SMA SOLAR WKN: A0DJ6J ISIN: DE000A0DJ6J9 Kürzel: S92 Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion
PV Jetzt werden sich alle Projektierer/Investoren mit Modulen eindecken. Das hilft den chinesischen Herstellern ihre Überbestände/Überkapazitäten weiter zu reduzieren (was zu einem Anstieg der Preise von Modulen führen könnte: $0.10/W in Richtung $0,12/W). Und keiner kann erraten, was nach 90-Tagen so alles passiert. Aber, dass könnte vielleicht noch einmal das Orderbuch für Large Scale Anwendungen für 2026 füllen. Wenn ich den Bilanzbericht 2024 und den Ausblick für 2025 richtig gelesen habe, sind 1,65 Mrd.€ geplant. Large Scale hatte 2024 ein Anteil von ungefähr 77%. Hiervon sind etwa 49% in den USA realisiert worden. Unterstellen wir eine ähnliche Verteilung in 2025, sehe ich hier eine größeres Risiko, was es zu beobachten gilt. Drücken wir mal die Daumen. In jedem Fall hängt das Wohl am Large Scale Geschäft und ist somit DER Hoffnungsträger für SMA. Batterien Ja, Batterien sind das nächste große Thema. Die USA haben kein einheitliches, flächendeckendes Stromnetz. Die Netze sind nicht verbunden und auch nich kompatibel. Batterien sind hier sehr wichtig, um die Netzstabilität zu gewährleisten. Die Amerikaner messen ihre Netzstabilität in Tagen (Ausfallzeit), wir (Deutschland) sind da eher in Minuten unterwegs. Mal sehen, ob es hierfür auch eine Ausnahme gibt. Das würde zumindest neue Projektaufträge für 2026 unterstützen. Auch hier sollte man genau hinschauen. Insbesondere auch auf die Vorprodukte. Hier beherrscht CN ebenfalls einen Großteil des Marktes (Stichwort: seltene Erden). Das Gerangel um die Zollpolitik hat gerade begonnen. Ich glaube, in der aktuellen Situation, zocken wir alle auf einem hohen Niveau. Ich wünsche uns allen viel Glück.
Richtig. Deutschland ist nach Aussage von SMA einer der wichtigsten Märkte. Nur ist das Large Scale Geschäft auch hier unter enormen Preisdruck (chinesischer und europäischer Wettbewerb) geraten. Die Premium-Preise von SMA Produkten werden auch in Deutschland nur schwer durchzusetzen sein. Das gilt für alle Segmente. Insbesondere in Home-Bereich haben die Distributoren mittlerweile ganze Eigenmarken-Portfolios entwickelt und kaufen direkt in China ein. Politik und Koalitionsvertrag Hier sind wir schnell wieder im Bereich von Absichtserklärungen der Politik, die erst einmal umgesetzt werden müssen. Wer hier genau hinsieht, entdeckt die Hintertür: „Vorbehaltlich der Finanzierbarkeit“. Nur zur Erinnerung: Das war mit den 60Mrd. Subventionskorb, der umgewidmet wurde, auch anders geplant als es von der Politik gedacht war. Hat sich dann in Luft aufgelöst. Oder, wie war das mit der E-Auto Prämie? Gehen wir noch weiter zurück, wie war das denn zwischen 2010 bis 2013 (schau mal hier auf den SMA Aktienkurs): Zwischen 2010 und 2013 senkte die Bundesregierung (CDU) die Förderung der Solarenergie drastisch, insbesondere durch die EEG-Novellen 2012/13. Dies führte zu massiven Insolvenzen deutscher Solarunternehmen, einem Abbau zehntausender Arbeitsplätze und der Verlagerung der Produktion nach China. Deutschland verlor dadurch seine führende Rolle in der Solarindustrie, trotz früherer technologischer Spitzenstellung. Politik kann nur Geld ausgeben, was im Staatshaushalt ist. Und jeder möchte jetzt etwas aus dem großen Topf haben … also machen wir uns doch bitte nichts vor. Es geht bei SMA nicht um einzelne Märkte, Produkt-Sortimente oder Innovationsauszeichnungen, es geht darum, dass SMA insgesamt in allen Segmenten und allen Märkten profitabel sein muss. Und das muss sich erst einmal zeigen. Ich denke, meine Aussage hat Bestand: Ohne nachhaltige Änderung der Geschäftsstrategie und einem neuen Vorstand mit frischen Ideen (kein weiter so), wird es für SMA besonders schwer, als deutsches Solarunternehmen und als dominanter Player auf den internationalen Absatzmärkten zu bestehen.
Ich formuliere es aus meiner Sicht mal so. Zusammenfassend lässt sich sagen: * Der Bereich Large Scale ist derzeit der einzige profitable Geschäftsbereich. * Die Home- und C&I-Segmente sind EBIT-negativ. * Der negative Free Cashflow deutet auf einen hohen Liquiditätsabfluss (Cash Burning Company) hin und die Produktionskapazität von 40 GW ist derzeit nicht ausgelastet (geplant 20-22GW), was zu enormen Strukturkosten beiträgt. * Die angekündigten Personalentlastung, die organisatorischen Änderungen sollen 150-200 Millionen Euro an Kostenreduktion bringen. Diese werden jedoch zum Teil von den hohen Kosten der Unterauslastung der Produktionskapazität aufgezerrt. * Erschwerend kommt eine aktuelle US-Zollpolitik hinzu, die erhebliche Auswirkungen auf die amerikanische Solarindustrie haben könnte – einem Schlüsselmarkt für SMA im Large-Scale-Segment. Sollten steigende Modulpreise – verursacht durch Zölle und Produktionsengpässe (die US amerikanischen Produktionskapazitäten für Module reichen bei weitem nicht aus) – die Rentabilität von Solarprojekten beeinträchtigen, könnten viele neue Bau-/Investitionsvorhaben trotz gut gefülltem Auftragsbuch wieder auf Eis gelegt werden. * Das gesamte aktuelle Geschäftsmodell hängt von Entscheidungen über Subventionen von der Politik ab.
Die SMA AG steht 2025 vor großen Herausforderungen. Der Aktienkurs ist binnen eines Jahres um 75 % gefallen, die Umsatzerwartung in 2024 wurde drastisch von 2,3 auf 1,5 Mrd. Euro gesenkt – entgegen früherer, optimistischer Aussagen des Vorstands. Trotz Ausbau der Produktionskapazität auf 40 GW zeigen sich operative Schwächen, vor allem in den Bereichen Home Solutions und C&I, die Verluste schreiben. Nur das Large-Scale-Geschäft ist profitabel. Finanziell ist die Lage angespannt: Der Free Cashflow ist negativ, die Liquidität sinkt, Lagerbestände sind hoch. Eine Reorganisation mit dem Abbau von 1.100 Stellen und der Reduktion auf zwei Segmente soll Kosten senken (150–200 Mio. Euro). Die hohe Fluktuation auf der CFO-Position wirft Fragen zur Führungsstabilität auf. Zudem verliert SMA durch veraltete Produkte, fehlende Fertigung in Niedriglohnländern und zunehmenden Wettbewerb – insbesondere aus China – an Wettbewerbsfähigkeit. Die Produktionsauslastung liegt nur bei ca. 50 %, was die Strukturkosten erhöht. Erschwerend wirken mögliche Zollrisiken in den USA, einem Schlüsselmarkt. Sollte sich die Lage nicht schnell bessern, droht SMA 2026 eine ernsthafte finanzielle Krise. Ein Turnaround scheint nur mit neuer Strategie und neuer Führung möglich – derzeit aber nicht in Sicht.
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