UNITEDHEALTH GROUP WKN: 869561 ISIN: US91324P1021 Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion

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23:00:01 Uhr, Lang & Schwarz
Kommentare 9.090
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m4758406, 17.05.2025 23:07 Uhr
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Der Einwand von Lucia17 ist nachvollziehbar und wichtig, da er eine entscheidende Differenzierung vornimmt. Es ist korrekt, dass UnitedHealth Group fundamental ein ganz anderes Kaliber ist als Wirecard es jemals war. Lucia17 hat also vollkommen Recht mit der Charakterisierung von UNH als substanzstarkem Unternehmen. Dennoch, und hier kommt unsere umfangreiche Datenbasis ins Spiel, sehen wir bei UnitedHealth aktuell eine *Kombination* von Faktoren, die trotz der fundamentalen Stärke des Unternehmens extreme Vorsicht gebieten und die optimistische Sichtweise, die sich rein auf Insiderkäufe stützt, konterkarieren: 1. **Historisch beispiellose Kostensteigerungen im MA-Segment:** Die Q1 2025 Ergebnisse haben gezeigt, dass die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen im Medicare Advantage Bereich doppelt so hoch war wie erwartet. Dies ist kein kleines Problem, sondern betrifft das Kerngeschäft. Zwar gab es auch in der Vergangenheit Schwankungen, aber die aktuelle Dimension, gekoppelt mit den V28-Anpassungen, scheint außergewöhnlich. 2. **Aussetzung der Gesamtjahresprognose 2025 & CEO-Wechsel (13. Mai 2025):** Dies sind die schwerwiegendsten Alarmsignale. Wenn ein Unternehmen dieser Größenordnung und mit dieser Marktexpertise die Prognose komplett aussetzt, signalisiert das eine massive Unsicherheit und fehlende Visibilität seitens des Managements selbst. Der gleichzeitige, unerwartete CEO-Wechsel in dieser Krisenphase (Andrew Witty tritt zurück, Stephen Hemsley kehrt zurück) verstärkt diesen Eindruck massiv. Dies ist kein normales operatives "Rauschen". 3. **V28-Risikomodell-Anpassung:** Die Umstellung ist komplex und die Auswirkungen, insbesondere auf die Erstattung für komplexere Patientenprofile bei Optum Health, scheinen problematischer zu sein als ursprünglich vom Management kommuniziert. Andrew Wittys frühere optimistische Aussagen stehen im krassen Gegensatz zur aktuellen Situation. 4. **Optum Health Herausforderungen:** Die Integration neuer, komplexer Mitglieder, die von Plänen kamen, die Märkte verlassen haben, und deren scheinbar unzureichende vorherige Betreuung führen zu unerwartet niedrigen Erstattungen. Dies ist ein operatives Problem, das Zeit und Ressourcen zur Behebung benötigt. 5. **Politische und regulatorische Risiken:** Die Androhung massiver PBM-Reformen durch die Trump-Administration ist ein Damoklesschwert über einem wichtigen Ertragspfeiler von Optum Rx. Auch wenn UNH kein "Betrugsfall" wie Wirecard ist, sind die laufenden DOJ-Ermittlungen wegen Medicare-Abrechnungspraktiken und die FTC-Klage gegen PBMs ernstzunehmende regulatorische Gegenwinde, die finanzielle und reputationelle Folgen haben können. 6. **Cyberangriff-Folgen:** Die direkten und indirekten Kosten sowie die Störungen durch den Change Healthcare-Angriff sind noch nicht vollständig ausgestanden und könnten sich länger hinziehen als gedacht. Zusammenfassend: Ja, UNH ist kein Wirecard. Aber die aktuelle Situation ist dennoch von außergewöhnlicher Unsicherheit und realen, tiefgreifenden operativen und externen Herausforderungen geprägt. Die ausgesetzte Prognose und der CEO-Wechsel sind extrem starke Indikatoren dafür, dass die Probleme ernster sind, als es vielleicht vor einigen Monaten noch den Anschein hatte. Ein Insiderkauf, auch in Millionenhöhe, kann diese fundamentalen Unsicherheiten und Risiken nicht einfach negieren. Er mag ein Zeichen der Hoffnung oder des strategischen Kalküls des Insiders sein, aber für externe Investoren müssen die harten Fakten und die fehlende Management-Guidance im Vordergrund stehen. Der Markt hat bereits mit einem massiven Kurseinbruch auf die Gewinnwarnung und die Prognoseaussetzung reagiert – das ist kein Zufall.
