ROUNDUP/Krise in China

Porsche verkauft weniger Fahrzeuge 16.01.2026, 10:27 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Porsche Holding SE 37,61 EUR -1,13 % TTMzero RT

STUTTGART (dpa-AFX) - Die Lage des Sportwagenbauers Porsche in China hat sich im vergangenen Jahr verschärft. 2025 verkauften die Schwaben gut 41.900 Fahrzeuge dort. Das waren rund 26 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen in Stuttgart mitteilte. Insgesamt lieferte die VW -Tochter gut 279.400 Sport- und Geländewagen aus. Das ist der niedrigste Stand seit dem Corona-Jahr 2020. Damals hatten die Schwaben fast 272.200 Fahrzeuge in Kundenhände übergeben.

Die im MDax notierte Aktie verlor am Freitag 0,8 Prozent, damit lag Porsche aber noch etwas besser als die anderen deutschen Autobauer.

In China handelt es sich um den vierten Rückgang in Folge. Zum Vergleich: Im Jahr 2021 hatte Porsche noch fast 95.700 Sport- und Geländewagen in der Volksrepublik verkauft. Als wesentliche Gründe für den erneuten Rückgang nannte Porsche die herausfordernden Marktbedingungen und einen harten Wettbewerb, vor allem bei E-Modellen. Der frühere Porsche-Chef Oliver Blume hatte im vergangenen Jahr mehrfach betont, dass der Markt für Luxusprodukte in der Volksrepublik förmlich zusammengebrochen sei.

Mit Wachstum rechnete Blume kurz vor seinem Abtritt nicht. Einer der Gründe dafür ist die Kaufzurückhaltung wohlhabender Chinesen, bei denen das Geld wegen der Immobilienkrise nicht mehr so locker sitzt. Seit Anfang Januar ist Michael Leiters neuer Porsche-Chef, Blume konzentriert sich auf die Führung der Konzernmutter Volkswagen .

Minus in fast allen Weltregionen

Aber auch in den anderen Weltregionen läuft es für Porsche nicht rund: Nach China am deutlichsten verloren hat der Konzern im Heimatmarkt Deutschland (minus 16 Prozent) und im Rest Europas (minus 13 Prozent). In den Übersee- und Wachstumsmärkten - dazu gehören zum Beispiel Afrika, Lateinamerika, Australien, Japan und Südkorea - verbuchen die Schwaben ebenfalls ein leichtes Minus. Immerhin: In der größten Vertriebsregion Nordamerika liegen die Zahlen mit gut 86.200 Auslieferungen auf Vorjahresniveau.

Im Vergleich zu 2024 verkaufte Porsche ein Zehntel weniger Sport- und Geländewagen. Fast die Hälfte des Rückgangs geht auf die Schwäche in China zurück. Bereits 2024 war der Gesamtabsatz um drei Prozent auf rund 310.700 gesunken.

"Nach mehreren Rekordjahren liegen wir mit den Auslieferungen in 2025 unter dem Vorjahresniveau. Diese Entwicklung entspricht unseren Erwartungen", sagte Vertriebsvorstand Matthias Becker. Dieser Trend sei neben der schwächeren Nachfrage nach exklusiven Produkten in China unter anderem auch auf Angebotslücken bei bestimmten Modellen zurückzuführen.

Macan ist Spitzenreiter

Der Kompakt-SUV Macan war im vergangenen Jahr das bestverkaufte Modell. Die VW-Tochter lieferte davon gut 84.300 Stück aus - ein Plus von zwei Prozent. Mehr als die Hälfte entfiel auf die vollelektrische Variante. Der Sportwagenklassiker 911 legte leicht auf fast 51.600 Fahrzeuge zu. Das sei ein Auslieferungsrekord, hieß es.

Bei allen anderen Modellen ging es 2025 bergab - unter anderem beim Modell 718, beim Panamera und dem vollelektrischen Taycan. Einen Verkaufsknick von 21 Prozent gab es beim bislang auslieferungsstärksten Modell, dem SUV Cayenne. 22,2 Prozent der verkauften Porsche-Fahrzeuge waren reine Stromer.

Becker: Planen Volumen "realistisch"

Mit Blick auf das laufende Jahr gab sich Becker zurückhaltend: Angesichts des Produktionsauslaufs von 718 und Verbrenner-Macan plane man das Volumen "realistisch". Die Modelle laufen unter anderem wegen Cybersicherheitsregeln aus. Direkte Nachfolger gibt es nicht. Ein E-Modell von Cayman und Boxster ist in der Entwicklung, verzögert sich aber. Auf ein neues Verbrenner-Modell im Macan-Segment dürften Porsche-Fans noch länger warten müssen. Porsche hatte 2025 sukzessive angekündigt, entgegen ursprünglicher Pläne wieder stärker auf Verbrenner zu setzen und E-Modelle zu verschieben./jwe/DP/men

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 0,18
Hebel: 20
mit starkem Hebel
Ask: 0,49
Hebel: 7
mit moderatem Hebel
Smartbroker
Goldman Sachs
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: GU9LPK GG9Z5J. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer