Gerresheimer Private Forum WKN: A0LD6E ISIN: DE000A0LD6E6 Forum: Aktien User: Useyourillusion

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Kommentare 2.722
SenecAAA
SenecAAA, 6. Jun 12:11 Uhr
2
Entscheidend für uns ist, dass KE mit Ausschluss Bezugsrecht Altaktionäre und STARUG mit dem massiven Einstieg von AOC komplett passé sein dürften. Das ist der große Unterschied bspw aktuell zu Real Estate. Hier ist das seit der Zinswende ein Riesenthema und es wird brutal Aktionärskapital verwässert. Eine KE mit Bezugsrecht fände ich bei diesem niedrigen KBV zwar auch nicht sinnvoll, aber zwecks deleveraging im Extremfall vertretbar. Allerdings deutet nichts darauf hin. Im Gegenteil, siehe Verkauf Centor. Nur wenn der nicht klappen sollte…
Trueffel_ULI
Trueffel_ULI, 6. Jun 12:07 Uhr
0
In 24 Tagen endet der Juni. Das Testat muss allerspätestens bis zum 23. Juni vorliegen, also in spätestens 17 Tagen, da dann die HV-Agenda im Bundesanzeiger veröffentlicht werden muss, wenn bis Ende Juli (also 29. oder 30. Juli) die HV stattfinden soll. Die HV findet bei GXI fast immer donnerstags statt (alternativ mittwochs). Die Vorlaufzeit sind 36 Tage laut Satzung GXI wegen Online-Anmeldefrist für Stimmrecht der Aktionäre. Also nicht nur 30 Tage. Veröffentlichungstag der HV im Bundesanzeiger und Tag der HV selbst nicht mitgerechnet. Wenn spätestens am 23. Juni der Jahresabschluss veröffentlicht sein muss, dann sollte spätestens am 21. Juni die Terminankündigung für das Testat kommen, das wäre in 15 Tagen. Es können somit also nur noch maximal 2 Wochen sein, wenn es klappt. Gut ist, die normale busy season bei KPMG ist durch, andere Mandaten haben alle ihren Jahresabschluss veröffentlicht. Daher herrscht nun für das KPMG-Team Primetime beim Mandanten GXI. Das schließt Wochenendarbeit selbstverständlich mit ein. Hier ein interessanter Artikel zur Arbeit von WPs https://www.spiegel.de/karriere/wirtschaftspruefer-krisensicherer-job-mit-haken-a-899201.html @SenecAAA Ich habe Dir gerade noch eine Mail geschrieben. Anknüpfend an Deine Umfrage würde vermutlich eine zweite Sinn ergeben, die dann das Sammelbecken >10.000 noch etwas genauer differenziert. Was die Karteileichen anbelangt. So lange hier keine Inhalte via copy and paste für andere Foren verwendet werden, bin ich da noch relativ entspannt. Allerdings reagiere ich sehr empfindlich, wenn User Inhalte woanders als ihren Hirnschmalz verkaufen. Das hat es leider schon mehrfach gegeben. Leider gibt es immer User, die sich gerne mit fremden Federn schmücken. Erich Kästner hatte da mal einen Titel, da ging es um "...und die Detektive " 😉
Burnhard
Burnhard, 6. Jun 12:07 Uhr
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I am not fuckin‘ Leaving!! I am working for LINDE Engineering and have specified and controlled the delivery of the Compressor (from the Italian Company SIAD located in Bergamo - I can recommend Bergamo for Sightseeingtour as well), which is running for above mentioned project Lohr, where LINDE GAS operates a plant for Oxygen needed for the burners of the „Schmelzwanne“ (Moulded Glass Project! Das war mit ein Grund, warum ich mich für diese Aktie entschieden habe!
SenecAAA
SenecAAA, 6. Jun 12:02 Uhr
0

Ich habe 300 Aktien mit einem EK von 26,53 € und habe daher bei den Stimmrechten „bis 500“ angewählt. 1) Ich vermute mal, dass 1 Aktie identisch ist mit einem Stimmrecht, oder? 2) Wäre bei ca. 28 € neulich vor ca. 3 Wochen fast schwach geworden zu verkaufen (hätte das Geld gut gebrauchen können, wie wahrscheinlich jeder von uns), aber es ich werde abwarten, was mir bei dem ganzen Potenzial und den positiven Signalen hier im Forum (schön wäre es natürlich, wenn es von GXI SELBER aktiv kommen würde, aber ich hoffe sie dürfen oder wollen nur noch nicht und betreiben weiter fleißig Insiderhandel, was schon auch nervt) und angesichts des langfristigen Kursverlauf die bessere Anlageidee zu sein. Bitte gerne um Rückmeldung zu den beiden oberen Punkten! Vielen Dank, Burnhard

Korrekt! GXI hat keine Mehrfachstimmrechte und auch keine VZ dh one share, one vote 😉
Burnhard
Burnhard, 6. Jun 11:28 Uhr
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Ich habe 300 Aktien mit einem EK von 26,53 € und habe daher bei den Stimmrechten „bis 500“ angewählt. 1) Ich vermute mal, dass 1 Aktie identisch ist mit einem Stimmrecht, oder? 2) Wäre bei ca. 28 € neulich vor ca. 3 Wochen fast schwach geworden zu verkaufen (hätte das Geld gut gebrauchen können, wie wahrscheinlich jeder von uns), aber es ich werde abwarten, was mir bei dem ganzen Potenzial und den positiven Signalen hier im Forum (schön wäre es natürlich, wenn es von GXI SELBER aktiv kommen würde, aber ich hoffe sie dürfen oder wollen nur noch nicht und betreiben weiter fleißig Insiderhandel, was schon auch nervt) und angesichts des langfristigen Kursverlauf die bessere Anlageidee zu sein. Bitte gerne um Rückmeldung zu den beiden oberen Punkten! Vielen Dank, Burnhard
Mareilo
Mareilo, 6. Jun 11:11 Uhr
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Vielen Dank für die ganze sehr nützlichen Informationen bzgl. GERRESHEIMER. Das Forum macht Mut diese ganzen Strapazen auszuhalten und ich hoffe wir werden am Ende des Tages auch belohnt. Ich persönlich bin weit in den roten Zahlen und kann auch nicht mehr nachkaufen. Liebe Grüße und ein sonniges Wochenende Mareilo
SenecAAA
SenecAAA, 6. Jun 10:46 Uhr
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Die von mir potentiell insgesamt vertretenen GXI-Stimmrechte belaufen sich auf circa
SenecAAA
SenecAAA, 6. Jun 10:41 Uhr
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Moin, an ALLE ! Es kommt gleich eine mit Trüffel-Uli abgestimmte Umfrage zur ungefähren Höhe unserer im Forum versammelten Stimmrechte. Wir wollen uns in den nächsten Tagen und Wochen sehr intensiv mit der kommenden HV und den Beschlussvorlagen befassen und diese intensiv erörtern. Wir sind ein aktives privates GXI-Forum. Es wäre deshalb wichtig, dass ALLE mitmachen. Bitte habt auch Verständnis, wenn der Hausmeister in den nächsten Tagen passive „Karteileichen“ aussortiert. Es geht bei GXI in eine sehr heiße Phase und da ist bei diesem Nebenwert aktive Mitarbeit zu Analyse & begründeter Meinung zwingend erforderlich, da es praktisch aktuell kein coverage auf Analysten-Seite gibt.
Trueffel_ULI
Trueffel_ULI, 6. Jun 10:02 Uhr
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Meine Quintessenz und mein Motto in Sachen GXI lauten daher G A N Z eindeutig: https://youtu.be/PVDH3MX4MYI?si=krHX62-FjqgVaUrM
SenecAAA
SenecAAA, 6. Jun 10:00 Uhr
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Sehr strukturierte Analyse und Meinung ! Eine Frage/Anmerkung aus dem Schott Pharma Call: bei SP geht man bei Drug Containment Systems von einem mittleren einstelligen Wachstum aus und im Bereich Drug Delivery Systems eher von niedrigerem Umsatzwachstum. Das ist ja alles auf nominaler €-Basis dh wenn ich mir die nominale Entwicklung der Produzentenpreise ansehe, dann könnte man denken, es findet gar kein Mengenwachstum mehr statt. Warum dann aber die massive Erweiterung der Produktionskapazitäten? Wie ist denn die bisherige Auslastung? Oder sind das alles zwingend technische Erneuerungen für den HVS-Bereich dh das GXI hier künftig noch stärker mitspielen kann. Dann müssten das aber „one offs“ sein und nicht permanente CAPEX, die dauerhaft an der Nettomarge frisst.

Dann hätten wir die operative Transformation schon hinter uns…zu einem guten Teil wenigstens! Das alte Management sprach ja auch seit 2024 von einem Transformationsprogramm!!!
Trueffel_ULI
Trueffel_ULI, 6. Jun 9:59 Uhr
2
Man muss den Markt differenziert betrachten. Verpackung ist nicht gleich Verpackung. Da gibt es natürlich Unterschiede. Verallia hat nur Food & Beverage Vidrala auch Food & Beverage Zignago Vetro Food & Beverage und Kosmetik Silgan fast nur Food & Beverage und Kosmetik (nur 4% Pharma) Becton Dickinson einfachere Pharma Schott Pharma einfache Pharma und HVS (High Value Solutions für Pharma und Biologika) West Pharma primär HVS Stevanato primär HVS Ypsomed primär HVS, insbesondere Pen-Teile für GLP1-Spritzen SHL Medical auch primär HVS, insbesondere Pen-Teile für GLP1-Spritzen Wenn man sich den Markt, in dem Gerresheimer aktiv ist, zudem genauer ansieht, so fallen 4 Dinge auf. 1. Der Markt hat eine recht hohe Markteintrittsbarriere, sprich Burggraben. Neue Player kommen also nicht einfach mal so über Nacht hinzu. 2. Die meisten dieser bestehenden Marktteilnehmer sind in festen Händen, so dass hier neue Investoren keine bzw. kaum eine Eintrittschance haben. 3. Oder die Marktteilnehmer sind sehr teuer, so dass interessierte Investoren extrem viel Geld in die Hand nehmen müssten. 4. Und dann gibt es noch unsere Gerresheimer (1 Mrd. Euro Marktkapitalisierung bzw. Enterprise Value von 3 Mrd. Euro). Im Detail: Schott Pharma gehört zu 77 % der Carl-Zeiss-Stiftung Stevanato ist zu 85 % in Familienbesitz Verallia gehört zu 70 % der brasilianischen Investorengesellschaft BWGI Zignago Vetro ist zu 65 % in Familienbesitz Ypsomed ist zu 72 % in Familienbesitz SHL Medical ist zu 68 % in Familienbesitz Becton Dickinson hat eine Marktkapitalisierung von 42 Mrd. US-Dollar West Pharma eine von über 22 Mrd. US-Dollar (beide also schwer zu akquirieren)
SenecAAA
SenecAAA, 6. Jun 9:58 Uhr
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Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Business Plan von Gerresheimer derart am Bedarf vorbei plant. Man kennt ja den Markt und die Kunden. Die ganzen Erweiterungspläne und Kapazitätsausweitungen mit neuen Produktlinien, neuen Produktionshallen überall auf der Welt, das wird sich in barer Münze auszahlen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man den Markt völlig falsch einschätzt. Zumal es nur wenige Anbieter gibt, die mit Reinräumen der höchsten Stufe im unmittelbaren Wettbewerb zu Gerrssheimer stehen. Lassen wir mal den Bormilo-Zukauf mit 800 Mio. Euro und die Investition in Höhe von 100 Mio. Euro in eine neue Hybridwanne plus neue Elektrik und Infrastruktur in Lohr außen vor, so hat man in den vergangenen Jahren extrem in o.g. neue Kapazitäten investiert, was sich ab 2026 und den Folgejahren auszahlen wird. Insgesamt hat man (ohne Bormioli-Übernahme) in den vergangenen 7 Jahren über 1,8 Mrd. Euro investiert. Ein Großteil davon in Erweiterungen, was zu mehr Umsatz führen wird. Primär alles in High-Value-Systeme bei Pharma und Biologika, was auch für einen Ausbau der zukünftigen EBITDA-Marge spricht. Hier die Investitionen der letzten Jahre: 110 Mio. Euro (2019) 190 Mio. Euro (2020) 200 Mio. Euro (2021) 240 Mio. Euro (2022) 330 Mio. Euro (2023) 370 Mio. Euro (2024) 370 Mio. Euro (ca. 2025) Man wird die Investitionen ab 2026 zurück fahren, denn der Fokus liegt ab sofort auf einem free Cash-flow. Aber die bisherigen Investitionen werden sich noch auszahlen, davon gehe ich fest aus. Hier nochmals einige Beispiele von Einzelinvestitionen der letzten 12 bis 24 Monate: Horsovsky, Tschechien 50 Mio. Euro (in Kapazitätsausweitungen) Peachtree, USA 170 Mio, Euro (in Kapazitätsausweitungen) Morganton, USA 100 Mio. Euro (in Kapazitätsausweitungen) Querétaro, Mexiko 100 Mio. Euro (in Kapazitätsausweitungen) Skopje, Nordmazedonien 100 Mio. Euro (in Kapazitätsausweitungen) Wertheim, Deutschland 30 Mio. Euro (in Kapazitätsausweitungen) Lohr, Deutschland 100 Mio. Euro (Instandhaltung/Modernisierung mit neuer Hybridwanne) Irgendwann muss der Vorstand ja auch mal abliefern und es muss sich in Umsatz und Gewinn bemerkbar machen. Die Investitionen per anno machen ja fast schon 15 % des Umsatzes per anno aus. 370 Mio. Euro in 2025 bei 2,3 Mrd. Euro Umsatz.

Sehr strukturierte Analyse und Meinung ! Eine Frage/Anmerkung aus dem Schott Pharma Call: bei SP geht man bei Drug Containment Systems von einem mittleren einstelligen Wachstum aus und im Bereich Drug Delivery Systems eher von niedrigerem Umsatzwachstum. Das ist ja alles auf nominaler €-Basis dh wenn ich mir die nominale Entwicklung der Produzentenpreise ansehe, dann könnte man denken, es findet gar kein Mengenwachstum mehr statt. Warum dann aber die massive Erweiterung der Produktionskapazitäten? Wie ist denn die bisherige Auslastung? Oder sind das alles zwingend technische Erneuerungen für den HVS-Bereich dh das GXI hier künftig noch stärker mitspielen kann. Dann müssten das aber „one offs“ sein und nicht permanente CAPEX, die dauerhaft an der Nettomarge frisst.
AlphaTarRandir
AlphaTarRandir, 6. Jun 9:55 Uhr
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Soviel kann ich allgemein sagen, die Gabe von sehr teuren, sehr speziellen, teils sogar patientenindividuellen Medikamenten oder Medizinprodukten, ob im Bereich Biotech- und Onkologie oder in der Augenheilkunde (beides hat Gerresheimer z.B GX Sens Air) nimmt stetig zu. Das sehe ich jeden Tag auf der Arbeit. Das sind hoch aufwendige Produkte, die hohe Anforderungen erfüllen müssen. Speziell in Europa sind wir da eher langsamer mit der Zulassung als anderswo (der berühmte Burggraben). Der Einsatz solcher Produkte wird meiner Meinung nach noch deutlich zunehmen weltweit. Was toll ist, weil vielen Menschen damit (teils erstmalig) geholfen werden wird. Aber auch in Deutschland ist natürlich die Frage wie lange diese zunehmende Nutzung für alle finanzierbar bleibt.

Ich kann das nur aus eigener Erfahrung bestätigen. 1. Hohe Wechselbarrieren für Bestandskunden Bestandskunden können nicht einfach den Lieferanten wechseln. Es handelt sich um validierte Prozesse (Lieferantenqualifizierung), und die Primärpackmittel werden ebenfalls qualifiziert und validiert. Darüber hinaus sind diese Packmittel in den Zulassungsunterlagen der Arzneimittel-Dossiers dokumentiert. Ein Lieferantenwechsel dauert daher Jahre – das überlegen sich Pharmakunden dreimal. 2. Hohe Markteintrittsbarrieren für neue Wettbewerber Wer neu in den Pharma-Verpackungsmarkt einsteigen will, benötigt spezialisierte Maschinen und Prozessanlagen, entsprechende Reinräume sowie qualifiziertes Personal mit einschlägiger Erfahrung. Allein die Realisierung aller CAPEX-Maßnahmen dauert mindestens 5 Jahre. Hinzu kommt, dass ein Neueinsteiger erst Pharmakunden akquirieren muss – die ihrerseits einem unbekannten Anbieter kaum vertrauen werden. Kurz gesagt: Ein tiefer Burggraben mit Krokodilen und brennendem Öl auf der Wasseroberfläche. 3. Strukturelle Stärken von Gerresheimer Für Gerresheimer bedeutet das im Umkehrschluss langjähriges, stabiles Geschäft mit normalerweise guter Marge – in einem Markt, der zudem moderat wächst. Gerresheimer ist damit eigentlich die ideale defensive Dividendenaktie zur Depotabsicherung. 4. Ausblick Mittel- und langfristig bin ich daher zuversichtlich. Kurzfristig wird sich in den nächsten Wochen zeigen, ob Gerresheimer aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat und endlich liefert. Was mich dabei nach wie vor überrascht: Gerresheimer wurde bislang noch nicht von einem strategischen Investor übernommen.
