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Alstom-Aktie stürzt um 30 Prozent ab

Deutsche Züge lösen Börsenbeben aus! 02.11.2026, 17:29 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Alstom-Aktie stürzt um 30 Prozent ab: Deutsche Züge lösen Börsenbeben aus!
AI MODIFIED Inhalte teilweise mit KI erstellt.
© Foto von Markus Spiske
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Alstom 11,78 EUR -25,56 % Lang & Schwarz
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Aktie verliert mehr als die Hälfte

An der Pariser Börse rauscht die Alstom-Aktie zeitweise auf 10,89 Euro ab. Damit ist die zwischenzeitliche Stabilisierung des Aktienkurses schlagartig beendet. Seit Jahresbeginn summieren sich die Verluste einschließlich des jüngsten Einbruchs auf rund 54 Prozent. Besonders bitter für Anleger: Es ist bereits die zweite Gewinnwarnung innerhalb von sieben Monaten.

Deutsche Züge machen Probleme

Im Mittelpunkt der Krise stehen Regionalzüge vom Typ Coradia Max, die mehrere deutsche Bundesländer bestellt haben. Technische Schwierigkeiten und zusätzliche Anforderungen bei der Zulassung verzögern die Auslieferung erheblich. Dadurch entstehen zusätzliche Kosten und Terminüberschreitungen. Alstom muss deshalb seine Produktionsplanung zurückfahren und rechnet im laufenden Geschäftsjahr nur noch mit rund 4.000 statt ursprünglich 4.400 bis 4.500 Schienenfahrzeugen.

Gewinnprognose wird zusammengestrichen

Besonders dramatisch fällt die Korrektur der Gewinnerwartungen aus. Statt der bislang angepeilten bereinigten operativen Marge von 6,5 Prozent erwartet Alstom im Geschäftsjahr 2026/27 nur noch rund ein Prozent. Im ersten Halbjahr lag die Marge sogar bei minus vier Prozent, nachdem im Vorjahreszeitraum noch 6,4 Prozent erreicht worden waren. Die Probleme treffen den Konzern damit deutlich härter als bislang angenommen.

Milliardenloch verschärft die Krise

Auch finanziell droht ein schwerer Rückschlag. Beim freien Cashflow erwartet Alstom nun einen Mittelabfluss von 1,5 Milliarden Euro, nachdem zuvor noch ein positiver Wert prognostiziert worden war. Allein im ersten Halbjahr flossen bereits rund 1,25 Milliarden Euro ab. Konzernchef Martin Sion kündigt deshalb Gegenmaßnahmen an. Unter anderem sollen die Schulden um rund zwei Milliarden Euro reduziert werden.

Gibt es noch Hoffnung für Anleger?

Immerhin bleiben die Auftragsbücher gut gefüllt. Im ersten Halbjahr stieg der Auftragseingang auf elf Milliarden Euro, während der Umsatz um drei Prozent auf 9,3 Milliarden Euro zulegte. Das zeigt, dass es Alstom nicht grundsätzlich an Nachfrage mangelt. Entscheidend wird jedoch sein, ob der Konzern seine Produktionsprobleme lösen und den Geldabfluss stoppen kann. Bis dahin bleibt die Aktie trotz des massiven Kurssturzes ein riskantes Investment.

Bn-Redaktion/hm
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