Risk-Off-Stimmung

Bei 60.000 USD wird es richtig eng 17.02.2026, 17:36 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Bitcoin
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Risk-Off-Stimmung belastet den Kryptomarkt

Bitcoin setzt seine seit vier Wochen andauernde Schwächephase fort. Am Dienstag fiel die Kryptowährung zeitweise um 3,1 % auf 66.707 US-Dollar. Damit folgt sie erneut der Entwicklung großer Technologiewerte, die angesichts anhaltender Unsicherheiten rund um die wirtschaftlichen Effekte künstlicher Intelligenz unter Druck stehen. In den vergangenen Monaten hatte sich Bitcoin zunehmend wie ein hochvolatiler Tech-Wert verhalten.

Geopolitischen Spannungen belasten zusätzlich

Zusätzliche Belastungsfaktoren sind steigende geopolitische Spannungen rund um den Iran sowie die wieder aufgeflammte Diskussion über mögliche Zinsschritte der US-Notenbank nach den jüngsten Inflationsdaten. Auch Kapitalabflüsse verstärken den Druck: In den USA notierte Bitcoin-ETFs verzeichneten die vierte Woche in Folge Nettoabflüsse, allein zuletzt wurden 360 Millionen US-Dollar abgezogen. Der Fear-and-Greed-Index von CryptoQuant lag bei nur 10 von 100 Punkten und signalisiert „extreme Angst“.

„Makronachrichten waren in den letzten 12 Monaten eng mit dem Risikoprofil von Krypto korreliert“, sagte Paul Howard von Wincent. Er erwartet zunächst eine Phase der Konsolidierung.

60.000 Dollar als kritische Schwelle

Im Fokus steht nun die Marke von 60.000 US-Dollar. Viele Marktteilnehmer sehen hier eine zentrale Unterstützung. Doch ob sie hält, ist umstritten. Robin Singh von Koinly warnt: „Ein makroökonomisches Wackeln, eine weitere Unsicherheitswelle oder auch nur anhaltende Schwankungen im mittleren 60.000er-Bereich könnten leicht einen stärkeren Rückgang in die 50.000er auslösen. Das fühlt sich nicht wie eine vollständige Kapitulation an, wie wir sie an echten Zyklustiefs gesehen haben.“

Derivatedaten unterstreichen die Brisanz: Das offene Interesse an Put-Optionen mit Strike bei 60.000 US-Dollar liegt bei 1,24 Milliarden US-Dollar. Zudem verläuft knapp darunter der 200-Wochen-Durchschnitt bei etwas über 58.000 US-Dollar – ein technisches Niveau, das viele Analysten als entscheidend bewerten.

Gefahr einer Liquidationskaskade

Besonders kritisch sind kreditfinanzierte Positionen. Viele Bitcoin-besicherte Darlehen sind so strukturiert, dass Sicherheiten automatisch verkauft werden, wenn der Kurs in Richtung 60.000 US-Dollar fällt. Das könnte zusätzlichen Verkaufsdruck erzeugen. „60.000 Dollar ist das entscheidende Niveau“, betonte Maxime Seiler von STS Digital. „Ein Bruch unter 60.000 Dollar könnte erzwungene Entschuldung und Absicherungsströme auslösen und einen Kaskadeneffekt erzeugen.“

Bereits am 6. Februar testete Bitcoin kurzzeitig die 60.000-Dollar-Marke. Seit dem Hoch im Oktober liegt der Kurs rund 47 % im Minus. Zuvor waren in einer heftigen Marktbereinigung mehr als 19 Milliarden US-Dollar an bullischen Positionen ausgelöscht worden.

Pessimismus greift um sich

Auch prominente Stimmen mahnen zur Vorsicht. Michael Burry warnte vor einer möglichen selbstverstärkenden „Todesspirale“. Standard Chartered senkte das Kursziel für Ende 2026 auf 100.000 US-Dollar – zwei Drittel weniger als noch vor zwei Monaten – und hält einen Rückgang auf 50.000 US-Dollar für möglich.

„Alle, mit denen wir sprechen, sind kurzfristig bärisch eingestellt“, sagte Augustine Fan von SignalPlus. Sollte die Zone um 60.000 / 58.000 US-Dollar nachhaltig unterschritten werden, könnte laut Tony Sycamore eine weitere Korrektur von fast 20 % drohen – mit Kurszielen im hohen 40.000er-Bereich.

Bn-Redaktion/ts
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