Trueffel_ULI
Trueffel_ULI, 6. Jun 9:47 Uhr
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Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Business Plan von Gerresheimer derart am Bedarf vorbei plant. Man kennt ja den Markt und die Kunden. Die ganzen Erweiterungspläne und Kapazitätsausweitungen mit neuen Produktlinien, neuen Produktionshallen überall auf der Welt, das wird sich in barer Münze auszahlen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man den Markt völlig falsch einschätzt. Zumal es nur wenige Anbieter gibt, die mit Reinräumen der höchsten Stufe im unmittelbaren Wettbewerb zu Gerrssheimer stehen. Lassen wir mal den Bormilo-Zukauf mit 800 Mio. Euro und die Investition in Höhe von 100 Mio. Euro in eine neue Hybridwanne plus neue Elektrik und Infrastruktur in Lohr außen vor, so hat man in den vergangenen Jahren extrem in o.g. neue Kapazitäten investiert, was sich ab 2026 und den Folgejahren auszahlen wird. Insgesamt hat man (ohne Bormioli-Übernahme) in den vergangenen 7 Jahren über 1,8 Mrd. Euro investiert. Ein Großteil davon in Erweiterungen, was zu mehr Umsatz führen wird. Primär alles in High-Value-Systeme bei Pharma und Biologika, was auch für einen Ausbau der zukünftigen EBITDA-Marge spricht. Hier die Investitionen der letzten Jahre: 110 Mio. Euro (2019) 190 Mio. Euro (2020) 200 Mio. Euro (2021) 240 Mio. Euro (2022) 330 Mio. Euro (2023) 370 Mio. Euro (2024) 370 Mio. Euro (ca. 2025) Man wird die Investitionen ab 2026 zurück fahren, denn der Fokus liegt ab sofort auf einem free Cash-flow. Aber die bisherigen Investitionen werden sich noch auszahlen, davon gehe ich fest aus. Hier nochmals einige Beispiele von Einzelinvestitionen der letzten 12 bis 24 Monate: Horsovsky, Tschechien 50 Mio. Euro (in Kapazitätsausweitungen) Peachtree, USA 170 Mio, Euro (in Kapazitätsausweitungen) Morganton, USA 100 Mio. Euro (in Kapazitätsausweitungen) Querétaro, Mexiko 100 Mio. Euro (in Kapazitätsausweitungen) Skopje, Nordmazedonien 100 Mio. Euro (in Kapazitätsausweitungen) Wertheim, Deutschland 30 Mio. Euro (in Kapazitätsausweitungen) Lohr, Deutschland 100 Mio. Euro (Instandhaltung/Modernisierung mit neuer Hybridwanne) Irgendwann muss der Vorstand ja auch mal abliefern und es muss sich in Umsatz und Gewinn bemerkbar machen. Die Investitionen per anno machen ja fast schon 15 % des Umsatzes per anno aus. 370 Mio. Euro in 2025 bei 2,3 Mrd. Euro Umsatz.
Trueffel_ULI
Trueffel_ULI, 6. Jun 9:35 Uhr
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Letztendlich hätte ich vermutlich schon längst als privater Investor die Reißleine gezogen, wenn AOC nicht eingestiegen wäre und ihren Anteil nicht weiter aufgestockt hätte. Im Hintergrund sind sie für die hoffentlich vollzogene Wende und den Turnaround verantwortlich. Der alte AR hätte dazu vermutlich nicht die Kraft gehabt.
Trueffel_ULI
Trueffel_ULI, 6. Jun 9:31 Uhr
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Tatsache ist...und hier setzt das Transformationsprogramm nun an: Gerresheimer macht weniger Gewinn als 2018 und das bei 50 Prozent mehr Umsatz. Gerresheimer hat im Vergleich zu 2017 seine EBITDA-Marge deutlich reduziert. Gerresheimer fällt im Benchmark stark zurück, dort gibt es keine Gewinnwarnungen, ganz im Gegenteil. Gerresheimer hat häufig bei Akquisitionen kein glückliches Händchen bewiesen in Sachen Kaufpreis (Bormioli, Sensile Medical). Gerresheimer befindet sich in einer Turnaround-Situation. Gerresheimer ist von Gewinnmaximierung und Maximalrendite noch weit entfernt. Gerresheimer verkauft sich deutlich unter Wert. Gerresheimer hat nur wenige Wettbewerber, der Burggraben/die Markteintrittsbarriere ist enorm, dennoch fällt die Marge kontinuierlich. Gerresheimer ist einem Wachstumsmarkt mit Megatrends aktiv, dennoch sinkt der Gewinn. Gerresheimer scheint primär hausgemachte Probleme zu haben. Gerresheimer hat sich selbst in diese missliche Lage gebracht, die Aktivisten kommen ganz sicher nicht, weil alles so prima läuft. Gerresheimer hat die aktuell Leerverkaufsquote selbst zu verantworten. Diese kam nicht ohne Grund. Gerresheimer kann froh sein, dass Aktivisten die gravierenden Mängel nicht nur offen benennen, sondern auch den Weg zur Besserung aktiv mit begleiten
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