Apple schockt mit KI-Deal

Kontrolle an Google? 16.01.2026, 11:41 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Siri wird schlauer – aber zu welchem Preis?

Apple hat die Tech-Welt mit einer Ankündigung überrascht, die auf den ersten Blick nach einem technologischen Fortschritt klingt, bei genauerem Hinsehen aber weitreichende Konsequenzen birgt: Der iPhone-Konzern integriert künftig Googles KI-Modell Gemini in seine hauseigenen Foundation Models. Insbesondere Siri sowie weitere Funktionen der neuen „Apple Intelligence“ sollen dadurch intelligenter, intuitiver und kontextsensitiver werden.

Doch hinter dieser strategischen Partnerschaft steckt mehr als nur ein Upgrade digitaler Assistenten. Denn Apple übergibt ausgerechnet Google, einem direkten Rivalen, einen entscheidenden Teil der Kontrolle über die technologische Basis seiner KI-Funktionen. Damit stellt das Unternehmen seine langjährige Philosophie der vollständigen Integration von Hard- und Software erstmals sichtbar infrage.

Machtwechsel mit Milliardenwirkung

Die Folgen zeigen sich unmittelbar an den Börsen: Alphabet, die Muttergesellschaft von Google, feiert den Deal als strategischen Sieg. Durch die Integration von Gemini in das Apple-Ökosystem erreicht Google über Nacht eine neue Größenordnung: Mehr als zwei Milliarden Apple-Geräte weltweit könnten künftig auf Gemini zugreifen – weit über die Grenzen von Android hinaus.

Die Börse reagierte prompt. Die Alphabet-Aktie legte zu, und Googles Marktwert übertraf erstmals seit Langem wieder den von Apple. Analysten sehen darin eine klare Machtverschiebung im globalen KI-Wettlauf – mit potenziellen Folgen für Apples zukünftige Margen und seine Autonomie im Technologiebereich.

Brisant wird die Lage auch aus finanzieller Perspektive: Das lukrative Suchmaschinenabkommen zwischen Apple und Google, das dem iPhone-Hersteller jährlich rund 20 Milliarden US-Dollar einbringt, könnte unter Druck geraten. Denn mit dem zunehmenden Einsatz von Gemini könnte Apple künftig Milliarden für die Nutzung von Googles KI zahlen, was die bisherigen Zahlungsströme zwischen den beiden Tech-Giganten deutlich verändern würde.

KI-Offensive mit Fragezeichen

Trotz aller Risiken sieht Apple auch Chancen in der Kooperation. Siri, lange Zeit als rückständig geltend, könnte durch die Integration von Gemini endlich zur konkurrenzfähigen, KI-gestützten Assistentin aufsteigen. Das würde nicht nur die Nutzerbindung im Apple-Ökosystem stärken, sondern auch die Attraktivität von iPhones und iPads als smarte Alltagsbegleiter erhöhen.

Wichtig: Die Partnerschaft mit Google ist nicht exklusiv. Apple arbeitet nach wie vor an eigenen KI-Lösungen, die künftig stärker zum Einsatz kommen könnten. Ob Gemini also nur eine Übergangstechnologie ist oder Apple sich dauerhaft in eine Abhängigkeit vom Konkurrenten begibt, bleibt offen.

Was aber feststeht: Apples KI-Strategie wird zum Börsenthema. Anleger müssen künftig nicht nur auf Produktinnovationen achten, sondern auch darauf, wie viel Kontrolle das Unternehmen bereit ist abzugeben – und wie sich das langfristig auf Machtverhältnisse und Gewinne im Silicon Valley auswirkt.

Bn-Redaktion/aw
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