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Caravan Salon

Reisemobil-Anbieter hoffen auf gute Geschäfte 28.08.2026, 11:51 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Der Caravan Salon hat begonnen. Mehr als 830 Aussteller präsentieren bei der Düsseldorfer Messe in 15 Hallen Reisemobile, Wohnwagen und andere Produkte und Dienstleistungen rund um das mobile Reisen, das waren etwa 20 Aussteller mehr als im vergangenen Jahr. Die Publikumsmesse läuft bis zum 6. September.

Im vergangenen Jahr strömten 269.000 Menschen in die Messehallen, der Besucher-Hochwert von 2019 wurde damit um wenige Hundert verfehlt. Für dieses Jahr rechnen die Veranstalter mit mehr als 250.000 Besucherinnen und Besuchern. Zum Auftakt herrschte reger Andrang in den Hallen.

Die Caravan-Branche ist in einer schwierigen Lage. In der Corona-Zeit stieg die Nachfrage steil an, woraufhin die Hersteller ihre Produktion auf Hochtouren brachten. Doch nach dem Ende der Pandemie sank die Nachfrage, was auch an der schwächelnden Konjunktur lag. Daher hatten die Hersteller und Händler volle Lager, die sich nur langsam leerten und in denen teilweise noch heute Altbestände auf Käufer warten.

Abwärtsfahrt auf hohem Niveau

Laut Caravaning Industrie Verband (CIVD) sank die Anzahl der neu zugelassenen Reisemobile und Wohnwagen (Caravans) in den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 in Deutschland um 3 Prozent auf 63.329. Damit ging es weiter abwärts, im kompletten Vorjahr hatte es ein Minus von 2,3 Prozent gegeben. CIVD-Geschäftsführer Daniel Onggowinarso bewertet die Entwicklung als Normalisierung nach der hohen Welle nach oben in Corona.

Er weist darauf hin, dass die Anzahl der in Deutschland zugelassenen Reisemobile zwischen 2015 und 2025 um 167 Prozent auf 1,045 Millionen angewachsen und auch die Anzahl der Caravans (Wohnwagen) um 30 Prozent auf 0,786 Millionen gestiegen ist. Das zeige, dass man auf einem hohen Niveau sei - hätte es Corona nicht gegeben, wäre man vermutlich kontinuierlich Jahr für Jahr gewachsen und jetzt auf dem gleichen Niveau gelandet.

Deutsche Hersteller werben um Kunden

Beim Caravan Salon sind deutsche Hersteller wie Hymer präsent. Von dem Unternehmen aus Bad Waldsee heißt es ebenfalls, die Branche befinde sich nach den außergewöhnlich starken Jahren der Pandemie in einer Phase der Normalisierung. "Caravaning bleibt als Urlaubs- und Reiseform langfristig sehr attraktiv", sagt eine Hymer-Sprecherin.

Der Marketingchef des ebenfalls in Baden-Württemberg beheimateten Herstellers Carthago, Alexander Wehrmann, sagt, die Rahmenbedingungen hätten sich zwar verändert, aber der Markt sei grundsätzlich intakt. "Das Bedürfnis nach individueller Freiheit, Flexibilität und selbstbestimmtem Reisen ist unverändert vorhanden."

Auch der Marketingchef vom Hobby-Wohnwagenwerk, Frank Maukel, betont, dass das Interesse an Caravaning unverändert hoch sei. "Der Wunsch nach individueller Mobilität, Freiheit bei der Reisegestaltung und naturnahen Urlaubserlebnissen ist nach wie vor groß." Daher blicke man mittel- und langfristig optimistisch auf die Entwicklung des Marktes.

Angesichts der hohen Lagerbestände von manchen Herstellern hatte Verbandschef Onggowinarso gesagt, dass "Schnäppchen" durchaus möglich seien. "Es ist aktuell noch ein Käufermarkt", sagt der Verbandsvertreter. "Die Hersteller haben ihre Preispolitik angepasst - es geht weg von der einzelnen Option, die man für teuer Geld dazukauft, hin zu besser und schöner gerechneten Paketen." Es dauere etwas, bis die Veränderungen der Hersteller beim Handel ankommen, aber: "Der Kunde profitiert."

Wer sich seine mobilen vier Wände kaufen möchte, für den wird es allerdings nicht wirklich billig: Je nach Modell sind die Preise der beim Caravan Salon vorgestellten Fahrzeuge ruckzuck im sechsstelligen Euro-Bereich. Der teuerste Wohnwagen, der bei der Messe präsentiert ist, kostet 275.000 Euro, plus Extra-Ausstattung kann es noch teurer werden. Reisemobile sind in der Regel teurer als Wohnwagen. Auch Luxusmodelle sind zu sehen, zwei Modelle unterschiedlicher Hersteller kosten jeweils 2,2 Millionen Euro.

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