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6,7 Prozent mehr

Erzeugerpreise senden neues Warnsignal 20.10.2026, 15:30 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Preise, BASF
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BASF 13,10 EUR -0,38 % Lang & Schwarz
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Erzeugerpreise springen um 6,7 Prozent

Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lagen im September 6,7 Prozent über dem Vorjahresniveau. Gegenüber August stiegen sie um 1,9 Prozent. Einen stärkeren Jahresanstieg hatte es zuletzt im März 2023 mit 7,5 Prozent gegeben. Die Zahlen betreffen die deutsche Industrie insgesamt und gelten als wichtiger Frühindikator für den Kostendruck in Unternehmen. BASF steht in diesem Zusammenhang beispielhaft für energie- und rohstoffintensive Konzerne, die von solchen Preisbewegungen besonders betroffen sein können.

Energie verteuert sich um 14,9 Prozent

Größter Preistreiber bleibt Energie. Die Energiepreise lagen 14,9 Prozent über dem Vorjahreswert und stiegen innerhalb eines Monats um 5,8 Prozent. Mineralölerzeugnisse verteuerten sich sogar um 51,3 Prozent. Erdgas in der Verteilung kostete 15,0 Prozent mehr, Strom 8,2 Prozent. Ohne Energie wären die Erzeugerpreise lediglich um 3,2 Prozent gestiegen. Gerade für energieintensive Branchen verschlechtert ein solcher Anstieg die Kostenbasis.

BASF zeigt die Risiken exemplarisch

Wie relevant diese Entwicklung für einzelne Unternehmen sein kann, zeigt das Beispiel BASF. Neben Energie verteuerten sich auch chemische Grundstoffe im September um 11,3 Prozent, während Vorleistungsgüter insgesamt 6,4 Prozent mehr kosteten. Diese Werte entsprechen nicht den konkreten Einkaufspreisen von BASF, verdeutlichen aber das Umfeld, in dem sich der Chemiekonzern bewegt. BASF hatte bereits im Sommer auf höhere Rohstoffpreise und die dadurch steigende Kapitalbindung hingewiesen.

Prognose bleibt trotz Gegenwind höher

Trotz des schwierigeren Kostenumfelds hatte BASF seine Prognose im Juli angehoben. Für 2026 erwartet der Konzern ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 6,9 Milliarden Euro und 7,7 Milliarden Euro. Zuvor hatte die Spanne bei 6,2 Milliarden Euro bis 7,0 Milliarden Euro gelegen. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz um 16 Prozent auf 17,2 Milliarden Euro. BASF dient damit zugleich als Beispiel dafür, dass Unternehmen gestiegene Kosten teilweise durch höhere Preise, Mengen und operative Verbesserungen ausgleichen können.

Quartalszahlen werden zum nächsten Test

Am 28. Oktober 2026 legt BASF die Zahlen zum dritten Quartal vor. Dann dürfte sich zeigen, wie stark sich höhere Energie- und Rohstoffpreise bereits auf Kosten, Margen und Cashflow ausgewirkt haben. Die Entwicklung bei BASF ist dabei nur ein Beispiel für die breitere Lage der deutschen Industrie. Sollte der Sprung der Erzeugerpreise anhalten, könnten in den kommenden Monaten auch bei anderen Unternehmen höhere Kosten und zusätzlicher Preisdruck stärker in den Vordergrund rücken.

Bn-Redaktion/tb
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