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Schwaches Chemie-Sektorumfeld - Evonik von Abstufung belastet 15.09.2026, 10:15 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Lanxess 13,26 EUR +3,15 % L&S Exchange
Wacker Chemie 78,95 EUR -0,32 % Lang & Schwarz
Brenntag 61,64 EUR -2,73 % L&S Exchange
BASF 59,20 USD -6,97 % Nasdaq OTC
Evonik Industries 21,45 EUR +0,23 % L&S Exchange
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Im europäischen Chemiesektor nimmt der schwache September am Dienstag weiter seinen Lauf. War der europäische Branchenindex zum Monatsbeginn wegen einer Sonderkonjunktur im Zuge des Nahost-Konflikts noch auf einem Hoch seit März 2025 angekommen, setzte er seine Talfahrt der vergangenen zwei Wochen nun mit einem Abschlag von 1,3 Prozent fort.

Unter den deutschen Werten erwischte es Lanxess DE0005470405 besonders deutlich mit mehr als sechs Prozent Minus. Sie erreichten nahe der 13-Euro-Marke ein Tief seit März. Außerdem fielen die Aktien von BASF DE000BASF111, Brenntag DE000A1DAHH0 und Wacker Chemie DE000WCH8881 im Größenbereich von zwei bis 2,5 Prozent. Der EvonikDE000EVNK013-Kurs sackte nach einer Abstufung durch die US-Bank Morgan Stanley um 2,7 Prozent ab.

Die Stimmen zum Sektor werden derzeit rauer: JPMorgan reduzierte das Kursziel für Lanxess wegen drohenden Gegenwinds von der Energiekostenseite. Für Evonik senkte Lisa De Neve von Morgan Stanley ihr Votum von "Overweight" auf "Equal-weight", was die Expertin vor allem mit der Perspektive im Tierfuttergeschäft begründete.

Marktanteilsgewinne seien bei dem Tierfutter-Vorprodukt Methionin ehemals Teil ihrer positiven Thesen für Evonik gewesen, doch zuletzt seien die Preise dafür im wichtigen Asien-Geschäft rapide gefallen - auch bedingt durch eine verhaltene Nachfrage. Sie fürchtet, dass dies auch Auswirkungen auf andere Regionen haben wird, und sieht deshalb Risiken für die Konsensschätzungen.

In den vergangenen Monaten hatten europäische Chemiewerte einen guten Lauf in der Annahme, dass Lieferengpässe im Zuge des Iran-Kriegs Vorteile für die Branche mit sich bringen. Wie das Ifo-Institut Ende August mitgeteilt hatte, schätzten die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage im vergangenen Monat erstmals seit vier Jahren wieder positiv ein. Ifo-Wissenschaftlerin Anna Wolf sprach von einer "Sonderkonjunktur" durch Ausfälle asiatischer Lieferungen.

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