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Bosch und Microsoft

KI spart acht Stunden Arbeit 20.10.2026, 17:38 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Bosch und Microsoft: KI spart acht Stunden Arbeit
AI MODIFIED Inhalte teilweise mit KI erstellt.
© Robert Bosch GmbH
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Microsoft 529,24 USD -0,80 % Nasdaq
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Bosch setzt bei der Produktion zunehmend auf KI

Künstliche Intelligenz ist bei Bosch längst Teil des industriellen Alltags. Nach Unternehmensangaben ist jedes Produkt entweder mit KI ausgestattet oder mithilfe entsprechender Anwendungen hergestellt worden. Besonders intensiv testet der Konzern neue Lösungen in einem Produktionswerk, bevor diese weltweit eingesetzt werden. Seit Anfang des Jahres arbeitet Bosch dafür eng mit Microsoft zusammen. Die Kooperation soll Produktionsabläufe effizienter gestalten und Beschäftigte von zeitaufwendigen Routineaufgaben entlasten. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie unabhängig die Industrie bei dieser Schlüsseltechnologie bleibt.

KI-Agent spart bis zu acht Stunden pro Woche

Ein konkretes Beispiel ist die sogenannte Morgenrunde in der Produktion. Dort unterstützt ein KI-Agent die Schichtführer bei der Bewertung möglicher Risiken. Das System analysiert Produktionsdaten, blickt 24 Stunden zurück und berücksichtigt zugleich die kommenden 24 Stunden. Anschließend erstellt es Handlungsempfehlungen. Laut Elisabeth Schwarz, verantwortlich für Digitalisierung in der Fertigung, spart die digital unterstützte Morgenrunde bereits bis zu acht Stunden pro Woche. Diese Zeit können Schichtführer für Mitarbeiterführung und Verbesserungsmaßnahmen nutzen.

Microsoft liefert die technische Grundlage

Bei der Zusammenarbeit übernimmt Microsoft vor allem die IT- und Software-Infrastruktur, während Bosch seine Produktionsdaten einbringt. Der Konzern betont ausdrücklich: „Die Datenhoheit bleibt bei Bosch.“ Datenschutz und Informationssicherheit hätten höchste Priorität. Gleichzeitig warnt das Unternehmen vor einer zu strengen europäischen KI-Regulierung. Übermäßige Vorgaben könnten den Standort Europa im internationalen Wettbewerb benachteiligen und den industriellen Einsatz neuer Technologien erschweren.

Eigene KI-Lösungen sollen Stillstände reduzieren

Bosch entwickelt zusätzlich eigene KI-Anwendungen, die auch anderen Unternehmen angeboten werden. Dazu gehört die gemeinsam mit Microsoft entwickelte Plattform Manufacturing Co-Intelligence. Ein Bestandteil ist der Shopfloor Agent, der Produktionsstörungen schneller erkennt, mögliche Ursachen eingrenzt und Gegenmaßnahmen vorschlägt. Dadurch sollen Stillstandzeiten und Dokumentationsaufwand sinken. Bei der Sick AG, einem Hersteller von Sensoren für Fabriken, Logistik und Automatisierungstechnik, kommt diese Technologie bereits zum Einsatz.

Experten sehen gefährliche Abhängigkeit von Microsoft

Der Digitalexperte Mirko Ross beurteilt die Partnerschaft kritisch. Seiner Einschätzung nach droht die deutsche Industrie, frühere Abhängigkeiten bei Betriebssystemen, Unternehmenssoftware und Cloud-Diensten zu wiederholen. Microsoft und die US-Regierung könnten den Zugang zu leistungsfähigen KI-Modellen beeinflussen. Zudem befürchtet Ross steigende Kosten durch die starke Marktstellung des Technologiekonzerns. Statt auf amerikanische Anbieter zu setzen, sollte die deutsche Industrie nach seiner Auffassung stärker in europäische KI-Modelle und Werkzeuge investieren, um ihre technologische Eigenständigkeit langfristig zu sichern.

Bn-Redaktion/ar
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