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Angst vor Preisschock

Trump sorgt für überraschende Wende 02.11.2026, 14:27 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Angst vor Preisschock: Trump sorgt für überraschende Wende
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Ölpreis fällt deutlich unter Druck

Die Nordseesorte Brent verbilligte sich am Montagmorgen um rund drei Prozent auf etwa 110 US-Dollar je Barrel. Auch die amerikanische Ölsorte WTI geriet unter Druck und verlor rund 3,4 Prozent auf 100,60 Dollar. Damit gab der Ölmarkt einen Teil seiner jüngsten Gewinne wieder ab. Im weiteren Tagesverlauf blieb die Entwicklung volatil.

Trump setzt offenbar auf Verhandlungen

Auslöser des Preisrutsches sind neue diplomatische Signale aus Washington. Medienberichten zufolge will US-Präsident Donald Trump möglichen weiteren Angriffen auf den Iran zunächst Gespräche vorziehen. Gleichzeitig drängt Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu offenbar auf ein härteres militärisches Vorgehen nach den amerikanischen Zwischenwahlen. Die Hoffnung auf eine Entspannung im Nahen Osten nimmt dem Ölpreis einen Teil seines geopolitischen Risikoaufschlags.

Goldman Sachs rechnet mit höheren Preisen

Trotz des Rückgangs bleibt die US-Investmentbank Goldman Sachs vorsichtig. Ihre Prognose für den Brent-Ölpreis im Dezember wurde von bislang 90 auf 105 Dollar angehoben. Für 2027 erwarten die Analysten nun einen durchschnittlichen Preis von 88 Dollar je Barrel, rund zehn Prozent mehr als zuvor. Dahinter stehen erhebliche Risiken für die weltweite Ölversorgung, die den Energiemarkt länger belasten könnten.

Droht jetzt ein neuer Preisschock?

Besonders brisant ist das Risikoszenario der Investmentbank: Sollte die Ölförderung am Persischen Golf dauerhaft eingeschränkt bleiben, könnte Brent 2027 im Durchschnitt sogar 130 Dollar je Barrel kosten. Bei einer schnelleren Erholung der Produktion wären dagegen Preise zwischen 60 und 69 Dollar möglich. Goldman Sachs berücksichtigt inzwischen potenzielle globale Angebotsausfälle von einer Million Barrel pro Tag. Damit bleibt die weitere Entwicklung stark vom Konflikt im Nahen Osten abhängig.

Anleger müssen weiter zittern

Für Anleger ist der Preisrückgang deshalb noch keine Entwarnung. Zwar könnten niedrigere Ölpreise die Inflation dämpfen und Unternehmen mit hohem Energieverbrauch entlasten. Eine erneute Eskalation würde jedoch nicht nur Öl- und Gaspreise, sondern möglicherweise auch die Finanzmärkte unter Druck setzen. Entscheidend dürfte sein, ob Trump seine diplomatische Linie nach den US-Zwischenwahlen beibehält. Bis dahin bleibt der Ölmarkt anfällig für plötzliche Kurssprünge.

Bn-Redaktion/lh
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