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Salzgitter

Übernahme gescheitert 14.04.2025, 15:43 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Salzgitter: Übernahme gescheitert
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Name Aktuell Diff. Börse
Salzgitter 57,15 EUR -0,95 % Lang & Schwarz

Übernahme-Gespräche gescheitert

Die geplante Übernahme von Salzgitter AG durch ein nicht näher genanntes Investorenkonsortium ist überraschend geplatzt. Wie das Unternehmen mitteilte, seien die „Vorstellungen über strategische Ausrichtung und Bewertung nicht in Einklang zu bringen“ gewesen. Der Deal hätte die Konsolidierung im europäischen Stahlsektor beschleunigen können – nun bleibt Salzgitter eigenständig. Die Börse reagierte nur verhalten: Der Aktienkurs pendelt derzeit um 23,59 EUR, mit einem Tagesverlust von rund 1,2 %.

Eigenständigkeit bleibt Strategie

Für den niedersächsischen Stahlkonzern kommt das Aus der Gespräche nicht überraschend. Bereits im Vorfeld hatten Insider signalisiert, dass man nur bei „langfristig tragfähigem Industrieansatz“ zu einer Fusion bereit sei. Vorstandschef Gunnar Groebler betonte, Salzgitter wolle sich auf eigene Stärken konzentrieren – insbesondere auf die Transformation zur klimafreundlichen Stahlproduktion mit CO2-armen Verfahren.

Finanzlage solide, Bewertung günstig

Salzgitter verfügt über ein Eigenkapital von rund 5,2 Mrd. EUR, die Eigenkapitalquote liegt bei robusten 45 %. Im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 11,5 Mrd. EUR und ein EBIT von circa 517 Mio. EUR. Die Aktie wird aktuell mit einem KGV von unter 6 gehandelt – ein Wert, der auf Unterbewertung hinweisen könnte, sofern sich das wirtschaftliche Umfeld stabilisiert.

Politischer Gegenwind aus Übersee

Zusätzlichen Druck bekommt Salzgitter von außen: Die EU-Kommission, unter anderem vertreten durch Ursula von der Leyen, führt derzeit Konsultationen mit Industrievertretern über mögliche US-Zölle auf europäischen Stahl. Ein Wiederaufflammen des Handelsstreits mit den USA könnte auch Salzgitter treffen – gerade weil der Konzern auch auf Exportmärkten aktiv ist.

Ausblick: Kein Käufer, kein Rückzug

Salzgitter bleibt auf eigenem Kurs – und setzt weiter auf grüne Technologien, Innovation und organisches Wachstum. Das geplatzte Übernahmeangebot scheint eher ein Nebenschauplatz zu sein, denn eine verpasste Chance. Anleger dürften nun verstärkt auf die Q1-Zahlen blicken.

Bn-Redaktion/pl
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