Deloitte-Studie

Leichter Umsatzrückgang der Bundesliga 12.06.2025, 10:33 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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LONDON (dpa-AFX) - Der europäische Fußball-Markt wächst und wächst. Aus dem jährlichen Fußball-Report der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte geht hervor, dass die Verbände und Ligen in Europa in der Saison 2023/24 einen Rekordumsatz von 38 Milliarden Euro verzeichneten. Das waren acht Prozent mehr als in der Saison zuvor, wie aus der 34. Auflage des Annual Review of Football Finance hervorgeht.

Auch Europas größte fünf Ligen in England, Deutschland, Spanien, Italien und Frankreich steigerten ihre Einnahmen insgesamt um vier Prozent auf 20,4 Milliarden Euro. Die "Big Five"-Ligen erzielten dabei zum zweiten Mal nacheinander mit 600 Millionen Euro einen Gewinn. Transfereinnahmen werden bei den Erlösen nicht berücksichtigt.

Stefan Ludwig, Partner und Leiter der deutschen Sport Business Gruppe bei Deloitte, sieht trotz des Wachstums aber auch Herausforderungen für viele Vereine. "Der Druck auf die Clubs nimmt zu. Sie müssen zusätzliche Einnahmen generieren und gleichzeitig steigende Kosten bewältigen, um wettbewerbsfähig zu bleiben", sagte er.

Bundesliga trotz leichten Rückgangs Umsatz-Zweiter

Die Bundesliga erlebte beim Umsatz in der Saison 2023/24 einen leichten Rückgang um ein Prozent. Mit etwa 3,8 Milliarden Euro liegt Deutschlands Top-Liga dennoch weiter auf Platz zwei hinter dem Primus Premier League (7,4 Milliarden/+ 8 Prozent) und knapp vor der spanischen La Liga (3,76 Milliarden/+ 6 Prozent).

Ein Grund für den Erlös-Rückgang in der Bundesliga war der Abstieg des FC Schalke 04 und von Hertha BSC, zwei Vereine mit großer Fanbasis. Dadurch sank die durchschnittliche Zuschauerzahl um acht Prozent und damit der Erlös an den Spieltagen.

Experte: Wachstum in 2024/25, dann vorerst Stagnation

Ludwig geht davon aus, dass die gerade abgeschlossene Saison ein weiteres Wachstumsplus ausweisen wird. "Grund dafür sind die Erweiterung der UEFA-Clubwettbewerbe und die damit verbundenen höheren Ausschüttungen an die Clubs, wodurch die Big-Five-Ligen einen Gesamtumsatz von 21 Milliarden Euro überschreiten könnten", sagte er.

Von der Saison 2025/26 an rechne er vorübergehend mit einer Stagnation des Fußball-Marktes. Die bereits abgeschlossenen Vertragsverhandlungen für die neuen Übertragungsrechtezyklen der nationalen Ligen ab 2024/25 und 2025/26 zeigten bereits, "dass keine der Big-Five-Ligen eine signifikante Steigerung gegenüber den Erlösen aus vorangegangenen Zyklen erzielen konnten"./clu/DP/jha

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