanne) Irgendwann muss der Vorstand ja auch mal abliefern und es muss sich in Umsatz und Gewinn bemerkbar machen. Die Investitionen per anno machen ja fast schon 15 % des Umsatzes per anno aus. 370 Mio. Euro in 2025 bei 2,3 Mrd. Euro Umsatz.

Sehr strukturierte Analyse und Meinung ! Eine Frage/Anmerkung aus dem Schott Pharma Call: bei SP geht man bei Drug Containment Systems von einem mittleren einstelligen Wachstum aus und im Bereich Drug Delivery Systems eher von niedrigerem Umsatzwachstum. Das ist ja alles auf nominaler €-Basis dh wenn ich mir die nominale Entwicklung der Produzentenpreise ansehe, dann könnte man denken, es findet gar kein Mengenwachstum mehr statt. Warum dann aber die massive Erweiterung der Produktionskapazitäten? Wie ist denn die bisherige Auslastung? Oder sind das alles zwingend technische Erneuerungen für den HVS-Bereich dh das GXI hier künftig noch stärker mitspielen kann. Dann müssten das aber „one offs“ sein und nicht permanente CAPEX, die dauerhaft an der Nettomarge frisst.
AlphaTarRandir
AlphaTarRandir, 6. Jun 9:55 Uhr
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Soviel kann ich allgemein sagen, die Gabe von sehr teuren, sehr speziellen, teils sogar patientenindividuellen Medikamenten oder Medizinprodukten, ob im Bereich Biotech- und Onkologie oder in der Augenheilkunde (beides hat Gerresheimer z.B GX Sens Air) nimmt stetig zu. Das sehe ich jeden Tag auf der Arbeit. Das sind hoch aufwendige Produkte, die hohe Anforderungen erfüllen müssen. Speziell in Europa sind wir da eher langsamer mit der Zulassung als anderswo (der berühmte Burggraben). Der Einsatz solcher Produkte wird meiner Meinung nach noch deutlich zunehmen weltweit. Was toll ist, weil vielen Menschen damit (teils erstmalig) geholfen werden wird. Aber auch in Deutschland ist natürlich die Frage wie lange diese zunehmende Nutzung für alle finanzierbar bleibt.

Ich kann das nur aus eigener Erfahrung bestätigen. 1. Hohe Wechselbarrieren für Bestandskunden Bestandskunden können nicht einfach den Lieferanten wechseln. Es handelt sich um validierte Prozesse (Lieferantenqualifizierung), und die Primärpackmittel werden ebenfalls qualifiziert und validiert. Darüber hinaus sind diese Packmittel in den Zulassungsunterlagen der Arzneimittel-Dossiers dokumentiert. Ein Lieferantenwechsel dauert daher Jahre – das überlegen sich Pharmakunden dreimal. 2. Hohe Markteintrittsbarrieren für neue Wettbewerber Wer neu in den Pharma-Verpackungsmarkt einsteigen will, benötigt spezialisierte Maschinen und Prozessanlagen, entsprechende Reinräume sowie qualifiziertes Personal mit einschlägiger Erfahrung. Allein die Realisierung aller CAPEX-Maßnahmen dauert mindestens 5 Jahre. Hinzu kommt, dass ein Neueinsteiger erst Pharmakunden akquirieren muss – die ihrerseits einem unbekannten Anbieter kaum vertrauen werden. Kurz gesagt: Ein tiefer Burggraben mit Krokodilen und brennendem Öl auf der Wasseroberfläche. 3. Strukturelle Stärken von Gerresheimer Für Gerresheimer bedeutet das im Umkehrschluss langjähriges, stabiles Geschäft mit normalerweise guter Marge – in einem Markt, der zudem moderat wächst. Gerresheimer ist damit eigentlich die ideale defensive Dividendenaktie zur Depotabsicherung. 4. Ausblick Mittel- und langfristig bin ich daher zuversichtlich. Kurzfristig wird sich in den nächsten Wochen zeigen, ob Gerresheimer aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat und endlich liefert. Was mich dabei nach wie vor überrascht: Gerresheimer wurde bislang noch nicht von einem strategischen Investor übernommen.
Trueffel_ULI
Trueffel_ULI, 6. Jun 9:47 Uhr
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Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Business Plan von Gerresheimer derart am Bedarf vorbei plant. Man kennt ja den Markt und die Kunden. Die ganzen Erweiterungspläne und Kapazitätsausweitungen mit neuen Produktlinien, neuen Produktionshallen überall auf der Welt, das wird sich in barer Münze auszahlen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man den Markt völlig falsch einschätzt. Zumal es nur wenige Anbieter gibt, die mit Reinräumen der höchsten Stufe im unmittelbaren Wettbewerb zu Gerrssheimer stehen. Lassen wir mal den Bormilo-Zukauf mit 800 Mio. Euro und die Investition in Höhe von 100 Mio. Euro in eine neue Hybridwanne plus neue Elektrik und Infrastruktur in Lohr außen vor, so hat man in den vergangenen Jahren extrem in o.g. neue Kapazitäten investiert, was sich ab 2026 und den Folgejahren auszahlen wird. Insgesamt hat man (ohne Bormioli-Übernahme) in den vergangenen 7 Jahren über 1,8 Mrd. Euro investiert. Ein Großteil davon in Erweiterungen, was zu mehr Umsatz führen wird. Primär alles in High-Value-Systeme bei Pharma und Biologika, was auch für einen Ausbau der zukünftigen EBITDA-Marge spricht. Hier die Investitionen der letzten Jahre: 110 Mio. Euro (2019) 190 Mio. Euro (2020) 200 Mio. Euro (2021) 240 Mio. Euro (2022) 330 Mio. Euro (2023) 370 Mio. Euro (2024) 370 Mio. Euro (ca. 2025) Man wird die Investitionen ab 2026 zurück fahren, denn der Fokus liegt ab sofort auf einem free Cash-flow. Aber die bisherigen Investitionen werden sich noch auszahlen, davon gehe ich fest aus. Hier nochmals einige Beispiele von Einzelinvestitionen der letzten 12 bis 24 Monate: Horsovsky, Tschechien 50 Mio. Euro (in Kapazitätsausweitungen) Peachtree, USA 170 Mio, Euro (in Kapazitätsausweitungen) Morganton, USA 100 Mio. Euro (in Kapazitätsausweitungen) Querétaro, Mexiko 100 Mio. Euro (in Kapazitätsausweitungen) Skopje, Nordmazedonien 100 Mio. Euro (in Kapazitätsausweitungen) Wertheim, Deutschland 30 Mio. Euro (in Kapazitätsausweitungen) Lohr, Deutschland 100 Mio. Euro (Instandhaltung/Modernisierung mit neuer Hybridwanne) Irgendwann muss der Vorstand ja auch mal abliefern und es muss sich in Umsatz und Gewinn bemerkbar machen. Die Investitionen per anno machen ja fast schon 15 % des Umsatzes per anno aus. 370 Mio. Euro in 2025 bei 2,3 Mrd. Euro Umsatz.
Trueffel_ULI
Trueffel_ULI, 6. Jun 9:35 Uhr
1
Letztendlich hätte ich vermutlich schon längst als privater Investor die Reißleine gezogen, wenn AOC nicht eingestiegen wäre und ihren Anteil nicht weiter aufgestockt hätte. Im Hintergrund sind sie für die hoffentlich vollzogene Wende und den Turnaround verantwortlich. Der alte AR hätte dazu vermutlich nicht die Kraft gehabt.
Trueffel_ULI
Trueffel_ULI, 6. Jun 9:31 Uhr
1
Tatsache ist...und hier setzt das Transformationsprogramm nun an: Gerresheimer macht weniger Gewinn als 2018 und das bei 50 Prozent mehr Umsatz. Gerresheimer hat im Vergleich zu 2017 seine EBITDA-Marge deutlich reduziert. Gerresheimer fällt im Benchmark stark zurück, dort gibt es keine Gewinnwarnungen, ganz im Gegenteil. Gerresheimer hat häufig bei Akquisitionen kein glückliches Händchen bewiesen in Sachen Kaufpreis (Bormioli, Sensile Medical). Gerresheimer befindet sich in einer Turnaround-Situation. Gerresheimer ist von Gewinnmaximierung und Maximalrendite noch weit entfernt. Gerresheimer verkauft sich deutlich unter Wert. Gerresheimer hat nur wenige Wettbewerber, der Burggraben/die Markteintrittsbarriere ist enorm, dennoch fällt die Marge kontinuierlich. Gerresheimer ist einem Wachstumsmarkt mit Megatrends aktiv, dennoch sinkt der Gewinn. Gerresheimer scheint primär hausgemachte Probleme zu haben. Gerresheimer hat sich selbst in diese missliche Lage gebracht, die Aktivisten kommen ganz sicher nicht, weil alles so prima läuft. Gerresheimer hat die aktuell Leerverkaufsquote selbst zu verantworten. Diese kam nicht ohne Grund. Gerresheimer kann froh sein, dass Aktivisten die gravierenden Mängel nicht nur offen benennen, sondern auch den Weg zur Besserung aktiv mit begleiten
SenecAAA
SenecAAA, 6. Jun 9:27 Uhr
0
Wird Röhrhoff ab 11/2026
SenecAAA
SenecAAA, 6. Jun 9:25 Uhr
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Nehmen wir einmal an, dass GXI bis 9/2026 noch nicht wirklich über dem Berg sein sollte und Röhrhoff tatsächlich per Ende 10/2026 als Interims-CEO aufhört. Wer wird sich dann den CEO-Job ans Bein binden wollen? Das dürfte schwer werden, da jemanden gutes zu finden. Meines Erachtens muss zwingend erst das GXI-Schiff auf einen klar stabilen Kurs gebracht worden sein, bevor Röhrhoff abtreten kann.
SenecAAA
SenecAAA, 6. Jun 9:21 Uhr
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2 Jahre für abgeschlossenen Umbau per 10/2025 heißt Mitte 2027. Das dürfte der Markt bereits in H2 2026 anfangen einzupreisen, wenn denn der Umbau gelingt. Man hört ja sehr wenig vom Transformations- und Kosteneinsparungsprogramm und den sich abzeichnenden Ergebnissen. Das sollte sich mit Testat alles ändern und Röhrhoff wird auf der HV zum operativen Geschäft und zum dann bereits erfolgten Umbau berichten können. Nicht positiv wäre meines Erachtens, wenn Röhrhoff seit 11/2025 sich mehr oder weniger ausschließlich mit bilanziellen Themen beschäftigt hätte und das operative Geschäft vernachlässigt worden wäre. Das wäre mE sehr negativ, wenn diese Botschaft mittelbar rüberkommen würde. Gibt es denn bei GXI intern Anzeichen für einen kräftigen Umbau außer dem Verkauf von Centor bei dem ja auch mehr MS als GXI selbst gefordert ist?
Trueffel_ULI
Trueffel_ULI, 6. Jun 9:20 Uhr
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Die Kernfrage wird sein, ob PE sich das bis dahin von der Seitenlinie aus ansieht oder nicht zuvor die Gunst der Stunde (in einem Zeitfenster bis Frühjahr 2027) nutzt, in dem man auf neuerliche Übernahmegespräche drängt (der neue Vorstand dürfte dem offener gegenüberstehen) und sich eine Gerresheimer im (auch börsentechnisch) angeschlagenen bzw. gegenwärtig verwundbaren Zustand einverleibt. Am Ende sind mir wie gesagt Schulden, die durch grundsätzlich passende Übernahmen und sinnvolle Investitionen in Kapazitätsausweitungen stammen bei einem weiterhin intakten Geschäftsmodell natürlich viel lieber als Schulden, weil bei einem Fass ohne Boden ständig Löcher gestopft werden, da man auf die falschen Produkte oder veraltete Technik gesetzt hat und das gesamte Geschäft quasi ohne Zukunft ist. Bei Gerresheimer hingegen ist diesbzgl. alles intakt und man ist in einem zukunftsträchtigen Wachstumsmarkt aktiv und mit etlichen Produkten unter den Top3-Marktführern.
Trueffel_ULI
Trueffel_ULI, 6. Jun 9:20 Uhr
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Was lernen wir aus dem Fall? Man darf niemals zu viele Baustellen (in dem Fall wörtlich gemeint) zeitgleich aufmachen und kann nur das ausgeben, was man hat bzw. auch erwirtschaftet oder zumindest problemlos in einem gesunden Verhältnis fremd finanzieren kann. Damit überfordert man, wenn man dies nicht einhält, ansonsten die Bilanz. Man hätte zwischen den Kapazitätsausweitungen in Skopje, Peachtree, Bünde, Querétaro, Morganton etc. jeweils ein halbes oder Dreivierteljahr nach jeder Einzelinvestition warten müssen und entsprechend eine Pause zum Verschnaufen einlegen müssen. Keine Bilanz kann da ansonsten mehr Schritt halten und es verkraften und gerät zwangsläufig aus den Fugen. Erstrecht, wenn man neben diesen Großinvestitionen in die o.g. Werke auch zugleich noch in den MG-Werken hohe Instandhaltungskosten hat, zB durch einen Wannentausch (100 Mio. Euro alleine in Lohr). Und dann auch noch meint, Bormioli für 800 Mio.Euro übernehmen zu müssen. Dies alles nahezu zeitgleich. Damit überfordert man jede Bilanz. Bei 2 Mrd. Euro Umsatz, 100 bis 150 Mio. Euro Jahresüberschuss und einem ständig negativen Free-Cash-Flow kann man nicht jedes Jahr solche Mammutprojekte mit solchen Beträgen stemmen. Das ist fern jeder gesunden finanziellen Relation. Wenn ich ein tolles Einkommen habe, kann ich mir dennoch auch nicht ein Auto, eine Weltreise, eine Eigentumswohnung, einen Segelflieger und ein Motorboot zeitgleich kaufen. Da geht vielleicht 1 Sache davon und dann muss ich wieder sparen. Und 1 Jahr später geht vielleicht wieder was davon, evtl. auch fremdfinanziert. Aber dann muss auch wieder eine längere Verschnaufpause her. Hier mal 100 Mio. Euro in Lohr, da mal 170 Mio. Euro in Peachtree, hier mal 90 Mio. Euro in Morganton, da mal 100 Mio. Euro in Querétaro, hier mal 50 Mio. Euro in Bünde oder 100 Mio. Euro in Skopje und da mal 50 Mio. Euro in Horsovsky oder 30 Mio. Euro in Wertheim, dann auf Pump auch noch 800 Mio. Euro für Bormioli und das binnen 24 Monaten. Und das ohne Goldesel im Keller, der gratis Goldbarren produziert. Das endet genau dort, wo wir nun leider stehen. Erstrecht, wenn die Geschäfte rückläufig sind und die Zinsen einen auffressen und es noch Bilanzunregelmäßigkeiten gibt. Daher kann ich auch über das Kontrollorgan Aufsichtsrat nur den Kopf schütteln. Erstrecht als man merkte, dass das operative Geschäft schwächelt. Die Reißleine hätte früher gezogen werden müssen. Ich meine nicht nur personell, auch bei den Investitionen. Es kommt nun einiges zu Tage. Alles andere als ein großer Austausch des Aufsichtsrates auf der nächsten HV würde mich doch sehr wundern. Mit dem neuen Vorstand hat man schonmal einen guten sinnvollen Anfang gemacht. Scheinbar hat der alte Vorstand gedacht, ab 2026 gibt es ein Gesetz, das neue Fabriken weltweit verbietet, ebenso Übernahmen wie Bormioli und man wollte auf Teufel komm raus in 2024/25 alles eintüten (kleine Ironie). AOC ist für uns ein Glücksfall. Sie kehren nun gehörig durch! Gottseidank. CFO Lehmann wird den Free-Cash-Flow stärken und die Investitionen auf ein Minimum reduzieren, Centor für 800 bis 1.000 Mio. Euro verkaufen und allmählich auch die Früchte der Kapazitätsausweitungen der o.g. Werke ernten. In 12 bis 18 Monaten wird die Bilanz dann wieder deutlich gesünder und entspannter aussehen.
V
VeniVidiVito, 6. Jun 9:17 Uhr
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Soviel kann ich allgemein sagen, die Gabe von sehr teuren, sehr speziellen, teils sogar patientenindividuellen Medikamenten oder Medizinprodukten, ob im Bereich Biotech- und Onkologie oder in der Augenheilkunde (beides hat Gerresheimer z.B GX Sens Air) nimmt stetig zu. Das sehe ich jeden Tag auf der Arbeit. Das sind hoch aufwendige Produkte, die hohe Anforderungen erfüllen müssen. Speziell in Europa sind wir da eher langsamer mit der Zulassung als anderswo (der berühmte Burggraben). Der Einsatz solcher Produkte wird meiner Meinung nach noch deutlich zunehmen weltweit. Was toll ist, weil vielen Menschen damit (teils erstmalig) geholfen werden wird. Aber auch in Deutschland ist natürlich die Frage wie lange diese zunehmende Nutzung für alle finanzierbar bleibt.
Trueffel_ULI
Trueffel_ULI, 6. Jun 9:00 Uhr
2

Warum bist du „langfristig“ „sehr überzeugt“ von GXI? Kannst du uns dazu bitte ein paar Stichworte geben? Das könnte ja ggfs helfen in den 2 Wochen…und dann würden mich dazu auch einmal die Einschätzungen der anderen im Forum dazu interessieren. Insbesondere von denen, die einen beruflichen Einblick in den Pharmazuliefer-/Medtec-Markt haben

Es gibt im Fußball das Motto, lieber einmal mit 7:0 ganz heftig verlieren, als ständig mit 1:0 knapp eine Niederlage kassieren. Getreu dieser Maxime würde ich sagen, das GJ25 war mit 3 Vorstandswechseln, 5 Gewinnwarnungen, der Dividendenstreichung, Morpheus-Report und der BaFin-Ermittlung derart versaut, so dass es nach dem reinigenden Gewitter die kommenden Jahre auch wieder aufwärts gehen kann, zumal die Messlatte nun sehr niedrig hängt. Aber man benötigt Geduld. Es stimmt, was der neue CFO im conference call im Oktober 2025 gesagt hat, dieser Umbau wird nicht in 2 Quartalen abgeschlossen sein, wir reden von 2 Jahren. Ab wann die Börse, die ja bekanntlich die Zukunft handelt, es honorieren wird, bleibt abzuwarten. Die Chancen sind im Juni mit Testat und vielleicht Juli Centor-Verkauf vorhanden. Gerresheimer hat nicht deshalb so eine hohe Verschuldung, weil sie jedes Jahr Löcher stopfen, sondern weil sie sehr viel investiert haben und zudem eine (zu teure) Übernahme getätigt haben (Bormioli). Es gibt also Gegenwerte, die man der Verschuldung gegenüber stellen muss. Das sogenannte Tafelsilber. Darüber hinaus ist das Geschäftsmodell weitehin grundsätzlich intakt und die Produkte werden auch in Zukunft benötigt. Es ist sogar eher ein Wachstumsmarkt. Hinzu kommt, dass Gerresheimer über eine hohe Markteintrittsbarriere verfügt (Burggraben). Es können also nicht über Nacht einfach mal so Wettbewerber auf den Markt kommen. Hinzu kommt die weiterhin latent vorhandene Übernahmephantasie und die Tatsache, dass sich zwei Aktivisten mit AOC und CastleKnight eingekauft haben. Und die Leerverkäufer waren bisher nicht das Übel. Wer das sagt, verwechselt Ursache mit Wirkung. Wer wie GXI ständig schlechte News produziert, darf sich nicht wundern, dass dies die Shorties anlockt und sie es gnadenlos ausnutzen. Das ist ihr Job und nichts Persönliches. Um dies zu verhindern oder um sie wieder los zu werden, gibt es nur ein Mittel: Die Ursache beseitigen, also wieder seine Hausaufgaben als Vorstand erledigen und gute Zahlen abliefern. Manchmal geht es nicht, wenn ein Geschäftsmodell zusammen bricht. Ein Schnurtelefon und ein Röhrenfernseher verkaufen sich heute nicht mehr. Aber dieses Problem hat Gerresheimer nicht, ganz im Gegenteil. Die Branche boomt langfristig, subkutane Medikation wird immer wichtiger. Es waren und sind also interne Probleme.
SenecAAA
SenecAAA, 6. Jun 8:29 Uhr
0

GXI hat es bisher leider noch immer geschafft, wenn man das Schampus Glas schon förmlich zum Mund führte, es einem mit dem Hammer aus der Hand zu schlagen. Egal ob 3 Tage vor der HV als plötzlich die Dividendenstreichung kam oder 36 Std. vor den Q3-Zahlen, als noch eine Gewinnwarnung kam oder als es hieß, die Bill-and-Hold-Vereinbarungen wären alle regulär und am Ende waren sie alle falsch und obendrein gab es noch fehlerhafte Verbuchungen von Vorräten und eine Wertberichtigung usw.. Ach und Anfang März hieß es auch noch von der IR, man arbeite mit Hochdruck daran, Ende März für das Testat einzuhalten. Ein paar Tage später kam die ad hoc, dass es leider doch nicht klappt. Die ganzen Narben, die das bei den Aktionären hinterlassen hat, kann man nicht einfach vergessen. Das Vertrauen wurde nicht nur beschädigt, es wurde komplett zerstört. Dabei ist Vertrauen das wertvollste Gut, das eine Firma gegenüber seinen Aktionären hat. Ich traue deshalb den Brüdern in Düsseldorf keinen Millimeter mehr und das wie aufgezählt aus gutem Grund. Man muss bedenken, der Aufsichtsrat ist immer noch der alte, außer Röhrig. Wenn ich am Ende positiv überrascht werde, nehme ich das sehr gerne. Aber ich lasse in mir nicht mehr das Gefühl zu, dass alles in trockenen Tüchern sei und dann kommt plötzlich leider doch wieder irgendeine Hiobsbotschaft um die Ecke, die keiner auf dem Zettel hatte. Nicht mehr mit mir, ich bleibe sehr demütig und wenn ich wegen GXI was kalt stelle, dann höchstens Mineralwasser - wenn überhaupt. Leitungswasser ist angebrachter. Die müssen erst liefern und dann freue ich mich, aber bevor ich es nicht schwarz auf weiß habe, ist denen leider immer alles zuzutrauen. Ich schreibe das als stark Investierter. Demut steht bei mir bei GXI ganz oben. Börse ist ein Haifischbecken. Ich schließe bei GXI leider nichts mehr aus und freue mich aber natürlich sehr, wenn meine Investition am Ende erfolgreich sein sollte. Langfristig bin ich von GXI sehr überzeugt. Kurzfristig weiß keiner von uns, was uns erwartet.

Warum bist du „langfristig“ „sehr überzeugt“ von GXI? Kannst du uns dazu bitte ein paar Stichworte geben? Das könnte ja ggfs helfen in den 2 Wochen…und dann würden mich dazu auch einmal die Einschätzungen der anderen im Forum dazu interessieren. Insbesondere von denen, die einen beruflichen Einblick in den Pharmazuliefer-/Medtec-Markt haben
Trueffel_ULI
Trueffel_ULI, 6. Jun 0:26 Uhr
1

So Freunde, die erste Juniwoche ist Geschichte. Haken dran. ✅ Die Schlinge zieht sich langsam zu. Der Raum für weitere Verzögerungen wird immer kleiner. Irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem gxi nicht mehr ausweichen kann. Jetzt muss bald geliefert werden. Entweder kommt die erlösende Nachricht, auf die hier viele seit Monaten warten, oder wir bekommen die Vollkatastrophe serviert. Genau deshalb empfinde ich die aktuelle Kursentwicklung auch eher als Nervosität vor der Entscheidung. Wir halten fest: Keine neuen negativen Ad-hocs. Keine Shorterhöhungen. Weiterhin dünnster Handel. Und trotzdem wird jeden Tag ein bisschen an den Nerven gesägt. Für mich ist das wie die Ruhe vor dem Sturm. Nächste Woche wird heiß. Richtig heiß. Und wenn ich ehrlich bin…Nach all den Monaten voller Gewinnwarnungen, Testatdiskussionen, Bankenfragen, Forensik, Leerverkäufern, Weltuntergangspropheten, StaRUG-Debatten, Kapitalerhöhungen und sonstigen Elefanten, die durch die Foren marschiert sind, kommt bei mir langsam eine vorsichtige Vorfreude auf. Vielleicht erleben wir nächste Woche endlich den Moment, an dem nicht mehr spekuliert wird, sondern Fakten auf den Tisch kommen. Und dann werden wir sehen, wer die Lage richtig eingeschätzt hat. Bis dahin empfehle ich allen: Wochenende genießen, Montag morgen: Anschnallen. Helm aufsetzen. Vorsichtshalber schonmal Schampus kaltstellen. 🍾 Denn entweder wird nächste Woche sehr teuer für die Nerven oder sehr lustig für die Geduldigen. 😅

GXI hat es bisher leider noch immer geschafft, wenn man das Schampus Glas schon förmlich zum Mund führte, es einem mit dem Hammer aus der Hand zu schlagen. Egal ob 3 Tage vor der HV als plötzlich die Dividendenstreichung kam oder 36 Std. vor den Q3-Zahlen, als noch eine Gewinnwarnung kam oder als es hieß, die Bill-and-Hold-Vereinbarungen wären alle regulär und am Ende waren sie alle falsch und obendrein gab es noch fehlerhafte Verbuchungen von Vorräten und eine Wertberichtigung usw.. Ach und Anfang März hieß es auch noch von der IR, man arbeite mit Hochdruck daran, Ende März für das Testat einzuhalten. Ein paar Tage später kam die ad hoc, dass es leider doch nicht klappt. Die ganzen Narben, die das bei den Aktionären hinterlassen hat, kann man nicht einfach vergessen. Das Vertrauen wurde nicht nur beschädigt, es wurde komplett zerstört. Dabei ist Vertrauen das wertvollste Gut, das eine Firma gegenüber seinen Aktionären hat. Ich traue deshalb den Brüdern in Düsseldorf keinen Millimeter mehr und das wie aufgezählt aus gutem Grund. Man muss bedenken, der Aufsichtsrat ist immer noch der alte, außer Röhrig. Wenn ich am Ende positiv überrascht werde, nehme ich das sehr gerne. Aber ich lasse in mir nicht mehr das Gefühl zu, dass alles in trockenen Tüchern sei und dann kommt plötzlich leider doch wieder irgendeine Hiobsbotschaft um die Ecke, die keiner auf dem Zettel hatte. Nicht mehr mit mir, ich bleibe sehr demütig und wenn ich wegen GXI was kalt stelle, dann höchstens Mineralwasser - wenn überhaupt. Leitungswasser ist angebrachter. Die müssen erst liefern und dann freue ich mich, aber bevor ich es nicht schwarz auf weiß habe, ist denen leider immer alles zuzutrauen. Ich schreibe das als stark Investierter. Demut steht bei mir bei GXI ganz oben. Börse ist ein Haifischbecken. Ich schließe bei GXI leider nichts mehr aus und freue mich aber natürlich sehr, wenn meine Investition am Ende erfolgreich sein sollte. Langfristig bin ich von GXI sehr überzeugt. Kurzfristig weiß keiner von uns, was uns erwartet.
i
investi82, 5. Jun 23:56 Uhr
1
So Freunde, die erste Juniwoche ist Geschichte. Haken dran. ✅ Die Schlinge zieht sich langsam zu. Der Raum für weitere Verzögerungen wird immer kleiner. Irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem gxi nicht mehr ausweichen kann. Jetzt muss bald geliefert werden. Entweder kommt die erlösende Nachricht, auf die hier viele seit Monaten warten, oder wir bekommen die Vollkatastrophe serviert. Genau deshalb empfinde ich die aktuelle Kursentwicklung auch eher als Nervosität vor der Entscheidung. Wir halten fest: Keine neuen negativen Ad-hocs. Keine Shorterhöhungen. Weiterhin dünnster Handel. Und trotzdem wird jeden Tag ein bisschen an den Nerven gesägt. Für mich ist das wie die Ruhe vor dem Sturm. Nächste Woche wird heiß. Richtig heiß. Und wenn ich ehrlich bin…Nach all den Monaten voller Gewinnwarnungen, Testatdiskussionen, Bankenfragen, Forensik, Leerverkäufern, Weltuntergangspropheten, StaRUG-Debatten, Kapitalerhöhungen und sonstigen Elefanten, die durch die Foren marschiert sind, kommt bei mir langsam eine vorsichtige Vorfreude auf. Vielleicht erleben wir nächste Woche endlich den Moment, an dem nicht mehr spekuliert wird, sondern Fakten auf den Tisch kommen. Und dann werden wir sehen, wer die Lage richtig eingeschätzt hat. Bis dahin empfehle ich allen: Wochenende genießen, Montag morgen: Anschnallen. Helm aufsetzen. Vorsichtshalber schonmal Schampus kaltstellen. 🍾 Denn entweder wird nächste Woche sehr teuer für die Nerven oder sehr lustig für die Geduldigen. 😅
Useyourillusion
Useyourillusion, 5. Jun 23:47 Uhr
2
Ich wünsche allen ein sehr schönes Wochenende!
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