Airbus unter Druck

Schwerer Streit mit einem Zulieferer 19.02.2026, 11:27 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Airbus
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Offener Konflikt mit Triebwerkslieferant verschärft Lage

Airbus verschärft den Ton gegenüber Pratt & Whitney. Der Flugzeugbauer wirft dem Triebwerkshersteller vor, vertragliche Verpflichtungen nicht zu erfüllen und nicht genügend Antriebe zu liefern. Vorstandschef Guillaume Faury stellte klar: „Wir müssen 2026 in den sauren Apfel beißen.“ Gleichzeitig betonte er: „Wir geben nicht auf, wir sind mit dem niedrigen Niveau nicht zufrieden, es ist unzureichend.“ Airbus hat nach eigenen Angaben einen Prozess eingeleitet, um seine Rechte durchzusetzen. Der Engpass dürfte sich bis 2027 hinziehen – in einer Phase, in der Wettbewerber Boeing seine Produktion wieder steigert.

A320-Produktion bleibt hinter Zielen zurück

Konkret droht die monatliche Fertigung der wichtigen A320-Familie bis Ende kommenden Jahres unter der Marke von 75 Flugzeugen zu bleiben. Airbus rechnet mit einer Bandbreite von 70 bis 75 Maschinen pro Monat, ehe sich die Produktion bei 75 stabilisieren soll. Für das laufende Jahr plant der Konzern rund 870 Auslieferungen, nach 793 im Jahr 2025. Im Januar sanken die Auslieferungen jedoch auf den niedrigsten Stand seit 2020. Zusätzlich belasteten fehlerhafte Rumpfbauteile, die kurz vor Jahresende zu einer Senkung des Auslieferungsziels auf etwa 790 Jets führten.

Weitere Programme mit verzögertem Hochlauf

Auch bei anderen Modellen verschiebt sich der Produktionsausbau. Die kleinere A220 soll erst 2028 eine Rate von 13 Flugzeugen pro Monat erreichen, nachdem zuvor 12 Einheiten bereits für dieses Jahr angestrebt waren. Für die A330 peilt Airbus weiterhin eine monatliche Rate von 5 im Jahr 2029 an, für das Langstrecken-Flaggschiff A350 eine Rate von 12 im Jahr 2028. Pratt & Whitney habe zugesagt, die Produktion im kommenden Jahr „deutlich“ zu steigern. CFM International, zweiter Triebwerksanbieter für die A320neo, könne seine Fertigung kurzfristig jedoch nicht ausweiten.

Finanzkennzahlen stabil trotz Belastungen

Operativ zeigt sich Airbus robust. Im vierten Quartal lag das bereinigte EBIT bei 2,98 Milliarden Euro und damit über den Markterwartungen. Der Umsatz stieg um 5 % auf 25,98 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr erwartet Airbus ein bereinigtes EBIT von rund 7,5 Milliarden Euro. Der freie Cashflow vor Kundenfinanzierung soll 2026 etwa 4,5 Milliarden Euro erreichen, nach 4,57 Milliarden Euro im Vorjahr. Airbus schlägt zudem eine Dividende von 3,20 Euro je Aktie für 2025 vor. Die Aktie geriet dennoch unter Druck und verlor zeitweise bis zu 6 %, womit sich das Minus im laufenden Jahr auf 4,7 % ausweitete.

Bn-Redaktion/ts
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