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Uber im Preiskampf

Mindestpreise für Fahrdienste: Uber warnt vor Jobverlusten 20.10.2026, 17:20 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Uber im Preiskampf: Mindestpreise für Fahrdienste: Uber warnt vor Jobverlusten
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Taxi-Branche fordert verbindliche Mindestpreise

Im Konflikt um die Kosten von Fahrten stehen sich die Taxi-Vereinigung und Anbieter wie Uber und Bolt gegenüber. Die Taxi-Branche verlangt Mindestpreise, damit Mietwagenplattformen ihre Touren nicht deutlich günstiger anbieten können als klassische Taxis. Aus Sicht der Vereinigung ist ein weiterer Preiswettbewerb kaum tragbar, weil die festgelegten Taxitarife die laufenden Betriebskosten decken müssen. Die zuständige Stadtverwaltung hat die Taxitarife bereits festgelegt, während eine verbindliche Preisuntergrenze für sämtliche Anbieter weiterhin umstritten ist.

Was eine Taxifahrt tatsächlich kostet

Als Beispiel nennt die Taxi-Vereinigung eine Fahrt vom Flughafen zur Messe, für die ein Festpreis von 28,80 Euro gilt. Davon entfallen nach ihrer Berechnung 1,88 Euro auf die Umsatzsteuer und 8,65 Euro auf Lohn und Sozialabgaben. Hinzu kommen 4,08 Euro für Benzin, Versicherung und Reparaturen, drei Euro für Abschreibungen sowie 95 Cent für Verwaltung und Gebühren. Rechnerisch bleiben 10,24 Euro, die noch versteuert werden müssen. Lange Wartezeiten am Flughafen berücksichtigt diese Aufstellung nicht.

Uber warnt vor drastischen Fahrpreiserhöhungen

Uber kritisiert die Pläne deutlich. „Mindestpreise sorgen für drastischen Preisanstieg", erklärt das Unternehmen. Besonders betroffen wären nach seiner Einschätzung Menschen mit geringem Einkommen, die auf flexible und bezahlbare Mobilität angewiesen seien. Wenn Vermittlungsdienste teurer werden, würden Fahrgäste laut Uber nicht automatisch auf Taxis wechseln. Viele könnten stattdessen wieder das eigene Auto nutzen. Damit befürchtet Uber einen Rückgang der Nachfrage, der Arbeitsplätze im gesamten Fahrdienstgewerbe gefährden könnte.

Taxi-Vereinigung kritisiert Verzögerungen

Die Taxi-Vereinigung sieht die Entwicklung aus einem anderen Blickwinkel. Sie wirft der Stadtregierung vor, die Einführung entsprechender Mindestpreise massiv verschleppt zu haben – „zum Schaden des Taxigewerbes“. Dahinter steht die Sorge, dass die deutlich günstigeren Angebote von Mietwagenunternehmen die wirtschaftliche Basis klassischer Taxibetriebe unter Druck setzen. Der Streit betrifft damit nicht nur die Höhe einzelner Fahrpreise, sondern auch die Frage, wie sich Wettbewerb und wirtschaftlich tragfähige Angebote miteinander vereinbaren lassen.

Uber und Taxiunternehmen arbeiten bereits zusammen

Trotz des Konflikts arbeiten beide Seiten bereits zusammen. In vielen Städten können Fahrgäste ein klassisches Taxi direkt über die Uber-App bestellen. Bundesweit kooperiert Uber nach eigenen Angaben mit 10.000 Taxifahrerinnen und Taxifahrern. Diese Fahrten sind allerdings fast immer teurer als über dieselbe Plattform vermittelte Mietwagenfahrten. Für die Uber Technologies Aktie wird ein Kurs von 61,82 Euro angegeben, bei einer Marktkapitalisierung von 126,2 Milliarden Euro. Das KGV beträgt 22,15 und das Ergebnis je Aktie 3,176 US-Dollar, umgerechnet ungefähr 2,73 Euro.

Bn-Redaktion/ar
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