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Wasserstoff-Aktien

Reiche verspricht Milliarden – diese Aktien könnten jetzt profitieren 19.10.2026, 17:50 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Wasserstoff-Aktien: Reiche verspricht Milliarden – diese Aktien könnten jetzt profitieren
AI MODIFIED Inhalte teilweise mit KI erstellt.
© Bild von KNFind auf Pixabay
Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Salzgitter 47,81 EUR +0,44 % Lang & Schwarz
RWE 57,22 EUR -2,40 % Lang & Schwarz
ThyssenKrupp 13,91 EUR -1,51 % Lang & Schwarz
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Milliardenförderung soll Wasserstoffmarkt beleben

Mit einem Zehn-Punkte-Plan will Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) den Wasserstoffhochlauf beschleunigen. Herzstück ist ein Förderbudget von mindestens 1,5 Milliarden Euro für Industrieunternehmen, die ihre Produktion auf Wasserstoff umstellen. Über sogenannte CO₂-Differenzverträge sollen die höheren Kosten klimafreundlicher Verfahren über 15 Jahre ausgeglichen werden. Die Mittel sind für die Ausschreibungsrunde 2027 vorgesehen und könnten bei hoher Nachfrage aufgestockt werden. Die Vergabe steht allerdings noch unter Haushalts- und beihilferechtlichen Vorbehalten.

Vier Gigawatt Kraftwerksleistung im Fokus

Auch die Stromerzeugung soll stärker auf Wasserstoff ausgerichtet werden. Geplant ist die Förderung der Umrüstung von Gaskraftwerken mit insgesamt vier Gigawatt Leistung. Erste Ausschreibungen über zwei Gigawatt sollen 2027 erfolgen. Diese Anlagen sollen ab 2040 mit Wasserstoff betrieben werden. Weitere zwei Gigawatt sollen zwischen 2030 und 2032 ausgeschrieben und ab 2043 umgestellt werden. Der Staat will die zusätzlichen Umrüst- und Betriebskosten gegenüber Erdgas abfedern.

Grüner Stahl erhält neue Absatzchancen

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf klimafreundlich produziertem Stahl. Bei Offshore-Windparks soll dessen CO₂-Fußabdruck stärker berücksichtigt werden. Auch bei öffentlichen Aufträgen für Stahl und Zement strebt die Bundesregierung entsprechende Vorgaben an. Gleichzeitig sollen günstigere Stromnetzentgelte den Betrieb von Elektrolyseuren wirtschaftlicher machen. Für fortgeschrittene Projekte, die bis August 2029 in Betrieb gehen, soll die bisherige Netzentgeltbefreiung fortgelten. Erleichterungen bei europäischen Wasserstoffvorgaben sind ebenfalls vorgesehen.

Wasserstoff-Infrastruktur: RWE und Stahlkonzerne im Blick

Beim Wasserstoff-Kernnetz sind nach Regierungsangaben 2025 bereits mehr als 500 Kilometer in Betrieb gegangen. Weitere 2.200 Kilometer befinden sich in der Realisierung. Bund und Länder wollen insgesamt 4,2 Milliarden Euro bereitstellen. Zusätzlich sollen Importe über Pipelines und Schiffe den Markt versorgen. Davon könnte RWE profitieren, das seine Elektrolysekapazität in Lingen bis 2027 auf 300 Megawatt ausbauen will. Auch Salzgitter mit dem SALCOS-Programm und thyssenkrupp mit seiner geplanten wasserstoffbasierten Stahlproduktion zählen zu den potenziellen Profiteuren.

Diese Aktien könnten von den Milliarden profitieren

Neben RWE, Salzgitter und thyssenkrupp rücken drei weitere Aktien in den Fokus. Siemens Energy könnte mit wasserstofffähigen Gasturbinen von Kraftwerksumrüstungen profitieren. thyssenkrupp nucera entwickelt Elektrolysetechnologie und könnte bei zusätzlichen Wasserstoffprojekten neue Aufträge gewinnen. Auch Andritz, das bereits eine 100-Megawatt-Elektrolyseanlage für Salzgitter liefert, kommt als möglicher Gewinner infrage. Entscheidend bleibt jedoch, welche Projekte tatsächlich gefördert werden und ob daraus zusätzliche Bestellungen entstehen. Eine automatische Verbesserung der Unternehmensgewinne oder steigende Aktienkurse lassen sich aus den Ankündigungen nicht ableiten.

Bn-Redaktion/ar
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