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AKTIEN IM FOKUS

Anleger machen bei KI-Profiteuren weiterhin Kasse 16.07.2026, 11:01 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Jenoptik 40,56 EUR -0,98 % Lang & Schwarz
Infineon Technologies 65,41 EUR -3,00 % TTMzero RT
AIXTRON 40,23 EUR -5,39 % Baader Bank
SUESS MicroTec 80,95 EUR -2,03 % Lang & Schwarz
SILTRONIC AG 87,73 EUR -4,23 % Lang & Schwarz

Die Kursrücksetzer von Aktien, die als Profiteure Künstlicher Intelligenz (KI) gehandelt werden, hat sich am Donnerstag fortgesetzt. Im Dax DE0008469008 rutschten Infineon DE0006231004 um 2,6 Prozent ab auf ein Tief seit zwei Monaten. Siemens Energy DE000ENER6Y0, die als Ausrüster von Daten- und Rechenzentren Nutzen aus dem KI-Boom ziehen dürften, verbilligten sich um 2,3 Prozent. Sie liegen um gut ein Fünftel unter dem Rekordhoch von Ende April.

Schon an den asiatischen Börsen waren KI- und Halbleiteraktien verkauft worden. "Was wochenlang wie eine Einbahnstraße für Anleger ausgesehen hat, ist zu einer Achterbahnfahrt der Kurse unter stark erhöhten Schwankungen geworden", schrieb Jochen Stanzl, Analyst der Consorsbank. Anleger hegten Zweifel, ob die Technologiekonzerne mit ihren Quartalszahlen und Prognosen die durch steil gestiegene Kurse mittlerweile weitaus höher liegende Messlatte noch einmal überspringen können.

Auch in der zweiten Börsenreihe führten Technologiewerte die Verliererliste an. Die Verluste von Jenoptik DE000A2NB601, Suss Microtec DE000A1K0235, Siltronic DE000WAF3001 und Aixtron DE000A0WMPJ6 reichten von 1,3 bis 5,7 Prozent. Aixtron fielen auf das tiefste Niveau seit drei Monaten. Im Kleinwerte-Index SDax DE0009653386 verloren die Papiere des Laserspezialisten LPKF DE0006450000 3,5 Prozent.

Tom Wilson vom britischen Vermögensverwalter Schroders wurde grundsätzlich: "Obwohl der aktuelle Zyklus sehr stark ist, gibt es wenig Grund zu glauben, dass sich der KI-Investitionszyklus letztlich anders verhalten wird als frühere kapitalintensive Branchenzyklen". Hohe Renditen regten dazu an, die Kapazitäten auszuweiten. Dadurch hole das Angebot die Nachfrage ein. Die Renditen normalisierten sich und die Bewertungen gerieten unter Druck.

Noch befinde sich die Künstliche Intelligenz aber in einer frühen Phase des Zyklus, so Wilson. Die Nachfrage nach Rechenleistung steige stark und die Fundamentaldaten deuteten auf einen weiteren Anstieg der Kapitalausgaben bis 2028 hin.

Am Donnerstag gab der weltgrößte Chipauftragsfertiger TSMC bekannt, dass er in diesem Jahr noch mehr investieren will als bislang angekündigt. Zudem hob er wegen des KI-Booms die Umsatzprognose an; Gewinn und Umsatz legten kräftig zu. Doch auch diese Nachrichten wurden am Markt zunächst negativ aufgenommen. Die in den USA gehandelten Hinterlegungsscheine (ADRs) der TSMC-Aktien gaben vorbörslich rund dreieinhalb Prozent nach.

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