Kautschuk-Branche sucht Tarifabschluss - Einigung angestrebt 27.06.2025, 06:08 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Goodyear Tire & Rubber 9,463 USD -0,91 % UTP Consolidated

HANNOVER (dpa-AFX) - Die Tarifverhandlungen für die bundesweit 70.000 Beschäftigten der Kautschukindustrie gehen in die wohl entscheidende Runde. In Hannover kommen heute die Gewerkschaft IGBCE und der Arbeitgeberverband ADK zu ihrer dritten und Verhandlungsrunde zusammen. Beide Seiten sprachen von einer entscheidenden Verhandlung und zeigten sich gewillt, zu einer Einigung zu kommen. Ab 10 Uhr wollen sie in einem Hotel in Hannover verhandeln. Wie lange es gehen wird, sei völlig offen.

Reifen dominieren Branche

Unter den Tarif fallen direkt oder indirekt rund 70.000 Beschäftigte, die meisten davon in Hessen, gefolgt von Niedersachsen. Das Gros stellen dabei laut ADK die Autozulieferer, allen voran die großen Reifenhersteller Goodyear und Pirelli . Zur Branche gehören aber auch Kondomhersteller wie Mapa aus dem niedersächsischen Zeven (Fromms, Blausiegel, Billy Boy), Produzenten von Babyschnullern, Rettungswesten und Krankenhaus-Schläuchen.

Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung der Entgelte um 6,7 Prozent sowie eine deutliche Steigerung der Auszubildendenvergütungen. Außerdem will sie einen spürbaren Vorteil für Gewerkschaftsmitglieder durchsetzen und die Attraktivität der Schichtarbeit verbessern. Die Laufzeit des Tarifvertrags soll zwölf Monate betragen.

Die Arbeitgeber hatten ursprünglich zwei Erhöhungen um 40 und 50 Euro angeboten - bei einer Laufzeit von 25 Monaten. Zudem zeigten sich die Arbeitgeber offen für einen zusätzlichen Bonus für Gewerkschaftsmitglieder.

Dritte Runde soll Durchbruch bringen

In den bisherigen zwei Verhandlungsrunden im April und Mai war es zu keiner Einigung gekommen. Beide Seiten hatten danach angekündigt, bei der nun startenden dritten Runde ein Ergebnis anzustreben. Bei den Verhandlungen sei man inzwischen ein gutes Stück vorangekommen, sagte IGBCE-Verhandlungsführerin Katharina Stihler. Um zum Abschluss zu kommen, müssten sich die Arbeitgeber aber "noch ein großes Stück auf uns zu bewegen".

ADK-Verhandlungsführer Thomas Hofmann, im Hauptberuf Personalchef bei Pirelli Deutschland, hatte sich bereits im Mai zuversichtlich gezeigt: "Wir sind der Überzeugung, dass wir durch gute Vorbereitung in der dritten Verhandlungsrunde Ende Juni den entscheidenden Schritt in Richtung eines für beide Seiten tragfähigen Kompromiss machen können."/fjo/DP/zb

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Weitere News

Gestern 22:22 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 22:18 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 22:15 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 21:37 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 21:22 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 20:52 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 20:19 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer