5.000 Jobs weg

Wird Novo Nordisk zum Risiko? 19.02.2026, 10:32 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Medizin
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Novo Nordisk 41,22 EUR -1,28 % Gettex

Rekordzahlen treffen auf wachsende Verunsicherung

Dänemarks Wirtschaft präsentiert sich auf dem Papier robust: Rekordbeschäftigung, solides Wachstum, stabile Staatsfinanzen. Dennoch steigt die Nervosität. 2025 erreichte die Zahl der Entlassungen den höchsten Stand seit der Pandemie, im Dezember kletterte die Arbeitslosenquote auf 3,0 % – ein Vierjahreshoch. Besonders die Ankündigung von Novo Nordisk, im September rund 5.000 Stellen in Dänemark zu streichen, markierte einen Wendepunkt. Weitere Konzerne wie Lundbeck, Nykredit, Tryg, Nordea Bank, Orsted und Maersk folgten mit eigenen Sparprogrammen. „Wir sehen eine Welle von Entlassungen, und wir erwarten weitere“, erklärte Kia P. Dollerschell von der Gewerkschaft Djof.

Novo Nordisk als Wirtschaftsmotor – und Risikofaktor

Kaum ein Unternehmen prägte das Wachstum der vergangenen Jahre so stark wie Novo Nordisk. Seit Mitte 2022 entfielen laut Economic Councils rund 16 % des gesamten privaten Beschäftigungsaufbaus auf den Pharmakonzern – bei weniger als 2 % Anteil an allen privaten Jobs. „Novo hat im Grunde den gesamten Markt über Wasser gehalten“, sagte Rasmus Meyhoff von Compass HRG. Doch mit zunehmendem Wettbewerb im Markt für Abnehmmittel und vier Gewinnwarnungen geriet das Unternehmen unter Druck. CFO Karsten Munk Knudsen kündigte an: „Unsere Zulieferer sollten erwarten, dass wir weniger ausgeben. Wir befinden uns in einer anderen Situation. Wenn der Umsatz sinkt, gibt es nur eine Richtung.“

Konsumklima kippt – Dominoeffekt droht

Die Verunsicherung bleibt nicht auf die Belegschaften beschränkt. Der Verbrauchervertrauensindex fiel auf ein Zweijahrestief. „Die Wirtschaft läuft sehr gut – aber so wird sie nicht wahrgenommen“, sagte Søren Kristensen von der Sydbank. Wenn große Arbeitgeber sparen, trifft das auch Zulieferer, Dienstleister und den Einzelhandel. „Wenn die Aktivität bei Novo sinkt, wird sich das zwangsläufig ausbreiten“, warnte Helge Pedersen von Nordea. Tatsächlich sind die täglich ausgeschriebenen Stellen seit März 2022 um 35 % zurückgegangen, während nur noch 7 % der Industrieunternehmen über Arbeitskräftemangel klagen – 2022 waren es 46 %.

Arbeitsmarkt im Stresstest

Dänemarks Flexicurity-Modell erleichtert Entlassungen, bietet aber staatliche Absicherung. Dennoch dauert die Neuorientierung. Henrik Brabrand von Albright Partners erwartet, dass es „zwei bis vier Jahre“ dauern könne, bis viele Betroffene neue Positionen finden. In dieser Phase steigen Vorsorge und Zurückhaltung: Anbieter berichten von 24 % mehr Abschlüssen bei Gehaltsversicherungen. „Es ist ein echtes Problem“, sagte Romel Amineh, Gründer einer LinkedIn-Gruppe für entlassene Novo-Mitarbeiter. „Es dauert länger, einen Job zu finden. Es betrifft die Menschen.“

Bn-Redaktion/ts
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