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ASML-Aktie

KI-Boom bringt Europas wertvollsten Konzern an seine Grenzen 20.10.2026, 18:06 Uhr Jetzt kommentieren: 0

ASML-Aktie: KI-Boom bringt Europas wertvollsten Konzern an seine Grenzen
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ASML Holding 1.460,20 EUR -0,97 % Lang & Schwarz
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ASML erwartet Engpässe bei der Chipproduktion

ASML rechnet für 2027 und 2028 mit einer Nachfrage, die das bislang geplante Angebot übersteigen wird. Konzernchef Christophe Fouquet verweist auf steigende Auftragseingänge. „Vor diesem Hintergrund prüfen wir Möglichkeiten, die Kapazität für 2028 über die bereits kommunizierte Steigerung von 30 Prozent hinaus zu erhöhen.“ Einige Kunden möchten bereits Anlagen für 2029 und 2030 bestellen. Die Entwicklung zeigt, wie weit die Chiphersteller ihre Investitionen in die KI-Infrastruktur vorausplanen und weshalb ASML seine Produktionsmöglichkeiten erneut überprüft.

Umsatz und Gewinn steigen deutlich

Auch die jüngsten Quartalszahlen unterstreichen das Wachstum. Der Umsatz erhöhte sich von 9,3 Milliarden Euro im Vorquartal auf knapp 11,7 Milliarden Euro und entsprach damit den Erwartungen der Analysten. Die Bruttomarge legte um 3,5 Prozentpunkte auf 57,5 Prozent zu. Unter dem Strich verdiente ASML knapp fünf Milliarden Euro, nachdem es im vorangegangenen Quartal fast drei Milliarden Euro gewesen waren. Damit profitiert der Chipausrüster nicht nur von höheren Erlösen, sondern auch von einer verbesserten Profitabilität.

Ohne ASML läuft bei KI-Chips wenig

Die Schlüsselrolle des niederländischen Konzerns liegt bei den Lithografiemaschinen für die Herstellung besonders leistungsfähiger Halbleiter. Als einziger Anbieter produziert ASML hochentwickelte Systeme zur Fertigung modernster KI-Chips. Zu den maßgeblichen Chipherstellern zählen TSMC, Samsung und Intel. Unternehmen wie Nvidia und Apple sind auf deren Fertigungskapazitäten angewiesen. Weil zwischen der Bestellung und der Auslieferung der Anlagen mehr als ein Jahr liegen kann, gelten die Aufträge bei ASML als wichtiger Hinweis auf künftige Investitionen in KI-Infrastruktur.

Zinsrisiken belasten die Chipbranche

An den Börsen bleibt dennoch die Frage, wann sich die enormen KI-Investitionen für die Kunden auszahlen. Hohe Schulden, steigende Zinsen und anhaltend hohe Ölpreise könnten den Ausbau bremsen. Die Unsicherheit hatte Chipaktien zuletzt wieder unter Druck gesetzt. Marcus Weyerer von Franklin Templeton Investments verweist dagegen auf starke Fundamentaldaten und sieht aktuell kein Ende des Investitionszyklus. Für Anleger bleibt damit der Gegensatz zwischen einer hohen Nachfrage und möglichen Belastungen durch die Zinsentwicklung entscheidend.

ASML-Aktie legt zu – auch Infineon profitiert

Nach den Zahlen gewann die ASML-Aktie rund drei Prozent. Der Konzern gehört dem EuroStoxx 50 an und gilt als wertvollstes Unternehmen Europas. Für die Aktie werden 1.457,90 Euro sowie eine Marktkapitalisierung von 565,8 Milliarden Euro genannt. Das KGV beträgt 35,74, das Ergebnis je Aktie 41,21 Euro und die Dividendenrendite 0,47 Prozent bei 6,18 Euro Dividende. Der DAX stieg über 25.400 Punkte auf bis zu 25.440 Punkte, während Infineon um mehr als ein Prozent zulegte. 

Bn-Redaktion/ar
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