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Dax wieder unter Druck nach Kursrutsch in Asien 26.06.2026, 11:57 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Name Aktuell Diff. Börse
MDAX 31.564,49 PKT -1,82 % Ariva Indikation
DAX 24.692,57 PKT -1,10 % Ariva Indikation

Die Vortagserholung erweist sich am Freitag am deutschen Aktienmarkt als Strohfeuer. Nach teils deutlichen Kursverlusten in Asien rutschte der Dax DE0008469008 um 1,1 Prozent ab. Mit 24.722 Punkten näherte er sich seinem Wochentief vom Mittwoch. Die zeitweise wieder erreichte Marke von 25.000 Punkten blieb für den Leitindex erneut eine zu hohe Hürde. Auf Wochensicht liegt der Leitindex jetzt wieder klar in der Verlustzone.

Auf europäischer Bühne verbuchten deutsche Aktien in der Breite überdurchschnittliche Verluste, denn für den MDax DE0008467416 ging es am letzten Handelstag der Woche um 1,1 Prozent auf 31.626 Zähler bergab. Der EuroStoxx fiel etwas moderater um 0,7 Prozent. In Asien hatten die Anleger nach den gefeierten Resultaten des US-Konzerns Micron US5951121038 direkt wieder Gewinne mitgenommen - vor allem in Tokio und Seoul. In New York bahnt sich auch ein schwächerer Start an.

Die Bedenken angesichts hoher Bewertungen rund um Künstliche Intelligenz seien zurück, schrieb am Morgen der Marktbeobachter Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Hinzu komme die Sorge vor einer Knappheit von Speicherchips. "Die Stimmung ist gerade dabei, sich zu drehen. Anlegerinnen und Anleger werden generell vorsichtiger. Die Risikoaversion nimmt zu."

Im Chipbereich erfasste die erneute Abwärtsbewegung viele deutsche Aktien, darunter den Halbleiterhersteller Infineon DE0006231004 mit einem Abschlag, der bis zum Mittag auf vier Prozent angewachsen ist. Für die Branchenausrüster Aixtron DE000A0WMPJ6, Suss DE000A1K0235 und PVA Tepla DE0007461006 sowie den Waferhersteller Siltronic DE000WAF3001 ging es zuletzt um bis zu 4,3 Prozent bergab.

Die erneute Abwärtsbewegung erfasste aber auch andere Aktien, die wegen des Rechenzentren-Booms schon länger zu den KI-Profiteuren zählen. Neben dem Energietechnik-Konzern Siemens Energy DE000ENER6Y0 zählt dazu auch der Baukonzern Hochtief DE0006070006. Die Anteile gehörten mit 4,1 und 2,5 Prozent zu den größeren Dax-Verlierern.

Etwas deutlicher erwischte es die Zalando DE000ZAL1111-Aktien. Die Finanzaufsichtsbehörde Bafin hat bei dem Modehändler eine Prüfung des Konzernabschlusses eingeleitet wegen Anhaltspunkten, dass gegen Rechnungslegungsvorschriften verstoßen wurde. Eine Stellungnahme, dass es sich "um einen rein formellen, aber materiell unwesentlichen Aspekt in den Anhangsangaben" handele, sorgte aber für etwas Entlastung. Das mehr als zehn Prozent große Spitzenminus halbierte sich fast auf zuletzt 5,6 Prozent.

Im Rüstungssegment erholte sich Renk DE000RENK730 vom jüngsten Kursrutsch, der im Zuge eines verlorenen Rheinmetall DE0007030009-Großauftrags weite Teile der Branche erfasst hatte. Die US-Regierung gab am Vorabend den Vertragsabschluss für einen Auftrag im Wert von 691 Millionen US-Dollar bekannt. Mit einem Plus von 4,2 Prozent hob sich Renk positiv ab in einem Umfeld schwächelnder Rüstungswerte.

Die Bayer-Aktien DE000BAY0017 verteidigten ihren Vortagskurssprung wegen eines wichtigen Erfolgs in den Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten mit einem weiteren Anstieg. Analyst James Quigley von Goldman Sachs sieht mit der Entscheidung des Obersten Gerichts in den USA einen großen Schritt, um eine Dekade der Rechtsrisiken im Zusammenhang mit dem Unkrautvernichter zu beenden.

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