WisdomTree Europe Defence ETF

Wann kommt die Wehrpflicht? 13.07.2025, 19:21 Uhr Jetzt kommentieren: 0

WisdomTree Europe Defence ETF: Wann kommt die Wehrpflicht?
© Symbolfoto von Matias Luge auf Unsplash
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WisdomTree Europe Defence UCITS ETF - EUR Acc 35,09 EUR +0,23 % Societe Generale

Verteidigungsstrategie unter Druck

Angesichts der angespannten sicherheitspolitischen Lage und neuer NATO-Vorgaben wächst der Druck auf die Bundesrepublik, ihre Verteidigungsfähigkeit deutlich zu steigern. Laut Verteidigungsminister Boris Pistorius sind 260.000 aktive Soldatinnen und Soldaten sowie bis zu 200.000 Reservisten nötig, um die Anforderungen zu erfüllen – derzeit liegt die Truppenstärke bei lediglich rund 180.000. Experten wie der Militärhistoriker Sönke Neitzel halten die geplante Freiwilligkeit für unrealistisch: „Es wird mit einer Freiwilligkeit nicht funktionieren“, sagt er und fordert eine sofortige Rückkehr zur Wehrpflicht.

Personalknappheit wird zur sicherheitspolitischen Herausforderung

Neitzel sieht die Bundeswehr strukturell in der Lage, kurzfristig 5.000 Wehrpflichtige aufzunehmen – entsprechende Ausstattung sei vorhanden. Ein früher Einstieg könne als politisches Signal der Anpassungsbereitschaft gelten, denn: „Wir verlieren Zeit.“ Der aktuelle Rückhalt in der Bevölkerung sei da – laut Umfragen befürworten über 70 Prozent die Wiedereinführung der Wehrpflicht, auch in jüngeren Altersgruppen zeige sich Zustimmung. Die Sorge, dass ein zu zögerlicher Kurs die Glaubwürdigkeit des Landes untergräbt, steht ebenfalls im Raum: „Diese Angst, Schritte zu gehen, schwächt uns.

Strukturelle Reformen bleiben aus

Trotz angekündigter Reformen im Verteidigungsministerium bleibt Kritik an der Organisation bestehen. Laut Neitzel arbeiteten über die Hälfte der Soldaten außerhalb der eigentlichen Einsatzverbände. Er fordert eine Reduzierung des Verwaltungsapparats und spricht von einem „Overhead“ von bis zu 30.000 überflüssigen Stellen. Die Innovationskraft der Bundeswehr werde durch übermäßige Bürokratie blockiert: Jede Innovation werde "tot-bürokratisiert.

Politische Uneinigkeit blockiert Entscheidungen

Während Teile der Regierung – darunter Kanzleramtschef Thorsten Frei – eine zügige Entscheidung fordern, warnen andere, wie SPD-Fraktionschef Miersch, vor einer vorschnellen Rückkehr zur Pflicht. Zwar hat Pistorius in einem Gesetzentwurf bereits Kriterien für einen möglichen Pflichtanteil formuliert, doch innerhalb der Koalition wird weiter auf Freiwilligkeit gesetzt. Auch SPD-Chef Lars Klingbeil schließt eine Rückkehr zur alten Wehrpflicht aus, sieht aber die Notwendigkeit, rechtzeitig Vorkehrungen zu treffen.

Marktentwicklung begünstigt Rüstungs-ETF

Vor dem Hintergrund geopolitischer Unsicherheiten bleiben Rüstungs-ETFs wie der WisdomTree Europe Defence ETF gefragt. Im Juli legte dieser zwar nur um 2 Prozent zu, konnte im laufenden Jahr jedoch bereits über 20 Prozent an Wert gewinnen. Aktuell bewegt sich der Kurs zwischen 30,34 und 30,93 Euro pro Anteil – ein Hinweis darauf, dass der Markt weiterhin Vertrauen in den europäischen Verteidigungssektor hat.

Darüber diskutieren die Nutzer

Unsere User diskutieren teils kontrovers über den Defence Europe ETF und die damit verbundenen politischen Entwicklungen. Einige berichten über ihre Schwierigkeiten mit Sparplänen bei bestimmten Brokern. Die Diskussionen zeigen, wie emotional das Thema derzeit wahrgenommen wird – sowohl in Bezug auf persönliche Investments als auch auf die politische Lage.

 

Bn-Redaktion/ar
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