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Rheinmetall unter 1.000 Euro

Aktie 50 Prozent unter Rekordhoch 04.11.2026, 12:11 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Rheinmetall
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Rheinmetall 985,00 EUR -2,01 % Tradegate
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Rheinmetall-Aktie fällt erneut deutlich zurück

Die Rheinmetall-Aktie gehört am Mittwoch zu den Verlierern im DAX. Gegen 11:55 Uhr notiert das Papier bei 989,60 Euro und damit 1,55 Prozent unter dem Vortagesschluss von 1.005,20 Euro. Bereits am Montag hatte die Aktie zeitweise mehr als fünf Prozent verloren. Vom 52-Wochen-Hoch bei 1.946,54 Euro hat sich der Kurs inzwischen nahezu halbiert. Besonders die Unsicherheit über einen wichtigen Großauftrag belastet die Stimmung. Gleichzeitig stehen am Donnerstag neue Geschäftszahlen an, die für weitere Kursbewegungen sorgen könnten.

Milliardenauftrag für Boxer-Panzer verzögert sich möglicherweise

Im Mittelpunkt steht das Bundeswehr-Projekt Arminius. Die geplante Bestellung verschiedener Boxer-Radpanzer im Gesamtwert von mehr als 20 Milliarden Euro einschließlich Mehrwertsteuer könnte sich bis Februar 2027 verschieben. Ursprünglich war eine Vergabe noch im Dezember 2026 vorgesehen. Für Rheinmetall standen dabei Aufträge im Umfang von rund 12,4 Milliarden Euro im Raum. Eine spätere Vertragsunterzeichnung könnte den erwarteten Auftragseingang und mögliche Vorauszahlungen zeitlich verschieben. Eine endgültige Entscheidung über den Vergabetermin liegt bislang nicht vor.

Analysten erwarten kräftigen Gewinnanstieg

Trotz der jüngsten Kursverluste rechnen Analysten mit deutlichen Verbesserungen bei den anstehenden Quartalszahlen. Für das dritte Quartal erwarten sie durchschnittlich einen Umsatz von 3,23 Milliarden Euro. Das entspräche einem Wachstum von 16,21 Prozent gegenüber den 2,78 Milliarden Euro des Vorjahres. Der Gewinn je Aktie soll von 3,34 auf 7,00 Euro steigen. Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 liegen die durchschnittlichen Umsatzschätzungen bei 13,90 Milliarden Euro. Beim Gewinn je Aktie werden 37,32 Euro erwartet.

Jefferies sieht weiterhin erhebliches Kurspotenzial

Die Analysten reagieren unterschiedlich auf die mögliche Auftragsverschiebung. Jefferies bestätigt die Kaufempfehlung für Rheinmetall mit einem Kursziel von 1.350 Euro. Im Mittelpunkt stehen dabei die Entwicklung des Auftragsbestands und des Cashflows. Auch das Waffen- und Munitionsgeschäft dürfte nach Einschätzung der Analysten zum Wachstum beitragen. Allerdings könnten verzögerte Großaufträge die kurzfristige Geschäftsentwicklung und die Liquiditätsplanung beeinflussen. Die hohen Erwartungen erhöhen zugleich das Risiko negativer Kursreaktionen, sollten wichtige Kennzahlen enttäuschen.

Quartalszahlen könnten über die weitere Richtung entscheiden

Am Donnerstag, dem 5. November 2026, veröffentlicht Rheinmetall seine Ergebnisse für das dritte Quartal. Entscheidend dürften neben Umsatz und Gewinn insbesondere der Auftragseingang, der Auftragsbestand und der Free Cashflow sein. Auch neue Aussagen zum Projekt Arminius könnten die Aktie bewegen. Die Marke von 1.000 Euro bleibt dabei ein wichtiger psychologischer Orientierungspunkt. Ob Rheinmetall diese zurückerobern kann, hängt vor allem davon ab, ob die Geschäftszahlen und der Ausblick die zuletzt gewachsenen Zweifel zerstreuen.

Bn-Redaktion/tb
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