D
Diversify, 17.05.2025 23:12 Uhr
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Der Punkt meines Wirecard-Vergleichs – und das ist entscheidend für das Verständnis – bezog sich nicht darauf, UnitedHealth betrügerische Absichten oder eine Existenz als "Luftnummer" zu unterstellen. Das wäre in der Tat ein unpassender und irreführender Vergleich. Mein Fokus lag ausschließlich auf der spezifischen Argumentation im Forum, dass Insiderkäufe, insbesondere von CEOs, als "bombensicherer" Beweis für eine bevorstehende Kurserholung oder die Abwesenheit gravierender Probleme gewertet werden. Genau diese Annahme wollte ich mit dem Wirecard-Beispiel (und anderen genannten Fällen wie Enron oder diversen Banken in der Finanzkrise) widerlegen. Es ging darum aufzuzeigen, dass selbst in extrem kritischen Situationen, bis hin zum betrügerischen Totalverlust, Insiderkäufe stattfinden können und somit per se kein Entwarnungssignal oder gar ein Garant für zukünftige Gewinne sind. Die Motivationen für Insiderkäufe sind vielfältig und nicht immer rein renditeorientiert, wie wir bereits diskutiert haben (Signalwirkung, Vertrauensbildung, Prestigedenken etc.).

Ja, so habe ich es eigentlich auch verstanden und ich danke auch für deine Ausführungen und mit realen Beispielen untermauerte Erläuterungen. Und gebe dir Recht: Als Garant für einen dauerhaft wieder steigenden Kurs eignen sich die Insider Transaktionen bei UnitedHealth nicht. Sie könnten niemals als Substitut für ein funktionierendes Geschäftsmodell unter einer kompetenten Führungsmannschaft gelten. Als 🍬 Bonbon betrachte ich sie dennoch. Wichtiger für mich: Der alte und neue CEO hätte es nicht nötig gehabt, zurückzukehren, um hier 'die Kuh vom Eis' zu holen. Das ist 💪 stark und ich vertraue auf ihn. Niemand kennt den Laden so gut wie er und bringt soviel Kompetenz mit. Und sicher einen großen und bewährten Besen 😅
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Baronwufet, 17.05.2025 23:19 Uhr
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Ich gebe dir indessen Recht: Es ist Vorsicht geboten, solange wir nicht wissen, welche konkreten Vorwürfe in welchem Umfange gegen das Unternehmen oder einzelne Führungskräfte erhoben werden. Noch ist es lediglich ein Verdachtsfall, welcher geprüft wird. Dennoch bin ich zuversichtlich, dass deren externe Wirtschaftsprüfer keinen allzu großen Bock geschossen haben. Und es sich auch intern keinesfalls um kriminelle Machenschaften handelt, sondern schlichtweg vielleicht um Schlampereien. Welche in jedem Konzern vorkommen. Nur nicht immer aufgedeckt werden.

Korrekt. Solange nichts konkretes da ist, würde ich weder verkaufen noch kaufen
m
m4758406, 17.05.2025 23:27 Uhr
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**Gemini 2.5 Pro ** -> ** Stell dir vor, UnitedHealth Group ist wie ein riesiges Sparschwein für viele Menschen, besonders für ältere Leute, die bei "Medicare Advantage" versichert sind. Dieses Sparschwein hilft ihnen, ihre Arztrechnungen zu bezahlen. **Die großen Sorgen bei UnitedHealth – ganz einfach erklärt:** 1. **Das Sparschwein wird schneller leer als gedacht (Medicare Advantage Kosten):** * **Was ist passiert?** Plötzlich gehen viel mehr ältere Leute viel öfter zum Arzt oder brauchen teurere Behandlungen als UnitedHealth dachte. Stell dir vor, jeder im Sparschwein nimmt plötzlich doppelt so viel Geld raus wie geplant. * **Warum ist das schlimm?** Wenn mehr Geld rausgeht als reinkommt oder als man erwartet hat, wird das Sparschwein schnell leerer. UnitedHealth muss dann vielleicht die Preise für die Versicherung erhöhen oder weniger für andere Dinge ausgeben, um das auszugleichen. Das macht die Kunden unzufrieden und ist schlecht fürs Geschäft. * **Ist das Kerngeschäft schon kaputt?** Ein wichtiger Teil, nämlich das Geschäft mit den älteren Leuten, hat einen ordentlichen Knacks bekommen. Es ist noch nicht komplett kaputt, aber es blutet gerade stark. 2. **Neue Spielregeln machen es kompliziert (V28-Risikomodell):** * **Was ist passiert?** Die Biden-Regierung bzw. die unter ihr arbeitende Behörde CMS hat neue, komplizierte Regeln aufgestellt, wie UnitedHealth das Geld für die älteren Leute berechnen und bekommen soll. Diese Regeln sind strenger und UnitedHealth scheint große Schwierigkeiten zu haben, sich schnell genug darauf einzustellen. * **Warum ist das schlimm?** Wenn man die Regeln nicht gut versteht oder umsetzt, bekommt man vielleicht weniger Geld von der Regierung, als man eigentlich für die Kranken braucht. Das ist, als ob die Regeln fürs Füllen des Sparschweins plötzlich viel komplizierter werden und man weniger reinbekommt. * **Schädigt das schon das Geschäft?** Ja, das tut es, weil es direkt beeinflusst, wie viel Geld UnitedHealth für seine wichtigste Kundengruppe (die Senioren) zur Verfügung hat und wie profitabel dieses Geschäft ist. 3. **Die "Arztpraxis-Kette" hat Probleme (Optum Health):** * **Was ist passiert?** UnitedHealth hat eine eigene Kette von Arztpraxen und Gesundheitsdiensten namens Optum Health. Viele neue, besonders kranke oder komplizierte Patienten sind dorthin gewechselt, weil ihre alten Versicherungen vielleicht aufgehört haben. Diese neuen Patienten brauchen viel Betreuung, aber UnitedHealth bekommt im Moment vielleicht nicht genug Geld für sie, weil ihre Krankengeschichte anfangs nicht gut bekannt war. * **Warum ist das schlimm?** Wenn man viele neue, sehr pflegebedürftige Leute in seine Arztpraxen bekommt, aber nicht genug Geld dafür erhält, macht man Verluste. Das ist, als würdest du einen Laden aufmachen, viele neue Kunden kommen, die aber sehr viel brauchen und erstmal wenig bezahlen. * **Schädigt das schon das Geschäft?** Ja, dieser Teil von Optum Health, der sich um diese speziellen Patienten kümmert, hat im Moment definitiv Probleme, profitabel zu sein. 4. **Der neue Präsident könnte alles durcheinanderwirbeln (Politische Risiken/PBM):** * **Was ist passiert?** Donald Trump hat angekündigt, dass er die Preise für Medikamente stark senken will. Ein großer Teil von UnitedHealth (Optum Rx) verdient Geld damit, Medikamentenpreise für Versicherungen zu verhandeln. Wenn die Preise stark fallen oder anders geregelt werden, könnte dieses Geschäft viel weniger profitabel werden. * **Warum ist das schlimm?** Das ist, als würde ein wichtiger Geldbringer für das Sparschwein plötzlich viel weniger Geld einbringen. Das würde das ganze Unternehmen treffen. * **Schädigt das schon das Geschäft?** Noch nicht direkt, aber die *Angst* davor ist schon da und macht Investoren nervös. Wenn es so kommt, wäre das ein schwerer Schlag.
m
m4758406, 17.05.2025 23:27 Uhr
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........ ** 5. **Der Chef ist plötzlich weg und keiner weiß, wie es weitergeht (CEO-Wechsel & Prognoseaussetzung):** * **Was ist passiert?** Mitten in diesen ganzen Problemen hat der Chef von UnitedHealth hingeworfen. Und das Unternehmen sagt jetzt: "Wir wissen gerade selbst nicht genau, wie viel Geld wir dieses Jahr verdienen werden." * **Warum ist das so extrem schlimm?** Das ist wie ein Kapitän, der mitten im Sturm von Bord geht und die Mannschaft nicht weiß, wie schlimm der Sturm wirklich wird. Es zeigt, dass die Probleme sehr ernst sind und das Management selbst unsicher ist. Das ist für Investoren fast das Schlimmste, was passieren kann, weil man nicht planen kann. * **Schädigt das schon das Geschäft?** Es schädigt vor allem das Vertrauen. Und wenn Investoren und Kunden das Vertrauen verlieren, ist das sehr, sehr schlecht für jedes Geschäft. **Lässt es sich noch reparieren? Und wie wahrscheinlich ist das?** Das ist die Millionen-Euro-Frage! * **Lässt es sich reparieren?** Ja, grundsätzlich schon. UnitedHealth ist ein riesiges Unternehmen mit vielen klugen Köpfen und viel Geld. Sie können versuchen: * Besser mit den Ärzten zu verhandeln, um Kosten zu senken. * Die neuen Regeln (V28) besser zu verstehen und umzusetzen. * Den neuen, kranken Patienten bei Optum Health intensiver zu helfen, damit sie gesünder werden und langfristig weniger Kosten verursachen (das braucht aber Zeit). * Sich auf mögliche neue Medikamentenpreis-Regeln vorzubereiten und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. * Der neue/alte Chef, Stephen Hemsley, kennt das Unternehmen sehr gut und könnte es schaffen, wieder Ruhe und eine klare Richtung reinzubringen. * **Wahrscheinlichkeiten (meine ganz persönliche Einschätzung in %):** * **Vollständige und schnelle Erholung (innerhalb von 1-2 Jahren zurück zu alter Stärke und Profitabilität): 20%** Das wäre ein Best-Case-Szenario. Es würde erfordern, dass Hemsley Wunder wirkt, die Kostenprobleme schnell lösbar sind und die politischen Risiken sich nicht voll materialisieren. Ist möglich, aber angesichts der Prognoseaussetzung eher unwahrscheinlich. * **Langsame und schmerzhafte Stabilisierung mit dauerhaft etwas niedrigeren Margen (innerhalb von 2-4 Jahren): 50%** Das halte ich für das wahrscheinlichste Szenario. Das Unternehmen wird die Probleme angehen, aber es wird Zeit kosten und vielleicht nicht mehr ganz so profitabel sein wie früher in allen Bereichen. Das Kerngeschäft ist *angeschlagen*, aber nicht *zerstört*. Es wird Narben geben. * **Anhaltende Krise und signifikanter, langfristiger Schaden (Abstieg in die Mittelmäßigkeit oder schlimmer): 30%** Dieses Risiko ist durch die jüngsten Ereignisse deutlich gestiegen. Wenn die Kosten nicht in den Griff zu bekommen sind, die politischen Eingriffe massiv werden und das Management keine überzeugenden Lösungen findet, könnte UNH tatsächlich langfristig an Wert und Marktstellung verlieren. Eine Zerschlagung oder ein "Too big to fail"-Szenario ist zwar noch weit weg, aber die Richtung ist besorgniserregend. **Was ich denke:** Die Kombination aus operativen Problemen, die jetzt so massiv zu Tage treten, dass die Prognose ausgesetzt wird, gepaart mit einem CEO-Wechsel und externen politischen Drohungen, ist wirklich eine explosive Mischung. Das Sparschwein hat definitiv ein paar große Löcher bekommen. Ob man die schnell und dauerhaft stopfen kann, ist die große Frage. Die nächsten 1-2 Quartale werden extrem wichtig sein, um zu sehen, ob das neue Management erste Erfolge bei der Schadensbegrenzung zeigen kann. Bis dahin bleibt es ein Ritt auf der Rasierklinge.
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m4758406, 17.05.2025 22:57 Uhr
1

Zunächst einmal herzlichen Dank für deine große Mühe. Du bist sehr sachlich und konstruktiv auf gleich mehrere der hier von einigen von uns genannten Argumente eingegangen. Den Vergleich mit Wirecard kann ich nicht nachvollziehen. UnitedHealth existiert seit fast 50 Jahren, ist eines der etabliertesten und umsatzstärksten Unternehmen in den USA mit nach wie vor hervorragenden Finanzkennziffern inkl. soliden Margen und einer mehr als ausreichenden Kapitaldecke. Fester Bestandteil des dortigen privatwirtschaftlichen Gesundheitssystems. Weiterhin im Wachstum begriffen. Wirecard wiederum war von vornherein eine systematisch aufgebaute Luftnummer und niemals ein Unternehmen mit wahrer Substanz. 1,9 Milliarden angeblich auf Treuhandkonten verbuchte Euro waren nicht mehr auffindbar. Die Bilanzen sollen gefälscht und kreditgebende Banken um 3,1 Milliarden Euro geprellt worden sein. Ganz offensichtlich gab es niemals unabhängige externe Finanzkontrollmechanismen und -überprüfungen bis zum Platzen der Blase.

Der Punkt meines Wirecard-Vergleichs – und das ist entscheidend für das Verständnis – bezog sich nicht darauf, UnitedHealth betrügerische Absichten oder eine Existenz als "Luftnummer" zu unterstellen. Das wäre in der Tat ein unpassender und irreführender Vergleich. Mein Fokus lag ausschließlich auf der spezifischen Argumentation im Forum, dass Insiderkäufe, insbesondere von CEOs, als "bombensicherer" Beweis für eine bevorstehende Kurserholung oder die Abwesenheit gravierender Probleme gewertet werden. Genau diese Annahme wollte ich mit dem Wirecard-Beispiel (und anderen genannten Fällen wie Enron oder diversen Banken in der Finanzkrise) widerlegen. Es ging darum aufzuzeigen, dass selbst in extrem kritischen Situationen, bis hin zum betrügerischen Totalverlust, Insiderkäufe stattfinden können und somit per se kein Entwarnungssignal oder gar ein Garant für zukünftige Gewinne sind. Die Motivationen für Insiderkäufe sind vielfältig und nicht immer rein renditeorientiert, wie wir bereits diskutiert haben (Signalwirkung, Vertrauensbildung, Prestigedenken etc.).
A
Alwinius566, 17.05.2025 22:55 Uhr
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United Health
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Diversify, 17.05.2025 22:54 Uhr
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Zusammen hier im Forum können wir alle verfügbaren Neuigkeiten jeweils hochaktuell zusammentragen und auswerten bzw kontrovers diskutieren.
D
Diversify, 17.05.2025 22:51 Uhr
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Ich gebe dir indessen Recht: Es ist Vorsicht geboten, solange wir nicht wissen, welche konkreten Vorwürfe in welchem Umfange gegen das Unternehmen oder einzelne Führungskräfte erhoben werden. Noch ist es lediglich ein Verdachtsfall, welcher geprüft wird. Dennoch bin ich zuversichtlich, dass deren externe Wirtschaftsprüfer keinen allzu großen Bock geschossen haben. Und es sich auch intern keinesfalls um kriminelle Machenschaften handelt, sondern schlichtweg vielleicht um Schlampereien. Welche in jedem Konzern vorkommen. Nur nicht immer aufgedeckt werden.
