UNITEDHEALTH GROUP WKN: 869561 ISIN: US91324P1021 Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion
Guten Morgen Die Vergleiche zu Wirecard in Bezug auf die Insiderkäufe sind wirklich außerordentlich unseriös! Es geht bei den Vorwürfen gegen United nämlich NICHT um Bilanzfälschungen, daher sind die Insiderkäufe oder die möglichen Motive oder Auswirkungen dahinter vollkommen anders! Fakt ist, die Vorwürfe stehen seit einem Jahr im Raum! Fakt ist, das Unternehmen hat sofort Stellung bezogen und erwähnt keinerlei Kenntnis darüber zu haben, dass aktuell Ermittlungen stattfinden und auf die "Integrität" (Makellosigkeit) seines Medicare Advantage Programm bestanden! Zudem geht es bei den Vorwürfen/Ermittlungen nach meinem Kenntnisstand darum, dass United in Einzelfällen, Patienten kränker abgerechnet haben soll, als sie seien... Sofern sich das bestätigen lassen sollte, wäre wohl die Regierung be.schissen worden und nicht der einzelne Patient! Somit kann ich eine immer wieder erwähnte Welle von Schadensersatzansprüchen seitens der einzelnen Versicherer nicht nachvollziehen! Vielmehr geht es dann um einen möglichen Vergleich mit der Regierung. Diese sollte ein starkes Interesse daran haben, dass Unitedhealth als größte private Krankenversicherung der USA auch weiterhin das Land versorgt und versichert. Die Erfahrung hat gezeigt, sofern die Regierung nämlich Kohle sieht, geht anschließend alles so weiter wie voher! Sowohl in den USA, als auch auf der Rest der Welt 🤓. Das ist mein Kenntnisstand in Bezug auf die aktuellen Vorwürfe. Sofern ich etwas falsch interpretiert haben sollte oder falsche Infos vorliegen, würde ich mich über konstruktive Kritik freuen und wünsche allen einen schönen Sonntag! PS: Wenn es in der aktuellen Situation KEIN Risiko geben würde, dann gäbe es wohl auch keine Chance auf tüchtig Prozente 😅🤣
Könntest du deine KI mal bitte fragen, wie sie sich den Umstand erklärt, daß der Ceowechsel und Prognoserücknahme ja schon am Dienstag erfolgte und diese Ängste ja dann an diesem Tag schon eingepreist wurden und ob das hohe Volumen an dem Tag als der WSJ Bericht kam mit einer alten Meldung unter diesen Umständen nicht etwas hysterisch erscheinen? Oder anders gefragt: Warum gab es nicht am Dienstag schon den Volumenmäßig krassen Abverkauf
........ ** 5. **Der Chef ist plötzlich weg und keiner weiß, wie es weitergeht (CEO-Wechsel & Prognoseaussetzung):** * **Was ist passiert?** Mitten in diesen ganzen Problemen hat der Chef von UnitedHealth hingeworfen. Und das Unternehmen sagt jetzt: "Wir wissen gerade selbst nicht genau, wie viel Geld wir dieses Jahr verdienen werden." * **Warum ist das so extrem schlimm?** Das ist wie ein Kapitän, der mitten im Sturm von Bord geht und die Mannschaft nicht weiß, wie schlimm der Sturm wirklich wird. Es zeigt, dass die Probleme sehr ernst sind und das Management selbst unsicher ist. Das ist für Investoren fast das Schlimmste, was passieren kann, weil man nicht planen kann. * **Schädigt das schon das Geschäft?** Es schädigt vor allem das Vertrauen. Und wenn Investoren und Kunden das Vertrauen verlieren, ist das sehr, sehr schlecht für jedes Geschäft. **Lässt es sich noch reparieren? Und wie wahrscheinlich ist das?** Das ist die Millionen-Euro-Frage! * **Lässt es sich reparieren?** Ja, grundsätzlich schon. UnitedHealth ist ein riesiges Unternehmen mit vielen klugen Köpfen und viel Geld. Sie können versuchen: * Besser mit den Ärzten zu verhandeln, um Kosten zu senken. * Die neuen Regeln (V28) besser zu verstehen und umzusetzen. * Den neuen, kranken Patienten bei Optum Health intensiver zu helfen, damit sie gesünder werden und langfristig weniger Kosten verursachen (das braucht aber Zeit). * Sich auf mögliche neue Medikamentenpreis-Regeln vorzubereiten und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. * Der neue/alte Chef, Stephen Hemsley, kennt das Unternehmen sehr gut und könnte es schaffen, wieder Ruhe und eine klare Richtung reinzubringen. * **Wahrscheinlichkeiten (meine ganz persönliche Einschätzung in %):** * **Vollständige und schnelle Erholung (innerhalb von 1-2 Jahren zurück zu alter Stärke und Profitabilität): 20%** Das wäre ein Best-Case-Szenario. Es würde erfordern, dass Hemsley Wunder wirkt, die Kostenprobleme schnell lösbar sind und die politischen Risiken sich nicht voll materialisieren. Ist möglich, aber angesichts der Prognoseaussetzung eher unwahrscheinlich. * **Langsame und schmerzhafte Stabilisierung mit dauerhaft etwas niedrigeren Margen (innerhalb von 2-4 Jahren): 50%** Das halte ich für das wahrscheinlichste Szenario. Das Unternehmen wird die Probleme angehen, aber es wird Zeit kosten und vielleicht nicht mehr ganz so profitabel sein wie früher in allen Bereichen. Das Kerngeschäft ist *angeschlagen*, aber nicht *zerstört*. Es wird Narben geben. * **Anhaltende Krise und signifikanter, langfristiger Schaden (Abstieg in die Mittelmäßigkeit oder schlimmer): 30%** Dieses Risiko ist durch die jüngsten Ereignisse deutlich gestiegen. Wenn die Kosten nicht in den Griff zu bekommen sind, die politischen Eingriffe massiv werden und das Management keine überzeugenden Lösungen findet, könnte UNH tatsächlich langfristig an Wert und Marktstellung verlieren. Eine Zerschlagung oder ein "Too big to fail"-Szenario ist zwar noch weit weg, aber die Richtung ist besorgniserregend. **Was ich denke:** Die Kombination aus operativen Problemen, die jetzt so massiv zu Tage treten, dass die Prognose ausgesetzt wird, gepaart mit einem CEO-Wechsel und externen politischen Drohungen, ist wirklich eine explosive Mischung. Das Sparschwein hat definitiv ein paar große Löcher bekommen. Ob man die schnell und dauerhaft stopfen kann, ist die große Frage. Die nächsten 1-2 Quartale werden extrem wichtig sein, um zu sehen, ob das neue Management erste Erfolge bei der Schadensbegrenzung zeigen kann. Bis dahin bleibt es ein Ritt auf der Rasierklinge.
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