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240 Euro weniger

UBS kappt Rheinmetall-Ziel vor Kapitalmarkttag 20.10.2026, 10:37 Uhr Jetzt kommentieren: 0

240 Euro weniger: UBS kappt Rheinmetall-Ziel vor Kapitalmarkttag
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Rheinmetall 1.044,90 EUR -1,17 % Baader Bank
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Die UBS kappt ihr Kursziel für Rheinmetall um 240 Euro. Statt 1.600 Euro nennen die Analysten der Schweizer Großbank nun 1.360 Euro als Ziel, an ihrer Einstufung „Buy“ halten sie fest – dies stellt keine redaktionelle Empfehlung dar. Die Aktie gibt am Vormittag rund 1,2 Prozent auf gut 1.044 Euro nach und bremst damit die jüngste Erholung der Rüstungswerte. Auf Aktionärsseite löst die Kürzung eher Schulterzucken als Unruhe aus.

UBS mahnt bescheidenere Ziele an

Hinter der Senkung steht vor allem der Blick auf den Kapitalmarkttag am 26. und 27. November. Der Konzern sollte sich dort nach Einschätzung der Bank anders als in der Vergangenheit keine immer höheren, sondern konservative Ziele setzen, um erneute Enttäuschungen zu vermeiden. Zugleich hoffen die Analysten, dass das Management beim Blick auf die künftige Rolle im Rüstungsgeschäft in die Offensive geht. Bereits Anfang Oktober hatte Berenberg die Aktie auf „Hold“ abgestuft und das Ziel auf 1.020 Euro gesenkt.

Unter Anlegern wird die Meldung unterschiedlich gelesen. Wer auf die Höhe der Kürzung schaut, hebt den Abschlag von 240 Euro hervor. Kurs-Optimisten halten dagegen, dass die Bank trotz allem bei ihrer positiven Einstufung bleibt – solche Einschätzungen stellen keine Anlageberatung dar. Grundsätzlicher fällt der Einwand aus, Kursziele sagten wenig aus:

Jede Großbank hat andere Kursziele, wer in 12 Monaten recht hat steht in den Sternen.

Die Spanne zwischen 1.020 Euro bei Berenberg und 1.360 Euro bei der UBS gibt diesem Einwand Nahrung. Analystenziele seien wie Wetterberichte, bei denen der eine Anbieter Regen und der andere Sonne ansage, lautet ein ähnlich gelagerter Vergleich. Der Ton bleibt entsprechend gelassen.

Erholung seit dem Oktober-Tief gerät ins Stocken

Die Kürzung trifft die Aktie nach einer kräftigen Gegenbewegung. Seit vergangener Woche hatten Rüstungswerte wieder Zulauf erhalten, nachdem Morgan Stanley bis zum Jahresende steigende Aufträge aus dem Bundeshaushalt in Aussicht gestellt hatte. Rheinmetall kletterte im Wochenverlauf zeitweise bis auf knapp 1.096 Euro, liegt auf Wochensicht aber noch immer rund 9 Prozent im Plus. Auf Jahressicht beträgt das Minus dagegen gut 40 Prozent.

Aus Anlegersicht hängt die Entwicklung auch am übrigen Markt: Während Technologiewerte unter Zweifeln am KI-Boom litten, fließe Geld in die Rüstung, so die Rotationsthese. Dem wird entgegengehalten, dass ein Wert nicht steige, nur weil ein anderer Sektor falle – gemessen werde ein Unternehmen an seinen Ergebnissen. Die Stimmung ist vorsichtig, eher wird darauf gehofft, dass die Marke von 1.000 Euro hält.

Werftenkauf weckt Zweifel am Cashflow

Neue Fragen wirft auch die jüngst angekündigte Übernahme der rumänischen Werft Mangalia auf, die Rheinmetall gemeinsam mit der Reederei MSC stemmen will. Dort sollen unter anderem Schiffe für die rumänische Marine entstehen. Der operative freie Cashflow war im ersten Halbjahr deutlich negativ ausgefallen.

Aus Aktionärskreisen kommt entsprechend Kritik am Zukauf. Die Sorge: Spätestens mit den Zahlen zum dritten Quartal am 5. November könnte der schwache Mittelzufluss wieder in den Mittelpunkt rücken. Damit pendelt die Stimmung zwischen Gelassenheit beim Kursziel und Skepsis bei der Kapitalverwendung.

Bn-Redaktion/sb
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