D
Diversify, 17.05.2025 22:42 Uhr
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Wie ich aus vielen früheren Kommentaren unserer Mitforisten herauslese, haben sie sich mit dem Unternehmen recht intensiv beschäftigt, bevor sie erstmals investierten, mich eingeschlossen. Und zwar, bevor all diese neuerlichen Insider Transaktionen in dieser Woche gemeldet worden sind.
D
Diversify, 17.05.2025 22:37 Uhr
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**Gemini 2.5 Pro ** -> ** Die Hoffnung auf eine schnelle Erholung, nur weil der Kurs von einem hohen Niveau gefallen ist, ist trügerisch. Geduld zahlt sich oft aus, wie im Forum in Bezug auf Meta angemerkt wurde, aber nur, wenn die fundamentalen Aussichten eine Erholung rechtfertigen. Momentan ist das bei UNH extrem fraglich. Das im Forum erwähnte "Potenzial für einen weiteren Rückgang" ist absolut real. Die Empfehlung von "Der Aktionär", erst die 400 Dollar abzuwarten, ist eine defensive Strategie, die zwar Rendite begrenzt, aber auch Kapital schützt. In der jetzigen Situation ist Kapitalerhalt wichtiger als die Jagd nach dem "Kick", der im Forum angesprochen wurde, oder dem kurzfristigen Vorteil durch den noch nicht eingepreisten Insidertrade, der ebenfalls im Forum Erwähnung fand. Mein Fazit bleibt: Extreme Vorsicht ist geboten. Insiderkäufe ändern nichts an den fundamentalen, massiven Unsicherheiten und den harten Fakten der ausgesetzten Prognose und des CEO-Wechsels in Krisenzeiten. Historische Beispiele, wie mein angeführtes Wirecard-Beispiel, warnen uns eindrücklich davor, solchen Signalen blind zu vertrauen.

Zunächst einmal herzlichen Dank für deine große Mühe. Du bist sehr sachlich und konstruktiv auf gleich mehrere der hier von einigen von uns genannten Argumente eingegangen. Den Vergleich mit Wirecard kann ich nicht nachvollziehen. UnitedHealth existiert seit fast 50 Jahren, ist eines der etabliertesten und umsatzstärksten Unternehmen in den USA mit nach wie vor hervorragenden Finanzkennziffern inkl. soliden Margen und einer mehr als ausreichenden Kapitaldecke. Fester Bestandteil des dortigen privatwirtschaftlichen Gesundheitssystems. Weiterhin im Wachstum begriffen. Wirecard wiederum war von vornherein eine systematisch aufgebaute Luftnummer und niemals ein Unternehmen mit wahrer Substanz. 1,9 Milliarden angeblich auf Treuhandkonten verbuchte Euro waren nicht mehr auffindbar. Die Bilanzen sollen gefälscht und kreditgebende Banken um 3,1 Milliarden Euro geprellt worden sein. Ganz offensichtlich gab es niemals unabhängige externe Finanzkontrollmechanismen und -überprüfungen bis zum Platzen der Blase.
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m4758406, 17.05.2025 22:24 Uhr
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Aus meiner Erfahrung sind sogenannte Insider oft schlechte Börsianer. Viele kaufen Aktien nicht, weil sie von der zukünftigen Rendite überzeugt sind, sondern aus Prestigegründen oder um ein symbolisches Zeichen zu setzen. Es geht weniger um rationale Investitionsentscheidungen, sondern eher darum, Vertrauen zu demonstrieren – sei es gegenüber Mitarbeitern, Investoren oder Medien. Doch genau das macht sie zu gefährlichen Orientierungspunkten für Privatanleger. Ich kenne mehr als 20 Beispiele, bei denen Insider zu deutlich überhöhten Kursen eingestiegen sind. Pat Gelsinger, der CEO von Intel, hat kurz nach seinem Amtsantritt Aktien des Unternehmens gekauft – seitdem ist der Kurs gefallen. Der CEO der Voestalpine, der ehemalige Volkswagen-Chef, der bei rund 150 Euro kaufte – heute notiert die Aktie niedriger. Auch bei der Kapitalerhöhung von AMS-Osram vor einigen Jahren haben sich zahlreiche Insider beteiligt – heute steht die Aktie über 90 % tiefer. Wenn Insider tatsächlich über besseres Wissen zur Zukunft verfügen würden, müssten sie alle längst Milliardäre sein. Ein weiteres Beispiel ist der ehemalige Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, der in der Finanzkrise 2008 Aktien kaufte, um Vertrauen zu signalisieren – der Kurs stürzte später weiter ab. Auch bei Wirecard haben Vorstände noch kurz vor dem Zusammenbruch Aktien erworben.
m
m4758406, 17.05.2025 22:00 Uhr
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**Gemini 2.5 Pro ** -> ** Die Hoffnung auf eine schnelle Erholung, nur weil der Kurs von einem hohen Niveau gefallen ist, ist trügerisch. Geduld zahlt sich oft aus, wie im Forum in Bezug auf Meta angemerkt wurde, aber nur, wenn die fundamentalen Aussichten eine Erholung rechtfertigen. Momentan ist das bei UNH extrem fraglich. Das im Forum erwähnte "Potenzial für einen weiteren Rückgang" ist absolut real. Die Empfehlung von "Der Aktionär", erst die 400 Dollar abzuwarten, ist eine defensive Strategie, die zwar Rendite begrenzt, aber auch Kapital schützt. In der jetzigen Situation ist Kapitalerhalt wichtiger als die Jagd nach dem "Kick", der im Forum angesprochen wurde, oder dem kurzfristigen Vorteil durch den noch nicht eingepreisten Insidertrade, der ebenfalls im Forum Erwähnung fand. Mein Fazit bleibt: Extreme Vorsicht ist geboten. Insiderkäufe ändern nichts an den fundamentalen, massiven Unsicherheiten und den harten Fakten der ausgesetzten Prognose und des CEO-Wechsels in Krisenzeiten. Historische Beispiele, wie mein angeführtes Wirecard-Beispiel, warnen uns eindrücklich davor, solchen Signalen blind zu vertrauen.
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m4758406, 17.05.2025 22:00 Uhr
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**Gemini 2.5 Pro ** -> ** Die Diskussion im Forum zeigt eine verständliche, aber aus meiner Sicht trügerische Hoffnung, die sich primär an den Insiderkäufen des neuen/alten CEOs Stephen Hemsley festmacht. Es ist richtig, dass ein CEO, der für rund 25 Millionen US-Dollar eigene Aktien kauft, ein Signal setzen möchte – sei es, um Vertrauen zu bilden oder weil er tatsächlich an einen Turnaround glaubt. Es wurde zwar argumentiert, dass dies wohl keiner Diskussion mehr bedürfe, aber die Geschichte der Kapitalmärkte ist voll von Beispielen, die zur Vorsicht mahnen. Denken Sie an meinen oft angeführten Fall Wirecard: Deren CEO Markus Braun kaufte ebenfalls kurz vor dem Kollaps Aktien, und es lief ein Aktienrückkaufprogramm – beides konnte den Untergang nicht verhindern. Insiderkäufe sind bei Weitem kein bombensicherer Indikator für eine bevorstehende Erholung oder gar die Abwesenheit von tiefgreifenden Problemen, geschweige denn Betrug. Ken Lay von Enron verbreitete öffentlich Optimismus und hielt Aktien, während das Unternehmen in einem der größten Bilanzskandale versank. Zahllose Banken-CEOs erwarben während der Finanzkrise 2008/2009 eigene Aktien, nur um dann massive staatliche Rettungspakete zu benötigen oder unterzugehen. Diese Käufe können vielfältige Motivationen haben: tatsächlicher Glaube, der Versuch, den Markt zu beruhigen, Compliance-Vorgaben oder eine schlichte Fehleinschätzung. Ein Aktienrückkaufprogramm, dessen Ausweitung im Forum gefordert wurde, wäre ebenfalls kein Allheilmittel, sondern, wie an anderer Stelle im Forum als Antwort impliziert wurde, erst nach Klarheit zur Dividende und der Beseitigung der negativen Spekulation sinnvoll. Unternehmen können Aktien zurückkaufen, während sich die Fundamentaldaten verschlechtern, was letztlich nur Kapital vernichtet. Die im Forum geäußerte Annahme, man könne Betrug von oben herab nun ausschließen, halte ich für gefährlich naiv; die Vergangenheit hat oft genug das Gegenteil bewiesen. UnitedHealth Group steht vor massiven Herausforderungen: Die Kostenexplosion im Medicare Advantage-Bereich, die schwierige Anpassung an das V28-Risikomodell, Integrationsprobleme bei Optum Health, die drohende PBM-Reform unter der Trump-Administration und nicht zuletzt der abrupte CEO-Wechsel und die komplette Aussetzung der Prognose für 2025. Diese Aussetzung ist das gravierendste Warnsignal, denn es zeigt, dass das Management selbst keine verlässliche Sicht auf die unmittelbare Zukunft hat. Der Vergleich mit Meta, der im Forum diskutiert wurde, hinkt insofern, als dass die Art der Probleme unterschiedlich gelagert waren – Meta kämpfte mit Wachstumssorgen und Investitionen ins Metaverse, nicht mit einer fundamentalen Krise im Kerngeschäft und gleichzeitigen regulatorischen Bedrohungen dieser Größenordnung, auch wenn im Forum aufgezeigt wurde, dass auch Meta Strafen zahlen musste. Zwar gibt es bei UNH aktuell keine konkreten *bewiesenen* Betrugsvorwürfe wie bei Wirecard, die Ermittlungen des DOJ bezüglich der Medicare-Abrechnungspraktiken (laut Wall Street Journal vom Februar 2025) und die Klage der FTC gegen PBMs (September 2024), auf die im Forum hingewiesen wurde, sind jedoch ernste Warnsignale, die nicht ignoriert werden dürfen. Die im Forum geäußerte Ansicht, die Betrugsvorwürfe seien "ein alter Hut", als die Aktie bei 600 Euro stand, mag stimmen, aber die *Dynamik* und die *Kombination* der aktuellen Probleme, gekrönt von der ausgesetzten Prognose, haben eine neue Qualität erreicht.
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Revelation, 17.05.2025 21:27 Uhr
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Der Ceo hat gestern 86.700 Aktien für 288 Dollar im Gesamtwert von ca 25 Millionen Usd gekauft - es bedarf wohl keine Diskussion mehr

Der ist angetreten um das Ruder rumzureißen, da dürfte das eine gezielte Maßnahme sein um Vertrauen zu bilden. Erstmal nichts Besonderes. Ich würde lieber lesen, dass das Aktienrückkaufprogramm ausgeweitet wird. Um Milliarden und nicht Millionen, das würde besser kommen. Und endlich Klarheit zur Dividende. Die ? müssen möglichst alle weg um die negative Spekulation zu unterbinden.
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MD1986, 17.05.2025 18:58 Uhr
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Naja, wir brauchen uns nicht die Eier zu schaukeln. Es müsste klar sein, daß das hier ein heißes Eisen ist. Theoretisch sehe ich auch Potential für einen weiteren Rückgang, z.b. Gegenwind der Trumpadministration, neue ganz schlechte Prognose, großen Schaden durch Betrug. Man kann es so machen, wie Der Aktionär empfiehlt: erst mal wieder die 400$ abwarten und dann kaufen. Dann ist aber die Rendite sehr begrenzt

Das natürlich nicht... Jeder an der Börse sucht auch einen gewissen Kick, lassen wir uns überraschen. Nur Gewinne von alten Trades investieren, und einfach zusehen was passiert.
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