PortfolioPlus
Dein Depot in Echtzeit – Kurse, Renditeanalyse und Dividendenplaner an einem Ort.
Anzeige
ROUNDUP 2

IG Metall lehnt erstes Angebot ab - Warnstreiks kommen 27.10.2026, 15:05 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
BMW 57,74 EUR +0,79 % Lang & Schwarz
Continental 68,20 EUR +1,91 % Lang & Schwarz
Infineon Technologies 53,19 EUR +0,36 % Lang & Schwarz
Siemens 273,15 EUR +1,79 % Lang & Schwarz
Schaeffler 6,07 EUR +2,19 % Lang & Schwarz
Kostenlose Aktienchance per SMS Ausgewählte Trading-Einschätzungen aufs Handy.

(Neu: weitere Details)

BERLIN (dpa-AFX) - Bei den regionalen Tarifverhandlungen für die gut 3,7 Millionen Beschäftigten der deutschen Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall ein erstes Angebot der Arbeitgeber abgelehnt. "Dieses Angebot setzt zu spät ein, ist zu niedrig, die Laufzeit ist zu lang und es steckt wenig Zukunft drin. Es bleibt deutlich hinter den Erwartungen und Bedürfnissen der Beschäftigten zurück", erklärte beispielsweise der NRW-Bezirksleiter Knut Giesler. Man weise es "entschieden" zurück.

In den Augen der IG Metall gleicht das Angebot nicht einmal ansatzweise die aktuelle Preissteigerung aus. Statt die Kaufkraft der Beschäftigten zu stärken, würde es zu weiteren Reallohnverlusten führen - "faktische eine Minus-Runde". Das sei nicht nur unfair gegenüber den Beschäftigten, sondern auch wirtschaftspolitisch falsch.

Warnstreiks zeichnen sich ab

Damit zeichnen sich nach zwei Verhandlungsrunden Warnstreiks ab, die nach dem Ende der Friedenspflicht bereits ab diesem Sonntag (1. November) möglich sind. In NRW soll darüber am Samstag die Tarifkommission entscheiden.

Auch im Südwesten stehen die Zeichen auf Warnstreik. Man werde mit Ablauf der Friedenspflicht mit Warnstreiks den Druck in den Betrieben erhöhen, damit die Arbeitgeber ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen, kündigte die regionale IG Metall an. Bezirksleiterin Barbara Resch erklärte: "Die Arbeitgeber müssen sich bewegen. Sonst sorgen die Beschäftigten in den Betrieben dafür."

Einmalzahlung im ersten Jahr

Erstmals in der Tarifgeschichte hatten die Arbeitgeberverbände in fünf Tarifbezirken gleichzeitig ein abgestimmtes Angebot auf den Tisch gelegt. Eine tabellenwirksame Entgelterhöhung um 1,3 Prozent soll demnach im Juli 2028 greifen, wie der Dachverband Gesamtmetall in Berlin mitteilte. Für das kommende Jahr schlagen sie im Juli eine Einmalzahlung in Höhe von 1 Prozent des durchschnittlichen tariflichen Jahresbruttoentgelts vor.

Diese Zahlung soll dem Vorschlag zufolge bei Unternehmen ausgesetzt werden können, die kaum noch Geld verdienen. Bislang gilt für eine gleichartige "automatische Differenzierung" anderer Entgeltbestandteile eine Grenze von 2,3 Prozent Nettoumsatzrendite. Nach Angaben von Südwestmetall müssten in Baden-Württemberg die knappe Hälfte (45 Prozent) der Betriebe nicht zahlen, weil sie derzeit Verluste machten oder unterhalb der Grenze verdienten.

Gewerkschaft fordert fünf Prozent

Die IG Metall hat für die rund 3,7 Millionen Beschäftigten fünf Prozent mehr Geld bei einer deutlich kürzeren Laufzeit von zwölf Monaten verlangt. Zudem will sie Vereinbarungen zur Sicherung von Betrieben und Arbeitsplätzen treffen.

Die Arbeitgeber legten ihre Offerte zum Auftakt der zweiten Verhandlungsrunde in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und im Norden vor. Die übrigen Tarifgebiete sollen folgen.

Sparrunden mit dem Betriebsrat?

Die Arbeitgeber wollen dem Vorschlag zufolge eine neue Verhandlungsmöglichkeit auf betrieblicher Ebene einführen, wenn Investitionen, Innovationen, Standorte und Beschäftigung gesichert werden müssten. Für solche Verhandlungen wären dann die Betriebsräte und nicht mehr wie bislang die Gewerkschaft zuständig.

NRW-Bezirkschef Giesler kritisierte auch diesen Vorschlag. Nach seiner Auffassung sollen damit Personalkosten reduziert werden. Die Beschäftigten müssten Investitionen in die Zukunft dann selbst erkaufen. "Wer Leistung, Wandel und Zukunft einfordert, muss jedoch bereit sein, in die Menschen zu investieren, die diesen Wandel Tag für Tag tragen und sollte sie nicht zu Sündenböcken der aktuellen wirtschaftlichen Situation machen."

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter aufwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 0,00
Hebel: 19,61
mit starkem Hebel
Ask: 0,85
Hebel: 6,95
mit moderatem Hebel
Smartbroker
UBS
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: WB2C7R WB42HM. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Weitere News

Gestern 23:35 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 23:05 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 23:00 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 22:57 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 22:36 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 22:16 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 22:04 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer