PortfolioPlus
Portfolio-Tracker – Kurse, Renditeanalyse und Dividendenplaner an einem Ort.
Anzeige
Deutsche Post in der Krise

Beschwerden auf Rekordhoch 23.11.2025, 15:44 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Packstation
AI MODIFIED Inhalte teilweise mit KI erstellt.
© Symbolbild von Maxim auf Unsplash
Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Deutsche Post ADR 31,96 USD -1,68 % Nasdaq OTC

Rekordzahl an Beschwerden: Post steht unter Druck

Die Deutsche Post gerät zunehmend unter Druck. Klaus Müller, Chef der Bundesnetzagentur, kündigt spürbare Konsequenzen an, sollte sich der Service nicht zeitnah verbessern. „Wenn die Post unseren Anordnungen dann nicht nachkommt, kann das im Extremfall teuer für sie werden“, warnte Müller im Gespräch mit der Funke Mediengruppe. Hintergrund sind massive Qualitätsmängel und eine wachsende Unzufriedenheit bei den Kunden.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Allein im ersten Halbjahr 2025 gingen bei der Bundesnetzagentur 22.981 Beschwerden zu Postdienstleistungen ein – ein Anstieg von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damals war bereits ein Rekordwert erreicht worden. Besonders brisant: Rund 89 Prozent der Kritik richtet sich gegen die Deutsche Post/DHL, den Marktführer.

Zwar habe sich die Lage laut Müller seit dem Sommer leicht entspannt, doch die Versprechen des Konzerns, den Service zu verbessern, werden genau beobachtet. „Die Post hat Besserung gelobt. Das werden wir beobachten“, so Müller.

Automaten statt Filialen? Netzagentur zeigt sich offen

Während beim Service weiter Nachbesserungsbedarf besteht, zeichnet sich an anderer Stelle ein möglicher Wandel ab: Die Deutsche Post plant, klassische Filialen teilweise durch Automaten zu ersetzen. Müller unterstützt diese Entwicklung grundsätzlich – vor allem mit Blick auf die Lebensrealität vieler Menschen. „Viele Leute, die tagsüber arbeiten, haben keine Chance, zu den Öffnungszeiten in eine Postfiliale zu gehen“, erklärte der Behördenchef.

Ein Automat, der rund um die Uhr zugänglich ist, könne hier eine sinnvolle Alternative sein – jedoch nicht ohne Voraussetzungen: Nur wenn die Post nachweislich versucht hat, eine stationäre Filiale vor Ort zu etablieren, und dies nicht möglich war, kann in Abstimmung mit der Kommune ein Automat als gleichwertiger Ersatz anerkannt werden. Diese Entscheidung soll immer im Einzelfall getroffen werden.

Gesetzliche Vorgaben und erste Erfolge bei Automatenfilialen

Die Anforderungen an die postalische Grundversorgung sind gesetzlich festgelegt: In Gemeinden mit mehr als 2.000 Einwohnern muss eine Filiale vorhanden sein, zudem darf diese in bebauten Wohngebieten nicht mehr als zwei Kilometer entfernt liegen. Diese Standards erfüllt die Deutsche Post laut Bundesnetzagentur bereits seit Jahren nicht mehr flächendeckend.

Trotzdem gibt es erste Fortschritte bei der Integration automatisierter Lösungen: Anfang 2025 wurden erstmals Automaten offiziell als Postfilialen anerkannt. Die neuen Stationen bieten mehr als nur Briefmarkenverkauf und Briefeinwurf – auch eine digitale Videoberatung gehört zum Angebot. Damit könnten diese Systeme künftig eine wichtige Rolle in der Modernisierung der Post-Infrastruktur spielen – vorausgesetzt, der Service wird konsequent verbessert.

Bn-Redaktion/aw
Kommentare (0) ... diskutiere mit.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Weitere News

Gestern 18:59 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 18:51 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 18:46 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 13:02 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 12:54 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 12:45 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 12:41 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 11:31 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer