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Fünfter Sieg in Serie

Mercedes-Pilot Antonelli auch in Monaco unaufhaltsam 07.06.2026, 21:28 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Die italienische Flagge legte der erstaunliche Formel-1-Wunderjunge Kimi Antonelli auch in der Loge von Monaco-Fürst Albert II. nicht ab. Zuvor hatte der 19 Jahre alte Mercedes-Pilot DE0007100000 beim Grand-Prix-Klassiker seinen fünften Sieg in Serie euphorisch bejubelt und ist nun der jüngste Gewinner auf den Straßen von Monte-Carlo. Völlig unbeeindruckt von Schlaglöchern und einer langen Renn-Unterbrechung fuhr der Italiener erneut allen davon, seine WM-Führung wächst immer weiter. "Es war ein unglaubliches Wochenende", schwärmte Antonelli.

Für Lewis Hamilton im Ferrari und Red-Bull-Pilot Isack Hadjar blieben die Plätze zwei und drei. Hamilton stellte mit seinem achten Monaco-Podium den Rekord von Ayrton Senna ein. Lokalheld Charles Leclerc vergab zehn Runden vor Schluss im zweiten Ferrari durch einen Crash einen Podestplatz.

"Es ist noch eine lange Saison"

Red-Bull-Superstar Max Verstappen hatte sich schon zu Beginn verabschiedet, als er mit Motorenproblemen von Startplatz zwei bis ans Ende durchgereicht wurde. Auch Antonellis Teamkollege George Russell konnte nicht mithalten und blieb nach einer Durchfahrtstrafe ganz ohne Punkte. In der WM-Wertung hat der Italiener nach sechs Saisonläufen schon 66 Zähler Vorsprung auf den neuen Gesamtzweiten Hamilton. "Es ist noch eine lange Saison, da ist noch nichts vorbei", betonte Antonelli brav.

Nico Hülkenberg verpasste im Audi in seiner Wahlheimat die ersten WM-Punkte des Jahres nach einer späten Strafe und einer turbulenten Schlussphase, nachdem die Rennleitung zehn Runden vor Ende wegen Schäden im Asphalt eine 37-minütige Pause befohlen hatte. Der 38-Jährige kam zwar als Neunter ins Ziel, bekam aber noch eine Zehn-Sekunden-Strafe und wurde nur als 13. gewertet.

Teamchef warnt Antonelli vor Übermut

Noch zum Start ins Wochenende hatte die Konkurrenz Ferrari die Favoritenrolle zugeschoben. Doch Überflieger Antonelli legte in der so wichtigen Qualifikation eine Superrunde hin, seine Siegesserie beflügelte den Italiener. Nächster Beweis: Am Start blieb Antonelli ganz cool, nichts mehr zu sehen von den Schwächen vom Saisonbeginn.

Max Verstappen, der neben dem WM-Spitzenreiter in der ersten Startreihe stand, hatte Antonelli noch scherzhaft empfohlen, beim Losfahren eine Sekunde zu warten. Stattdessen kam der Niederländer selbst nicht vom Fleck. Nach einer Serie von Schimpfwörtern fragte er per Funk: "Was soll ich jetzt machen?" Die Antwort: "Komm einfach nach Hause."

Kurz darauf gab Verstappen auf und kletterte in der Garage aus dem Auto. "Schon am Start war das Gefühl vom Motor her nicht gut. Keine Power auf den ersten Metern", sagte der viermalige Weltmeister bei Sky und kündigte an, sich umgehend in seine nur 500 Meter entfernte Wohnung zu begeben.

Kim Kardashian schaut Hamilton zu

So erbte Ferrari-Superstar Hamilton Platz zwei hinter dem davoneilenden Antonelli. Und das unter den Augen von Reality-TV-Star Kim Kardashian, mit der sich der Brite seit Wochen privat immer wieder gemeinsam zeigt. Wohl auf Hamiltons Einladung erhöhten Kardashian und Schwester Khloe die Promi-Dichte im Fürstentum. Auch die Hollywood-Idole Michael Douglas und Catherine Zeta-Jones sowie die Fußball-Weltmeister Mario Götze, Mats Hummels und Lukas Podolski fieberten am Streckenrand mit.

Auch wieder zurück im Fahrerlager war Ferrari-Teamchef Frédéric Vasseur. Der Franzose hatte den Samstag wegen gesundheitlicher Probleme unter Beobachtung in einer Klinik verbringen müssen. Details gab das Team nicht bekannt, beim Rennen saß der 58-Jähriger wieder am Kommandostand.

Vasseur sah, wie Hamilton und Teamgefährte Leclerc sicher auf Podiumskurs fuhren. Aber den führenden Antonelli konnte das Ferrari-Duo nicht gefährden. Nach und nach wuchs der Abstand des Silberpfeil-Teenagers, fehlerlos kurvte er um den mit zahlreichen Millionen-Jachten gefüllten Hafen.

Weltmeister Norris früh raus beim McLaren-Jubiläum

Dagegen patzten Hamilton und Russell, als sie beim Reifenwechsel zu schnell durch die Boxengasse jagten und dafür jeweils Fünf-Sekunden-Strafen kassierten. Sogar vorzeitig endete der Arbeitstag für Vorjahressieger Lando Norris. Der Weltmeister musste seinen McLaren wie schon zuletzt in Kanada mit einem Technik-Defekt abstellen. Sein Rennstall, der nach eigener Rechnung den 1.000. Grand Prix fuhr, droht früh an der Verteidigung der beiden Titel aus der Vorsaison zu scheitern.

Als Lance Stroll in der 60. Runde mit seinem Aston Martin GB00BN7CG237 in die Begrenzung rauschte, bremste das Safety-Car das Feld ein. Kurz nach dem Neustart verlor dann Leclerc die Kontrolle über sein Auto. Nun stoppten die Rennkommissare das Feld und inspizierten die Löcher im Asphalt in Kurve 19. Nach knapp 40 Minuten ging es mit einem stehenden Start weiter, aber Antonelli ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen.

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