KI-Absturz

Stehen Softwareaktien vor dem Comeback? 10.02.2026, 17:08 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Software
© Bild von This_is_Engineering auf Pixabay
Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
CrowdStrike Holdings Registered (A) 421,76 USD +1,44 % AMEX
Microsoft 398,34 USD -0,33 % AMEX
Palantir 134,87 USD -0,41 % AMEX

Panikreaktion auf neue KI-Tools

Der starke Kursrutsch bei Softwareaktien in der vergangenen Woche hat viele Marktteilnehmer überrascht. Auslöser waren Sorgen, dass neue Automatisierungslösungen im Bereich der künstlichen Intelligenz etablierte Software-as-a-Service-Modelle unter Druck setzen könnten. Die Abverkäufe trafen den gesamten Sektor – unabhängig davon, ob Unternehmen bereits über eigene KI-Strategien, Partnerschaften oder umfangreiche Datenbestände verfügen.

Goldman-Sachs-Chef relativiert die Marktnervosität

Goldman-Sachs-CEO David Solomon hält diese Reaktion für übertrieben. „I think the narrative over the last week has been a little bit too broad“, sagte er auf einer Investorenkonferenz. Seiner Einschätzung nach wird es zwar Gewinner und Verlierer geben, doch viele Unternehmen dürften ihre Geschäftsmodelle anpassen und erfolgreich bleiben. Der pauschale Vertrauensverlust gegenüber dem gesamten Softwaresektor greife daher zu kurz.

Robustes Konjunkturumfeld als Stütze

Neben der Einordnung zum Technologiesektor äußerte sich Solomon auch positiv zur wirtschaftlichen Entwicklung in den USA. „The macro setup is very good broadly“, so der Banker. Wachstumsimpulse erwartet er unter anderem durch eine weiterhin expansive Fiskalpolitik, Deregulierung sowie mögliche populistische Maßnahmen im Vorfeld der kommenden Zwischenwahlen. Gleichzeitig verwies er jedoch auf bestehende Unsicherheiten, etwa im Zusammenhang mit Handelspolitik, Inflation und geopolitischen Spannungen.

JPMorgan sieht Erholungspotenzial

Auch Strategen von JPMorgan halten den jüngsten Abverkauf für überzogen. Die Marktpreise spiegelten eine unrealistische kurzfristige Disruption durch künstliche Intelligenz wider. Das Team um Dubravko Lakos-Bujas rät dazu, die Gewichtung hochwertiger und KI-resistenter Softwarewerte zu erhöhen. Die „extreme price action“ habe Raum für eine kurzfristige Rückkehr von Kapital in den Sektor geschaffen.
„Given the positioning flush, overly bearish outlook on AI disruption of software and solid fundamentals, we believe the balance of risks is increasingly skewed towards a rebound“, heißt es in einer Analyse.

Fundamentaldaten sprechen für Stabilität

Als Beispiele für widerstandsfähige Unternehmen nennen die Strategen unter anderem Microsoft Corp. und CrowdStrike Holdings Inc. Hohe Wechselkosten, langfristige Verträge und tief integrierte Unternehmenssoftware wirkten als Puffer gegen kurzfristige Verwerfungen. Zudem falle die laufende Berichtssaison überwiegend positiv aus. Für das Jahr 2026 erwarten Analysten ein Gewinnwachstum von 16,8%.

Positive Signale auch von anderer Seite

Ähnliche Einschätzungen kommen von Morgan-Stanley-Strategen um Michael Wilson. Sie sehen weiteres Aufwärtspotenzial für US-Technologiewerte und sprechen von „attraktiven Einstiegspunkten“, die sich durch den jüngsten Rückgang bei Softwareaktien ergeben haben. Die aktuelle Skepsis gegenüber dem Sektor könnte sich damit als temporär erweisen.

Bn-Redaktion/ts
Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter aufwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 6,90
Hebel: 5
mit kleinem Hebel
Smartbroker
UBS
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: UQ89GT UJ45K6. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Weitere News

Gestern 19:59 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 17:37 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 17:27 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 12:39 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 11:40 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 11:27 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 10:57 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 10:32 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer