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ASML fallen aus Sorge vor China-Konkurrenz - Chipsektor folgt 27.07.2026, 16:27 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Name Aktuell Diff. Börse
Infineon Technologies 62,19 EUR -2,29 % Gettex
Micron Technology 766,95 EUR -5,31 % L&S Exchange
NVIDIA 173,86 EUR -4,41 % Lang & Schwarz
AIXTRON 38,35 EUR -3,79 % TTMzero RT
ASML Holding 1.430,50 EUR -7,51 % TTMzero RT

Der Kurs des Chipindustrie-Ausrüsters ASML NL0010273215 hat am Montag wegen Konkurrenzsorgen eine deutliche Kehrtwende hingelegt. Ein Bericht des Magazins "The Information" über eine beginnende Produktion von Immersions-DUV-Lithografiesystemen in China drückte den Kurs, der zuvor wegen neuer Hoffnungen auf eine Deeskalation im Iran-Krieg noch im Plus lag. Zuletzt notierte die Aktie 6,5 Prozent im Minus bei 1.461 Euro und damit auf dem tiefsten Stand seit rund sieben Wochen.

Das Magazin berichtete unter Berufung auf Kreise, ein staatlich unterstütztes Unternehmen aus China habe mit der Herstellung von DUV-Anlagen begonnen, die für ASML ein wichtiger Umsatztreiber sind. Unter Anlegern geht nun die Befürchtung um, dass die ASML-Systeme mehr und mehr ersetzt werden könnten, wenn die Chinesen es schaffen, in eine Massenproduktion überzugehen.

Ein Händler schätzt, dass Verkäufe solcher Systeme nach China einen Anteil im niedrigen zweistelligen Prozentbereich am gesamten Systemumsatz von ASML ausmachen. Er wies jedoch darauf hin, dass es in der Vergangenheit bereits Falschmeldungen über chinesische Fortschritte in der Immersionslithografie gegeben habe. Daher bleibe es abzuwarten, ob es sich um einen glaubwürdigen Bericht handelt.

Die Sorgen vor Konkurrenz aus China wirkte sich in der ganzen Chipbranche belastend aus. Unter den europäischen Ausrüster-Aktien fielen die Kurse von ASM International NL0000334118 zuletzt um 3,7 Prozent, jene von Aixtron DE000A0WMPJ6 um 2,3 Prozent.

In New York lag der zuletzt nur noch leichte Anstieg des Nasdaq 100 US6311011026 vor allem an den sich erholenden Softwareaktien, während Halbleiterwerte bremsten. Die Titel der Chipriesen Nvidia US67066G1040, Micron US5951121038 und AMD US0079031078 verloren bis zu vier Prozent. In Frankfurt lagen die Infineon DE0006231004-Titel zuletzt mit 0,8 Prozent im Minus.

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