Palantir Technologies

Neuer Partner treibt Wachstum 18.02.2026, 18:00 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Palantir
© Symbolbild von Salvador Rios auf Unsplash
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Palantir 114,36 EUR -0,44 % Lang & Schwarz

Managed Operations als Türöffner für den Massenmarkt

Ein zentrales Hindernis bei der Einführung von KI-Lösungen liegt nicht in der Technologie selbst, sondern in der operativen Umsetzung. Viele Unternehmen verfügen nicht über die Ressourcen, komplexe Plattformen produktiv zu integrieren. Genau hier setzt die Partnerschaft mit Rackspace an.

Der Cloud-Spezialist übernimmt künftig die vollständige technische Implementierung der Palantir-Software – von der Datenmigration über das Hosting bis hin zum laufenden Betrieb. Damit wird aus einer anspruchsvollen Softwareintegration ein gemanagter Service. Besonders relevant ist dieses Modell für regulierte Branchen: Die Plattformen werden in Rackspace-Rechenzentren betrieben, die strenge Compliance- und Datensouveränitätsanforderungen erfüllen.

Aktuell sind bereits 30 speziell geschulte Ingenieure im Einsatz. Innerhalb von zwölf Monaten soll das Team auf über 250 Fachkräfte wachsen. Gleichzeitig sollen sich die Implementierungszeiten drastisch verkürzen – von bislang Monaten oder sogar Jahren auf wenige Wochen. Rackspace-CEO Gajen Kandiah bringt die Stoßrichtung auf den Punkt: „Organisationen brauchen KI, die in der Produktion funktioniert, nicht nur in Demos.“ Für Palantir bedeutet das einen potenziellen Wachstumsschub durch schnellere Rollouts und geringere Eintrittsbarrieren bei Neukunden.

Analysten drehen ins positive Lager

Zusätzlichen Impuls erhielt die Aktie durch ein Upgrade von Mizuho. Die Investmentbank stufte Palantir von „Neutral“ auf „Outperform“ hoch und setzt ein Kursziel von 195 Dollar. Als Begründung nennen die Analysten ein außergewöhnliches Wachstumsprofil: In den vergangenen zwölf Monaten legte der Umsatz um 56,2 Prozent zu, bei einer Bruttomarge von 82,4 Prozent.

Nach einem Kursrückgang von 25,2 Prozent seit Jahresbeginn sehen die Experten nun ein verbessertes Risiko-Rendite-Profil. Auch die Bewertung habe sich relativiert: Das Verhältnis von Enterprise Value zu Free Cashflow sei in den ersten sechs Wochen des Jahres um 46 Prozent gefallen. Diese Kombination aus dynamischem Wachstum und rückläufigem Bewertungsmultiplikator rückt das Unternehmen wieder stärker in den Fokus institutioneller Investoren.

Strategischer Standortwechsel mit Signalwirkung

Für zusätzliche Diskussionen sorgt der angekündigte Umzug des Hauptsitzes von Denver nach Miami. Eine offizielle Begründung blieb das Unternehmen schuldig. In Denver hatte es jedoch wiederholt Proteste gegen Palantir gegeben – unter anderem wegen der Unterstützung des israelischen Militärs sowie der Zusammenarbeit mit der US-Einwanderungsbehörde ICE, bei der KI-Systeme zur Identifikation von Abschiebungskandidaten eingesetzt werden.

Miami hingegen hat sich seit der Pandemie als wachsender Tech-Standort etabliert. Niedrige Steuern und ein unternehmensfreundliches Umfeld ziehen zunehmend Technologie- und Finanzfirmen an. Nach dem Umzug von Citadel im Jahr 2022 bauten auch Apple, Amazon und ServiceNow ihre Präsenz vor Ort aus. Palantir-Chairman Peter Thiel hatte Ende 2025 bereits ein Büro seiner Investmentfirma im Stadtteil Wynwood eröffnet – ein Schritt, der nun in einem größeren strategischen Kontext erscheint.

Am Markt kamen die Nachrichten gut an: Im vorbörslichen NASDAQ-Handel am Mittwoch stieg die Palantir-Aktie um 2,87 Prozent auf 136,84 Dollar.

Bn-Redaktion/aw
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