ROUNDUP

Nike kämpft mit geplanter Kehrtwende - Aktie fällt deutlich 19.12.2025, 13:14 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Nike (B) 54,88 EUR -1,30 % Lang & Schwarz

BEAVERTON (dpa-AFX) - Der US-Sportartikelkonzern Nike ist auf dem Weg aus seiner Krise wieder ins Straucheln gekommen. Zwar konnte der Rivale von Adidas und Puma insgesamt mehr Geschäft vorweisen als von Experten gedacht. An entscheidenden Stellen hapert es aber weiterhin, im wichtigen Riesenmarkt China etwa oder bei der Marke Converse. Nike-Chef Elliott Hill, der das Unternehmen nach einigen harten Enttäuschungen wieder an die Spitze führen soll, sieht den Konzern nach dem zweiten Geschäftsquartal (Ende November) noch nicht am Ziel. Anleger zeigen sich ungeduldig und ließen die Aktie am Freitag kräftig fallen, auch weil im laufenden Quartal wieder ein Umsatzknick droht.

Das Papier sackte im vorbörslichen US-Handel um mehr als zehn Prozent ab. Damit dürfte sich das Kursminus seit Jahresbeginn von gut 13 Prozent im regulären Handel noch spürbar ausweiten. Mit Kursen von unter 60 Dollar wäre das Unternehmen noch weiter von alten Höhen entfernt - vor vier Jahren war die Aktie teils noch gut 179 Dollar wert. Auch die deutschen Konkurrenten Adidas und Puma gerieten zunächst in Mitleidenschaft, sie konnten den Druck aber im Verlauf einigermaßen abschütteln.

Nike sucht derzeit den Weg aus einem Tief, in das sich das Unternehmen selbst manövriert hatte. Der Konzern hatte in den vergangenen Jahren auf Kosten des Einzelhandels sehr stark auf den Direktvertrieb gesetzt. Vor allem im wichtigen US-Markt konnten daher konkurrierende Marken Nike Regalplatz in den Geschäften abnehmen - die Verkäufe litten darunter. Das Unternehmen müht sich nun, das Verhältnis zu seinen Einzelhandelspartnern wieder herzustellen.

In der Heimat lief es auch gar nicht so schlecht. Der Konzernumsatz insgesamt stieg im abgelaufenen Quartal im Jahresvergleich um ein Prozent auf 12,4 Milliarden US-Dollar, wie das Unternehmen am Vorabend in Beaverton (Oregon) mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang gerechnet. Das verfing aber letztlich nicht. Probleme hat der US-Konzern nämlich weiter in China und mit seiner Marke Converse. Die Converse-Erlöse purzelten um 30 Prozent, diejenigen in China um 17 Prozent.

China und der Direktvertrieb in eigenen Shops und über das Netz hätten enttäuscht, meinte Experte Poonam Goyal vom Analysedienst Bloomberg Intelligence. In China kämpft Nike nach eigenen Angaben mit sinkendem Publikumsverkehr in den Läden, zudem tut Nike sich schwer mit dem Abverkauf von Lagerbeständen.

Der vom Management angeschlagene Ton sei vorsichtiger gewesen als erwartet, urteilte RBC-Fachmann Piral Dadhania. Er monierte, dass für das dritte Quartal im Vergleich zum Vorquartal kein Signal einer wesentlichen Verbesserung des Umsatzwachstums und der Bruttomarge kam, was eine kurzfristig negative Perspektive für die Aktien des US-Konzerns stütze. "Nike scheint sich noch in der Übergangsphase seines Sanierungsprozesses zu befinden, mit einem wohl langsameren Erholungsverlauf als erwartet", ergänzte er.

Das sehen auch andere so. Für das dritte Geschäftsquartal wurde im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein leichter Umsatzrückgang prognostiziert, während die Markterwartung bei einem Anstieg um 1,5 Prozent liege, hieß es von JPMorgan.

Zudem lasten auch noch die Zölle von US-Präsident Donald Trump auf dem Konzern. Die Bruttomarge - also das Verhältnis dessen, was nach den Herstellungskosten von den Verkaufspreisen übrig bleibt - sank um 3 Prozentpunkte auf 40,6 Prozent. Nike machte dafür vor allem die Einfuhrzölle in Nordamerika verantwortlich. Unter dem Strich sackte der Gewinn um ein knappes Drittel auf 792 Millionen Dollar ab, auch weil Nike mehr Geld für Marketing ausgab./men/mis/stk

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 0,26
Hebel: 21
mit starkem Hebel
Ask: 1,29
Hebel: 4
mit kleinem Hebel
Smartbroker
UBS
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: UQ8BV0 UJ27LP. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer